Beschreibung der Studie

Jährlich erkranken in Deutschland ca. 150.000 Menschen an einer Sepsis, einer Infektion des gesamten Organismus. Diese oft lebensbedrohliche Erkrankung erfordert intensivmedizinische Behandlung und hinterlässt z.T. schwere gesundheitliche Folgen. Nach Entlassung aus dem Krankenhaus werden die überlebenden Patienten meist in Hausarztpraxen weiter behandelt. Wie diese Langzeitbetreuung praktisch unterstützt werden kann, untersucht die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Interventionsstudie SMOOTH. Ziel ist die Entwicklung eines sepsisspezifischen Nachsorgeprogramms. Die SMOOTH Studie ist Teil des integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums für Sepsis und Sepsisfolgen

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Studiendetails

Studienziel gesundheitsbezogene Lebensqualität erhoben mit dem SF-36 (Patientenbefragung) 6 Monate nach Entlassung von der Intensivstation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 290
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ausreichende deutsche Sprachkenntnisse
  • Weiterbehandlung durch den Hausarzt
  • Zustand nach aktuellem Auftreten einer schweren Sepsis oder eines septischen Schocks
  • Erfüllung von mindestens zwei SIRS-Kriterien
  • mindestens eine Organdysfunktion

Ausschlusskriterien

  • bekannte oder neu aufgetretene Demenz (TICS <27)
  • gehörlose, hochgradig sprachbehinderte und blinde Patienten
  • Weiterbehandlung im Pflegeheim
  • unzureichende deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
  • gesetzliches Betreuungsverhältnis besteht bereits vor dem ITS-Aufenthalt

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Sepsis-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Einführung Durch älter werdende Bevölkerung und steigende Invasivität der modernen Hochleistungsmedizin nimmt die Anzahl überlebender Sepsispatienten in Deutschland kontinuierlich zu. Etwa 60.000 Menschen überstehen hierzulande jährlich die schwere Infektion und leiden über Jahre unter Komplikationen wie Neuropathien, posttraumatischer Belastungsstörung, Depressionen oder chronischem Schmerz. Diese Langzeitverläufe sind bislang wenig erforscht - es existieren kaum Einrichtungen, Programme oder Leitlinien für eine effektive Nachbetreuung. Der Großteil dieser oft multimorbiden Patienten wird in Hausarztpraxen versorgt. Studienziel Die Smooth-Studie will herausfinden, ob sich die Lebensqualität und weitere klinische Zielgrößen von Sepsispatienten durch eine spezifische Nachbetreuung im Sinne eines Disease Management Programms (DMP) verbessern lässt. Methodik Nach einer überlebten Sepsis sollen die Patienten in Zusammenarbeit mit den behandelnden Hausärzten aktiv und strukturiert über insgesamt ein Jahr begleitet werden. Der Struktur eines Disease Management Programms (DMP) entsprechend gliedert sich die Intervention in drei Bereiche: - Entlassungsmanagement mit strukturiertem Informationsfluß zwischen stationärer und ambulanter Versorgung - Schulung von Hausärzten sowie Patienten zu sepsisbezogenen Krankheitsbildern mit leitliniengerechten Therapieoptionen und - regelmäßiges Monitoring der Patienten durch speziell entwickelte Telefoninterviews zu den Hauptkomplikationen der Sepsis. Zentraler Akteur der Intervention ist als Patientenbegleiter der so genannte Case Manager. Als Ansprechpartner für den Hausarzt steht darüber hinaus ein Liaisonarzt zur Verfügung, der die Ergebnisse des Monitorings bewertet und weitergibt. In der Studie werden beide Akteure durch das Institut für Allgemeinmedizin gestellt. Zielgrößen Als primäre Zielvariable wird nach 6 Monaten die gesundheitsbezogene Lebensqualität der Patienten erhoben. Mit dem Fragenbogen SF 36 steht hierzu ein etabliertes Messinstrument zur Verfügung. Sekundäre Zielvariablen sind unter anderem die Erfassung von physischer Aktivität, Schmerzniveau, Depressionssymptomen, kognitiven Defiziten, neuropathischen Symptome und stationären Aufenthalten - jeweils 6, 12 und 24 Monate nach Entlassung von der Intensivstation.

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