Beschreibung der Studie

Ziel des Projektes ist es, eine Intervention zu entwickeln, die darauf abzielt, Patienteninformationen stärker auf die individuellen Vorstellungen von Patienten über Krankheit und Behandlung zuzuschneiden. Dadurch dass die Informationen an bereits erhaltenen Informationen anknüpfen und stärker die patientenseitigen Überzeugungen zu Krankheit und Behandlung sowie die bisherigen Bewältigungsversuche der Rehabilitanden berücksichtigen, soll der Umgang der RehabilitandInnen mit ihrer Erkrankung möglichst optimal unterstützt und gefördert werden. Im ersten Projektschritt wird dabei ein Fragebogen zur Messung des bisherigen Bewältigungsverhaltens der Patienten und dessen Bewertung entwickelt und an N=400 RehabilitandInnen mit chronischen Rückenschmerzen und depressiven Störungen geprüft. Darauf basierend wird im zweiten Projektschritt die Intervention entwickelt und danach in vier Rehabilitationskliniken durchgeführt und anschließend von Patienten und Behandlern bewertet.

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Studiendetails

Studienziel bzgl. Interventionsentwicklung: Patienten- und behandlerseitige Akzeptanz, klinische Machbarkeit; Erhebung nach Implementation der Intervention mit Hilfe von selbstentwickelten Fragebögen (Patienten) und Interviews (Patienten und Behandler) am Ende der Rehabilitation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 560
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Rentenversicherung Bund, Geschäftsbereich Sozialmedizin und Rehabilitation

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Rehabilitanden mit der Diagnose chronischer Rückenschmerz oder depressive Störung

Ausschlusskriterien

  • Bei Rehabilitanden mit chronischen Rückenschmerzen: Bandscheiben-OP innerhalb der letzten 6 Monate, Hinweise auf entzündliche oder neoplastische Genese, Orientierungsstörungen/schwere psychiatrische Erkrankungen, Rentenantragsteller; Bei Rehabilitanden mit depressiven Störungen: Bipolare Störung, Suizidalität, Sucht, Orientierungsstörungen, Rentenantragsteller

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine Intervention zu entwickeln, die darauf abzielt, die Patienteninformation stärker auf die subjektiven Erklärungsmodelle von RehabilitandInnen über Krankheit und Behandlung zuzuschneiden. Hierdurch sollen Ansatzpunkte gefunden werden, um die Selbstregulation der Patienten in Bezug auf die Erkrankung und Behandlung möglichst optimal zu unterstützen und zu fördern. Die Interventionsentwicklung greift auf die Theorie des sog. Common Sense-Selbstregulationsmodells von Howard Leventhal und Kollegen zurück. Unter Berücksichtigung der zentralen Komponenten dieses Modells soll die zu entwickelnde Intervention zur Patienteninformation drei Aspekte berücksichtigen: (1.) die subjektiven Krankheits- und Behandlungskonzepte der RehabilitandInnen (d.h. Was denken die RehabilitandInnen über Krankheit und Behandlung?), (2.) die bisherigen patientenseitigen Versuche zur Krankheitsbewältigung (d.h. Was haben die RehabilitandInnen bisher bzgl. Krankheitsbewältigung unternommen? Haben sie z.B. bereits Erfahrungen mit verschiedenen Medikamenten oder mit einer rehabilitativen Behandlung gemacht?) und (3.) die Bewertung der bisherigen Versuche zur Krankheitsbewältigung (d.h. Waren die Bewältigungsversuche aus Patientensicht erfolgreich oder eher nicht?). Im ersten Projektschritt wird ein auf der Theorie des Common Sense-Selbstregulationsmodells basierender Fragebogen zur Messung des Bewältigungsverhaltens und dessen Bewertung entwickelt und an N=400 RehabilitandInnen mit chronischen Rückenschmerzen und depressiven Störungen psychometrisch geprüft. Darauf basierend wird im zweiten Projektschritt in Zusammenarbeit mit ÄrztInnen und PsychologInnen aus Projekt-Kooperationskliniken das Interventionskonzept ausgearbeitet, welches dann in zwei Rehabilitationskliniken pro Indikation implementiert und formativ evaluiert wird. Hierbei kommen qualitative und quantitative Erhebungszugänge zum Einsatz. Hauptzielgrößen sind die patienten- und behandlerseitige Akzeptanz sowie die klinische Machbarkeit, so dass bei Projektende ein Interventionskonzept vorliegen sollte, welches aus Sicht der RehabilitandInnen und BehandlerInnen sinnvoll und nutzbringend ist, und welches in die klinischen Abläufe integrierbar ist.

Quelle

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