Beschreibung der Studie

Nach bauchchirurgischen Operationen sind häufig Störungen der Magen-Darm-Funktion zu beobachten. Dieses Phänomen wird auch als postoperativer Ileus bezeichnet. Klinisch klagen die Betroffenen über Übelkeit mit Erbrechen, Schmerzen, Völlegefühl und Atemfunktionsstörungen, schlimmstenfalls droht ein Multiorganversagen. Leider gibt es bis heute weder Faktoren, die den Schweregrad der Erkrankung voraussagen noch eine adäquate Therapie des postoperativen Ileus. Ziel dieser Studie ist die Etablierung eines Laborparameters, um in Zukunft bereits unmittelbar nach der Operation vorhersagen zu können, ob und in welchem Ausmaß der Patient einen postoperativen Ileus bekommt. Somit können frühzeitige Maßnahmen wie beispielsweise die Übernahme auf eine Überwachungsstation getroffen werden.

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Studiendetails

Studienziel 1. Anzahl der gemessenen Th1-Zellen im peripheren Blut (60 min, 3 h, 6 h, 24 h nach OP Beginn) 2. Auflösung des postoperativen Ileus, dokumentiert durch einen standardisierten und etablierten Fragebogen. Einen speziellen Namen besitzt der Fragebogen nicht, er beinhaltet die in der Literatur üblichen Parameter, die das Ende eines postoperativen Ileus beschreiben: erster Flatus, erster Stuhlgang, vollständiger Kostaubau...)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Operativer Eingriff mit Eröffnung der Abdominalhöhle, der Thoraxhöhle oder mit präparativer Darstellung der peripheren Gefäße
  • unterzeichnete Einverständniserklärung
  • Alter über 18 Jahre

Ausschlusskriterien

  • geplante oder ungeplante Reoperation innerhalb der ersten 24 Stunden
  • Alter unter 18 Jahren
  • fehlende Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Darmverschluss-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Der postoperative Ileus (POI), eine häufige Komplikation nach viszeralchirurgischen Eingriffen, stellt sich klinisch durch eine verzögerte Magen-Darm-Passage mit Erbrechen und Atemfunktionsstörungen bis hin zum Multiorganversagen dar. Frühere Studien konnten zeigen, dass residente Makrophagen der Muscularis externa (ME) eine inflammatorische Kaskade initiieren, die sich via spezifischer Th1-Lymphozyten über den gesamten Gastrointestinaltrakt ausbreitet und in einer Entzündung der Darmwand mit Motilitätsstörung resultiert. Bis heute ist eine Vorhersage, ob und in welchem Ausmaß ein Patient im postoperativen Verlauf einen POI entwickeln wird, nicht möglich. Ebenso fehlen, mit Ausnahme des zeit- und personalaufwendigen Fast Track - Programms, evidenzbasierte Maßnahmen zur Prophylaxe oder Therapie der Motilitätsstörung. Ziel dieser Studie ist die Evaluierung eines Biomarkers im Rahmen einer klinischen Studie, um in Zukunft eine Aussage über Inzidenz und Schweregrad einer postoperativen Motilitätsstörung machen zu können.

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