Beschreibung der Studie

Phospholipide sind, neben Cholesterin und Triglyceriden (Blutfetten), eine Klasse der Lipide. Man findet sie in allen Zellen des Körpers sowie in Lebensmitteln. Die Phospholipide der Milch sind reich an Phosphatidylcholin und Sphingomyelin. Soja-Phospholipide (Phospholipide pflanzlichen Ursprungs) haben zum Einen ein anderes Phospholipidmuster als Milch-Phospholipide, zum Anderen sind ihre Fettsäuren, anders als die der Milch-Phospholipide, überwiegend mehrfach ungesättigt. In dieser Interventionsstudie verzehren zwei Gruppen übergewichtiger Männer im Alter von 50 bis 76 Jahren täglich 250 ml Milch, die zusätzlich 3g Milchphospholipide oder 3g Sojaphospholipide enthält. Am Beginn und Ende der 7-wöchigen Interventionsperiode wird Nüchternblut gewonnen und die Körperzusammensetzung bestimmt. Im Blut bzw. Plasma werden verschiedenen Parameter analysiert die für das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen von Bedeutung sind, u.a. Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride („Blutfette“) und Glukose. Phospholipide in der Nahrung können u.a. die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm ins Blut hemmen. Dadurch und über weitere Mechanismen können sie den Cholesterinstoffwechsel, aber auch Leber- und Entzündungsstoffwechsel und weitere Funktionen des Körpers günstig beeinflussen. Es wird angenommen dass das Fettsäuremuster für die Wirkung der Phospholipide wahrscheinlich nur von sekundärer Bedeutung ist und dass die Wirkung der Milchphospholipide auf die zu prüfenden Parameter gleich oder sogar stärker ist als die der Sojaphospholipide.

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Studiendetails

Studienziel Verhältnis von Gesamtcholesterol zu HDL-Cholesterol im Serum bei Interventionsende (nach 7 Wochen)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 62
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • bergewichtige Männer, im Alter zwischen 50 und 76 Jahren, Nichtraucher Probanden, die in schriftlicher Form ihr Einverständnis zur Teilnahme an der Studie gegeben haben.

Ausschlusskriterien

  • Probanden mit Nüchternglukose über 120 mg/dl.
  • Probanden, bei denen eine Krankheit vorliegt, welche die Nährstoffresorption, Verdauungsfunktion, Verstoffwechselung oder Ausscheidung betrifft.
  • Probanden, bei denen eine Allergie gegen Milcheiweiß und Soja bekannt ist.
  • Probanden, die während der Versuchszeit Supplemente einnehmen, die zu bestimmende Parameter beeinflussen können.
  • Probanden, die Medikamente einnehmen, die zu bestimmende Parameter beeinflussen können.
  • Probanden, bei denen eine Operation des Intestinaltrakts oder Kortikosteroidbehandlung in den vergangenen drei Monaten vorlag. Probanden, die sich nicht compliant verhalten. Probanden, die überdurchschnittlich viel Milch und Milchprodukte verzehren.
  • Probanden, bei denen unvertretbare, unerwünschte Ereignisse auftreten Probanden mit akuten Magen-Darm-Erkrankungen im Versuchszeitraum.
  • Probanden, die ihre Zustimmung zur Teilnahme an der Studie widerrufen.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Fettstoffwechselstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Man geht davon aus, dass die Wirkung der Phospholipide auf den Stoffwechsel von Tier und Mensch von der Phospholipidstruktur bestimmt wird und nicht in erster Linie von ihrem Fettsäurenmuster. Die gleichen Fettsäuren, als Triglyceride oder Phospholipide gegeben, erzielen nicht die gleiche Wirkung. Es gibt eine Reihe von Hinweisen, dass für manche Funktionen Phospholipide mit stärker gesättigten Fettsäuren, wie sie in den Phospholipiden der Membran der Milchfettkügelchen vorliegen, effektiver sein können als solche mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es gibt weiterhin Hinweise, dass die einzelnen Phospholipidklassen sich in ihren Wirkungen unterscheiden. Cholin des Phosphatidylcholins ist Donor für Methylgruppen, und kann somit die Synthese des endogenen Antioxidans Glutathion günstig beeinflussen und den Homocysteinspiegel senken. Die beobachtete Erhöhung des ApoA1-Spiegels und des HDL-Cholesterins weist auf weitere antiinflammatorische Mechanismen hin. Auch hier sind Phospholipide mit stärker gesättigten Fettsäuren wirksamer. Die Studie prüft die Wirkung von Milch-Phospholipiden im Vergleich zu Soja-Phospholipiden auf Risikofaktoren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Cholesterinkonzentration als Primärparameter) und verschiedene Indikatoren für Leberstoffwechsel, Entzündung und oxidativen Stess.

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