Beschreibung der Studie

Gegenstand des Projekts ist die Kommunikation zwischen chronisch erkrankten Patienten und den behandelnden Personen (ÄrztInnen, Pflegekräfte, TherapeutInnen) in der Rehabilitation. Als Krankheitsbilder werden chronische Rückenschmerzen und chronisch-ischämische Herzkrankheit untersucht. Das primäre Ziel des Projekts besteht darin, ein Messinstrument (Fragebogen) zur Erfassung der Präferenzen chronisch Kranker im Hinblick auf die Kommunikation mit den BehandlerInnen zu erarbeiten. Desweiteren soll ein Fragebogen für die BehandlerInnen entwickelt werden, um deren Einstellungen zur Kommunikation mit den Patienten zu erfassen. Basierend auf diesen Instrumenten sollen im weiteren Verlauf des Projektes die unterschiedlichen Präferenzen verschiedener Patientengruppen (männlich/weiblich, Altersgruppen, stationär/ambulant, unterschiedliche Diagnosen) analysiert werden. Darüber hinaus wird untersucht welchen Einfluss eine Übereinstimmung der erfassten Einstellungen von Patienten und Behandlern auf den Erfolg der Behandlung hat. Aufbauend auf den gewonnenen Ergebnissen ist die Entwicklung einer Behandlerschulung zur Berücksichtigung individueller Kommunikationspräferenzen der Patienten geplant, die zu einer Verbesserung der Patient-Behandler-Kommunikation führen soll.

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Studiendetails

Studienziel Ein primäres Ziel des Forschungsprojektes besteht in der Entwicklung und methodischen Prüfung eines Messinstruments zur Erfassung der Präferenzen chronisch Kranker im Hinblick auf die Patient-Behandler-Kommunikation (Fragebogen zu den Kommunikations-präferenzen von PatientInnen, KOPRA-Fragebogen). Analog zu diesem Messverfahren ist die Entwicklung eines inhaltlich vergleichbaren Instruments für die Behandler geplant (Fragebogen zu den kommunikationsbezogenen Einstellungen von BehandlerInnen, KOMBEIN-Fragebogen), sowei zur Erfassung der kommunikativen Verhaltensweisen der Behandler (KOVA-Fragebogen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 900
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR), Projektträger des BMBF, Gesundheitsforschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Diagnose "chronische Rückenschmerzen" oder "chronisch ischämische Herzkrankheit" liegt vor

Ausschlusskriterien

  • sprachliche, kognitive und/oder physische Beeiträchtigungen (Bearbeitung eines Fragebogens dadurch nicht möglich)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Forschungsstudie beschäftigt sich mit dem Thema der Patient-Behandler-Kommunikation bei chronisch Kranken. Es werden Patientinnen und Patienten mit chronisch-ischämischer Herzkrankheit und mit chronischen Rückenschmerzen untersucht. Die Kommunikation stellt das zentrale Element der Patient-Behandler-Interaktion dar. Dabei können sich die Kommunikationspräferenzen von Patient zu Patient deutlich unterscheiden und auch die Präferenzen desselben Patienten können je nach Kontext oder Zeitpunkt ariieren. Wichtig ist das individuelle, auf den Zeitpunkt der Behandlung bezogene Assessment der Präferenzen der chronisch Kranken in Bezug auf die Kommunikation mit ihrem Behandler. Als Behandler werden in der Studie neben ÄrztInnen auch Pflegekräfte und TherapeutInnen berücksichtigt. Eine gelungene Kommunikation zeichnet sich dadurch aus, dass eine Kongruenz besteht zwischen den Erwartungen und Wünschen der PatientInnen bezüglich der Kommunikation einerseits und den entsprechenden Einstellungen der BehandlerInnen andererseits. Es ist zu erwarten, dass eine funktionierende Patient-Behandler-Kommunikation positiven Einfluss auf Adhärenz und Behandlungserfolg nimmt. Demzufolge sollten BehandlerInnen ihre Patientengespräche flexibel nach den individuellen Vorstellungen der Patienten gestalten. Ein zentrales Ziel des Forschungsprojektes besteht in der Entwicklung und methodischen Prüfung eines Messinstruments zur Erfassung der Präferenzen chronisch Kranker im Hinblick auf die Patient-Behandler-Kommunikation (Fragebogen zu den Kommunikations-präferenzen von PatientInnen, KOPRA-Fragebogen), welches den testtheoretischen Anforderungen des Rasch-Modells genügt. Analog zu diesem Messverfahren ist die Entwicklung eines inhaltlich vergleichbaren Instruments für die Behandler geplant (Fragebogen zu den kommunikationsbezogenen Einstellungen von BehandlerInnen, KOMBEIN-Fragebogen). Die Erarbeitung der Fragebögen basiert zum Einen auf qualitativen Daten, die in einer Vorstudie anhand von Fokusgruppen mit Patienten und Behandlern erhoben werden. Hierbei sollen Patienten und Behandler an der Festlegung der Inhalte der jeweiligen Messverfahren beteiligt werden, indem ihnen ohne theoriebezogene Vorstrukturierung offene Fragen zu ihren Präferenzen bezüglich der Patient-Behandler-Kommunikation gestellt werden (z.B. Wie wünschen Sie sich die Gespräche mit ihrem Arzt? Was ist Ihnen dabei wichtig?). Neben diesem empirischen Zugang soll eine theoriebasierte Itemgenerierung unter Berücksichtigung von Modellen und Konzepten, die relevante Aspekte der Patient-Behandler-Kommunikation postulieren (Makoul, 2001; Arora, 2003; Krupat et al., 2000a; McKinstry, 2000), erfolgen. Die so entwickelten Fragebogenentwürfe werden in einer zweiten Vorstudie durch Einzelinterviews mit PatientInnen auf ihre Verständlichkeit und Akzeptanz hin geprüft. Auf Basis der neu entwickelten Messinstrumente sollen im weiteren Verlauf des Projektes im Rahmen einer quantitativen Erhebung mögliche Einflussfaktoren der Patientenpräferenzen aufgezeigt werden. Dies erfolgt durch eine Analyse der unterschiedlichen Präferenzen a) weiblicher und männlicher Patienten, b) PatientInnen unterschiedlicher Altersgruppen, c) PatientInnen mit verschiedenen Diagnosen und d) PatientInnen im stationären vs. ambulanten Bereich. Zudem ist eine Analyse des Einflusses kongruenter Einstellungen bei Patient und Behandler auf das Ergebnis der Behandlung geplant. Ferner soll basierend auf den gewonnenen Ergebnissen eine Intervention zur Berücksichtigung individueller Kommunikationspräferenzen der Patienten entwickelt werden, mit deren Hilfe die Patient-Behandler-Kommunikation verbessert werden kann. Den BehandlerInnen soll dabei ermöglicht werden, die individuellen Kommunikationspräferenzen ihrer PatientInnen zu berücksichtigen und somit die Patient-Behandler-Kommunikation flexibler und bewusster zu gestalten.

Quelle

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