Beschreibung der Studie

Wesentlicher Bestandteil der Narkose-Behandlung eines Kindes ist das Einbringen eines Beatmungsschlauch in die Lunge. Dieser wird üblicherweise unter direkter Sicht eingebracht, wobei mit Hilfe eines Spatels die Zunge angehoben wird. Für die Fälle einer schwierigen oder unmöglichen direkten Sicht gibt es mehrere technische Hilfsmittel. Dazu gehört eines, bei dem eine Kamera an der Spitze des Spatel angebracht ist, dieses Hilfsmittel heißt Video-Laryngoskop. Andere Möglichkeiten sind sogenannte endoskopische Optiken – das sind Schläuche, durch die man mit einer Kamera gucken kann – und welche zu diesem Zweck weit verbreitet verwendet werden. Die sogenannte Bonfils-Optik ist eine starre, vorgeformte Art dieser Optiken. Wir haben viel Erfahrung mit dieser Optik und sind der Meinung, dass sie ein sehr wertvolles Instrument beim kindlichen Atemweg darstellt. In dieser Untersuchung wollen wir dieses wissenschaftlich einwandfrei beweisen. Im ersten Studienteil untersuchen wir gesunde Kinder mit normalem Atemweg. Wir stellen den Kehlkopf des Kind zunächste mit der üblichen Methode mit Hilfe eines Spatel dar. Danach Vergleichen wir diese Darstellung entweder noch mit einem Spatel, der eine integrierte Optik hat, oder mit der Bonfils Optik darstellen. Wir vergleichen dann die Qualität und den Zeitablauf der Intubation. Im zweiten Studienteil untersuchen wir Kinder mit schwierigem Atemweg, die uneingeschränkt mit einer Maske beatmet werden können, aber intubiert werden müssen. Wir untersuchen hierbei wieder die Qualität und den Zeitablauf der Intubation, die wir zu gleichen Teilen entweder mit einer flexiblen Optik (Bronchoskop) oder der Bonfils-Optik durchführen. Der erste Studienteil wurde abgeschlossen, ausgewertet und zur Publikation eingereicht.

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Studiendetails

Studienziel Zeitablauf der Intubation, Anfassen Instrumente bis Ventilation mit CO2-Nachweis, gemessen mit einer Stopuhr während der Intubation
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 170
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Lehrstuhl für Anästhesiologie II Der Universität Witten/Herdecke

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erster Studienteil: Kinder unter 7 Jahren, die elektiv intubiert werden mussen
  • Zweiter Studienteil: Alle Patienten des Kinderkrankenhauses, die einen schwierigen Atemweg aufweisen und intubiert werden müssen

Ausschlusskriterien

  • erster Studienteil: ASA > II, beide: kardiopulmonale Einschränkung,
  • Keine Maskenbeatmung möglich

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Bei einer schwierigen Intubation stehen verschiedene technische Hilfsmittel zur Verfügung. Optische Systeme, die eine Sicht auf die Stimmritze (Glottis) ermöglichen, werden im Gegensatz zu „blinden“ Verfahren bevorzugt, weil sie eine geringere Gefahr von Verletzungen und eine größere Erfolgsrate ermöglichen. Als Goldstandard bei schwierigen Intubationen gelten flexible Glasfaser-Optiken, wie man sie auch zur flexiblen Bronchoskopie verwendet. Bei der Bonfils-Optik handelt es sich um ein rigides Rohr, in dem sich eine Fiberoptik befindet, und welches an der Spitze um 40° gekrümmt ist. Sie hat den großen Vorteil, dass Sie der Intubation unter direkter laryngoskopischer Sicht sehr ähnlich ist und somit nach deutlich geringerem Übungsbedarf gute Raten an erfolgreichen und atraumatischen Intubationen ermöglicht. Zusätzlich sind der zeitlich Aufwand der Vorbereitung und Nachbereitung der Optik sowie die Kosten deutlich geringer als bei der Verwendung eines flexiblen Bronchoskops. Aus den genannten Gründen halten wir die Bonfils-Optik für ein ideales Instrument zur Intubation beim schwierigen Atemweg von Kindern. Die einzige klinische Studie mit der Bonfils-Optik an Kindern verwendet eine nach unserer Erfahrung und der Erstbeschreibung durch den Entwickler falsche Technik und kommt aufgrund dieses Anwendungsfehlers zu dem Urteil, dass die Optik für Kinder ungeeignet sei. Dies widerspricht einer Vielzahl von Fallberichten und unserer langjährigen klinischen Erfahrung. Wir planen daher die vorliegende Anwendungsbeobachtung, um zu beweisen, dass die Bonfils-Optik ein hervorragendes Instrument für die schwierige Intubation bei Kindern und Säuglingen ist. Bei der von uns geplanten Untersuchung handelt es sich um eine offene, randomisierte, kontrollierte Studie zum Vergleich von etablierten Intubationshilfen mit diagnostischen und therapeutischen Aspekten. Im ersten Teil der Untersuchung vergleichen wir die Qualität der Intubation bei Kindern mit einem unkomplizierten Atemweg mittels der Bonfils-Optik und der bereits evaluierten Technik der Video-Laryngoskopie gegen die direkte Laryngoskopie. Im zweiten Teil der Untersuchung vergleichen wir die Qualität der Intubation bei Kindern mit einem schwierigen Atemweg mittels der Bonfils-Optik gegen die Intubation mit einer flexiblen Fiberoptik (Bronchoskop) bei erwartetem und unerwartetem schwierigen Atemweg. Wenn wir die erwarteten Ergebnisse dokumentieren können, legitimieren wir damit die Bonfils-Optik zur schwierigen Intubation bei Kindern. Wir sind davon überzeugt, dass auch in Krankenhäusern mit einem limitierten Spektrum an Equipment und Erfahrung, die Sicherheit bei der Versorgung von Kindern durch die Verwendung der Bonfils-Optik erhöht werden kann.

Quelle

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