Beschreibung der Studie

In dieser Studie soll der Einfluss des Medikaments Carbamazepin, das gegen Epilepsie eingesetzt wird, auf die Erregbarkeit des Gehirns untersucht werden. Das Patientenkollektiv wird gesunde Probanden (männlich und weiblich) im Alter ab 18 Jahren umfassen.In früheren Unter-suchungen hat sich gezeigt, dass Carbamazepin im Gehirn an einen Natriumkanal bindet, für den es verschiedene genetische Varianten (Genotypen) gibt, die als AA, AG oder GG bezeichnet werden. Weiterhin gibt es Hinweise, dass bei Probanden des Genotyps GG weniger hohe Carbamazepindosen notwendig sind als bei Probanden des Genotyps AA. Probanden des Genotyps AG benötigen mittlere Dosen. In der Bevölkerung haben etwa 25% der Menschen den Genotyp AA, 53% den Genotyp AG und 22% den Genotyp GG. In der folgenden Studie soll untersucht werden, ob sich die Wirkung von Carbamazepin an den Natriumkanälen bei Menschen mit unterschiedlichen Genotypen unterscheidet. Als Messtechnik verwenden wir dazu die transkranielle Magnetstimulation (TMS).

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Veränderungen der RMT(RESTING MOTOR THRESHOLD) nach Einnahme von Carbamazepin bei den Probanden des Genotyps AA und GG (RMTcarbamazepine-RMTbaseline,c)-(RMTplacebo-RMTbaseline,p). Art der Messung: Transkraniale Magnetstimulation (TMS) Zeitpunkt der TMS Erfassung: jeweils vor der Einnahme der Medikation(Carbamazepin, bzw. Placebo) und 5,5 h nach Einnahme der Medikation(Carbamazepin, bzw. Placebo)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 2
Zahl teilnehmender Patienten 106
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Neurologische Klinik Philipps-Universität Marburg

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter ≥18 Jahre
  • Gesunder Rechtshänder (Edinburgh Handedness Inventory, EHI ≥80)
  • Schriftliche Einwilligung zur Teilnahme an der Studie
  • Kognitive und physische Fähigkeit des Probanden, den Versuchsablauf zu verstehen und einzuhalten, das verabreichte Medikament einzunehmen und sich mit TMS untersuchen zu lassen

Ausschlusskriterien

  • Schwere progressive neurologische Erkrankung
  • z. B. schnell fortschreitende Hirnpathologie)
  • Schwere (eine Krankenhauseinweisung erforderlich machende) psychiatrische Erkrankung in den letzten sechs Monaten oder Suizidversuch in der Anamnese, zugrundeliegende Psychose oder bekannte Verhaltensauffälligkeiten
  • Schwere Lebererkrankung (z. B. Hepatitis, Leberzirrhose), akute intermittierende Porphyrie
  • Schwere Nierenerkrankungen (z.B. terminale Niereninsuffizienz)
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung (z.B. AV-Block, Z.n. Myokardinfarkt)
  • Schwere endokrinologische Erkrankung
  • Störungen des Natriumhaushaltes
  • Krebsleiden
  • Hämatologische Erkrankungen und Knochenmarkschädigung
  • Glaukom
  • Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Vorliegen einer Epilepsie
  • Nicht-epileptische Anfälle
  • Chronischer Alkohol- oder Drogenmissbrauch in den letzten zwei Jahren
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen die Medikation oder deren Trägerstoffe
  • Antiepileptische oder andere zentralnervös wirksame Dauermedikation zum Zeitpunkt der Untersuchung
  • Metallhaltige Implantate im Kopf-Hals-Thorax-Bereich (z.B. Metallsplitter, intrakranielle Clips, Herzschrittmacher)
  • Andere klinisch signifikante Auffälligkeiten, belegt durch Laborwerte, medizinische Anamnese oder körperliche Untersuchung, die sich nach Ansicht des Untersuchers nachteilig auf die Studie oder den Probanden auswirken könnten
  • Teilnahme an anderen klinischen bzw. neurophysiologischen Untersuchungen oder Studien (anamnestisch, Unterschrift in der Einwilligungserklärung)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Epilepsie-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

In der vorliegenden Studie soll untersucht werden, ob sich der mittels TMS nachweisbare Effekt von Carbamazepin an spannungsabhängigen Natriumkanälen bei gesunden Probanden in Abhängigkeit von einem Polymorphismus für das SCN1A Gen unterscheidet. Weiterhin soll untersucht werden, ob es bei den beiden Genotypen zu Unterschieden der Baselinemessung an den Natriumkanälen kommt. Darüber hinaus soll ein möglicher Einfluss der weiteren Polymorphismen (rs41307846, c.2392C->T in CACNA1H, rs3751664, rs4906902), welche möglicherweise die kortikale Exzitabilität beeinflussen, untersucht werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: