Beschreibung der Studie

Unter CPAP (continous positive airway pressure) versteht man die Applikation eines Luftdruckes auf die oberen Atemwege durch eine Maske. Diese Art der nichtinvasiven Beatmung wurde in der Vergangenheit vermehrt während körperlicher Belastung bei COPD-Patienten eingesetzt. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob CPAP während körperlicher Belastung bei COPD-Patienten die Belastbarkeit verbessert und die Luftnot reduziert werden kann. Die Applikation von CPAP während des normalen Gehens in der Ebene oder aber während dem Treppensteigen wurde bis dato noch nicht untersucht. Eine erst kürzlich von unserer Arbeitsgruppe veröffentlichte Arbeit konnte jedoch zeigen, dass gerade das Treppensteigen mehr Luftnot verursacht und zu einer stärkeren dynamischen Überblähung führt, verglichen mit dem normalen Gehen in der Ebene. Sollte sich herausstellten, dass CPAP während des Treppensteigens die Luftnot reduziert und die Belastbarkeit verbessern kann, so könnte die Applikation von CPAP während des Treppensteigens eine neue Form der palliativen Unterstützung bei fortgeschrittener COPD darstellen.

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Studiendetails

Studienziel Absolute Differenz der Blutgasparameter (PaO2, PaCO2, pH) während des Treppensteigens, gemessen in der Blutgasanalyse vor und nach Belastung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Philips-Respironics Inc.

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Langzeitsauerstoffpflichtige COPD Grad III und IV nach GOLD

Ausschlusskriterien

  • Hyperkapnie, Akutexazerbation (>2 der folgenden Zeichen: radiologisches Infiltrat, laborchemische Entzündungszeichen, gefärbter Auswurf, Fieber)

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Chronisch obstruktive Lungenerkrankung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Unter CPAP (continous positive airway pressure) versteht man die Applikation eines positiven endexpiratorischen Druckes auf die oberen Atemwege. Diese Art der nichtinvasiven Beatmung wurde in der Vergangenheit vermehrt während körperlicher Belastung bei COPD-Patienten eingesetzt. Die Rationale hierbei liegt darin, dass man sich erhofft, mittels Applikation eines positiven endexpiratorischen Druckes den intrinsischen PEEP (verbleibende Luft in den Atemwegen durch den Bronchialkollaps in der Exspiration) zu reduzieren. CPAP während körperlicher Belastung bei COPD-Patienten wurde in der Vergangenheit hauptsächlich während submaximal ergometrischer Belastung eingesetzt. Hier konnte die Belastung verbessert und die Luftnot reduziert werden. Die Applikation von CPAP während des normalen Gehens in der Ebene oder aber während dem Treppensteigen wurde bis dato noch nicht untersucht. Eine erst kürzlich von unserer Arbeitsgruppe veröffentlichte Arbeit (siehe Hintergrund) konnte jedoch zeigen, dass gerade das Treppensteigen mehr Luftnot verursacht und zu einer stärkeren dynamischen Überblähung führt, verglichen mit dem normalen Gehen in der Ebene. Sollte sich herausstellten, dass CPAP während des Treppensteigens genauso wie bei submaximal ergometrischer Belastung die Luftnot reduziert und die Belastbarkeit verbessern kann, so könnte die Applikation von CPAP während des Treppensteigens eine neue Form der palliativen Unterstützung bei fortgeschrittener COPD darstellen. Ziel der Studie ist es zu untersuchen, ob die Applikation von CPAP während des Treppensteigens bei fortgeschrittenen, jedoch normokapnischen COPD-Patienten folgendes bewirkt: (I) Steigerung der Belastbarkeit (II) Reduzierung der Luftnot (III) Verbesserung der Blutgase Eingeschlossen werden langzeitsauerstoffpflichtige Patienten mit einer COPD im Stadium III und IV nach GOLD ohne bestehende respiratorische Globalinsuffizienz. Ablauf der Studie und Messungen: In einem randomisierten cross-over Design werden die Patienten aufgefordert zu zwei verschiedenen Zeitpunkten zwei Stockwerke (44 Stufen) im Treppenhaus der HNO-Klinik zu absolvieren, und zwar mit (I) alleiniger Sauerstoffgabe und (II) CPAP mit Sauerstoffgabe. Bei allen Belastungen wird sowohl der Sauerstofftank als auch das CPAP-Gerät in einem Rucksack transportiert.

Quelle

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