Beschreibung der Studie

Bei unserer Studie planen wir, 65 Menschen mit Höhenphobie und 40 Menschen ohne Höhenphobie (sog. "Kontrollprobanden") zu untersuchen. Unsere Untersuchung soll dabei helfen, in Zukunft alternative und bessere Behandlungsmöglichkeiten für Angststörungen zu entwickeln. Seit ca. 15 Jahren werden 3D Computer-Simulationen entwickelt (sog. „virtuelle Realität“, VR), die als Alternative zur sog. „Exposition in vivo“ (d.h. der Konfrontation mit angstauslösenden Dingen oder Situationen) u.a. für die Behandlung von spezifischen Phobien (übermäßige Angst z.B. vor Hunden, Spinnen, Autofahren etc.) in Frage kommen. Gleichzeitig geht man davon aus, dass die körperlichen (physiologischen) Reaktionen, die bei der Konfrontation mit angstauslösenden Reizen entstehen können, eine wichtige Rolle bei der Überwindung von Phobien spielen. Deshalb soll bei dieser Studie untersucht werden, 1) welche physiologischen Reaktionen eine Höhenszene in virtueller Realität bei Menschen mit Höhenangst auslöst, 2) wie sich diese Reaktionen im Verlauf der Höhen-Simulation entwickeln, 3) welchen therapeutischen Effekt eine VR-Exposition hat, 4) ob bestimmte Persönlichkeitsvariablen (Eigenschaften) diese physiologischen Reaktionen beeinflussen, und 5) ob sich ein Zusammenhang finden lässt zwischen bestimmten Genen, die mit Angststörungen in Verbindung gebracht werden, angstrelevanten Persönlichkeitseigenschaften und der empfundenen und physiologisch gemessenen Angst.

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Studiendetails

Studienziel Stärke der Höhenangst, erfasst über Höhenphobie-Fragebogen (Erfassung vor und nach jeder der 3 Expositionen) und SUDS (Subjective Units of Discomfort; erfasst während jeder der 3 Expositionen)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 105
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Innovative Medizinische Forschung (IMF) im Dekanat der Medizinischen Fakultät der Universität Münster

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • 65 Patienten: Vorliegen einer Höhenphobie; 40 gesunde, altersgematchte Kontrollprobanden

Ausschlusskriterien

  • Vorliegen einer psychiatrischen Erkrankung über eine spezifische Phobie hinaus (Komorbidität nach DSM-IV-TR)
  • Akute Suizidalität
  • Epilepsie oder andere ZNS-Erkrankungen (Hirntumor, Enzephalitis)
  • Migräne
  • Gleichzeitige Psychotherapie
  • Einnahme von Psychopharmaka
  • Schwangerschaft
  • Herzerkrankung oder eine psychotische Erkrankung in der Vorgeschichte

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Phobie-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Bei der Studie soll in einer standardisierten Exposition in der Virtuellen Realität (VR) bei Patienten mit Höhenphobie die physiologische Reaktion abgebildet werden. Gleichzeitig wird die subjektive Angstreaktion über die Subjective Units of Discomfort Scale (SUDS) erfasst. Die VR-Exposition wird insgesamt 3-mal wiederholt, wobei vor und nach der Behandlung die Schwere der Angstsymptomatik gemessen wird. Von besonderem Interesse ist dabei, (a) ob und wie die physiologischen Systeme in der Exposition reagieren, (b) wie sich die physiologischen Reaktionen im Verlauf der Exposition darstellen, (c) ob das Ausmaß der physiologischen Aktivierung und der subjektiven Angst (SUDS) mit Angst-relevanten Persönlichkeitsvariablen korreliert,(d) welchen Einfluss psychologische Faktoren auf die physiologische Reaktionen und den Therapieeffekt der Exposition haben, und (e) ob sich ein Zusammenhang finden lässt zwischen Prädispositionsgenen für Angststörungen, angstrelevanten Persönlichkeitsvariablen und subjektiven und physiologischen Angstmaßen. Kontrollprobanden durchlaufen nur 1 von 3 Expositionen.

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