Beschreibung der Studie

Die Heparin-induzierte Thrombozytopenie vom Typ II (HIT) ist eine der häufigsten und schwersten immunologischen Komplikation einer medikamentösen Behandlung. 30 – 70 % der Patienten erleiden lebensbedrohliche Komplikationen, wenn die Diagnose nicht umgehend gestellt und eine Umstellung auf eine alternative Behandlung erfolgt. Die Diagnostik der HIT bereitet nach wie vor große Probleme. Sie wird überwiegend im ersten Schritt über den Nachweis von Antikörpern gestellt. Das Hauptproblem dieser Diagnostik liegt darin, dass zwar fast alle Erkrankten erkannt werden, aber gleichzeitig zu viele Gesunde positiv getestet werden. Deshalb müssen positive Antikörperbefunde mit Hilfe von speziellen Bestätigungstesten weiter abgeklärt werden. Auch mit dieser erweiterten Diagnostik bleiben immer wieder Unsicherheiten. Ziel der Studie ist es, mit anderen Laborwerten Hinweise zu finden, ob eine Bedrohung durch eine HIT ausgeschlossen werden kann.

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Studiendetails

Studienziel Ermittlung des cutoff-Wertes für lösliches Fibrin als negativ prädiktiver Wert von > 95 %zum Ausschluss einer Heparin-induzierten Thrombozytopenie vom Typ II
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 500
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Klinische Chemie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alle Patienten, für die eine Abklärung der Heparin-induzierten Thrombozytopenie in der Abteilung Klinische Chemie angefordert wird.

Ausschlusskriterien

  • Anforderungen von externen Einsendern
  • Nachforderungen oder unvollständige Einsendungen, die eine zusätzliche Blutentnahme erfordern

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Blutungsneigung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Die Heparin-induzierte Thrombozytopenie vom Typ II (HIT) ist eine der häufigsten und schwersten immunologischen Komplikation einer medikamentösen Behandlung. 30 – 70 % der Patienten erleiden lebensbedrohliche thromboembolische Komplikationen, wenn die Diagnose nicht umgehend gestellt und eine Umstellung auf eine alternative Behandlung erfolgt. Die Diagnostik der HIT bereitet nach wie vor große Probleme. Sie wird überwiegend im ersten Schritt über den immunologischen Nachweis von Antikörpern gegen den Komplex aus Plättchen Faktor 4 (PF4) und Heparin durchgeführt. Das Hauptproblem dieser Diagnostik liegt in einer geringen Spezifität (zu viele falsch positive Befunde) bei guter Sensitivität (es werden fast alle Erkrankten erkannt). Aufgrund der schlechten Spezifität müssen positive Antikörperbefunde mit Hilfe von speziellen Bestätigungstesten weiter abgeklärt werden. Auch mit dieser erweiterten Diagnostik bleiben immer wieder Unsicherheiten. Aufgrund der Pathophysiologie der HIT ist zu erwarten, dass über Surrogatmarker wie z.B. dem löslichem Fibrin, die D-Dimere, den Prothrombinfragmenten und anderen die Aktivierung von Thrombozyten nachweisbar ist und somit Rückschlüsse auf das Vorliegen einer HIT gezogen werden können. Diese Marker könnten möglicherweise gleichzeitig einen Hinweis auf den Schweregrad und somit auch auf die Bedrohlichkeit der immunologischen Reaktion geben. Ziel der Studie ist es daher, mit Surrogatmarkern, die auch notfallmäßig schnell messbar sind, dem Kliniker eine Hilfestellung zu geben, ob eine Bedrohung durch eine HIT ausgeschlossen werden kann (negativ prädiktiver Wert der Surrogatmarker).

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