Beschreibung der Studie

Zur Beurteilung von Funktionsstörungen der Atmung ist es notwendig, eine Blutgasanalyse durchzuführen. Mittels dieser Blutgasanalyse kann der Sauerstoff- und Kohlendioxid-Partialdruck sowie der pH und der Bikarbonatgehalt im Blut bestimmt werden. Als Goldstandard –also beste Methode- zur Blutgewinnung für diese Messung erfolgt die Punktion einer Arterie. Am häufigsten wird hierzu die Arteria radialis ausgewählt, die sich an der Daumenseite des Handgelenks befindet. Die Blutentnahme kann aber auch aus dem Ohrläppchen erfolgen. Hierzu wird das Ohrläppchen mindestens 10 Minuten vor Entnahme mit einer die Durchblutung fördernden Salbe eingeschmiert. Nach Entfernung der Salbe erfolgen die Desinfektion der Haut und eine kleine Stichinzision. Das Blut kann nun in eine Glaskapillare aufgenommen werden. Die Ergebnisse der beiden beschriebenen Untersuchungen entsprechen sich für einige Parameter ausreichend gut. Da für die Patienten beide Arten der Untersuchungen invasiv und schmerzhaft sind, ist man auf der Suche nach einer nicht-invasiven –also keine Blutentnahme erfordernde- Methode, um die oben genannten Werte zu messen. Seit vielen Jahren gibt es eine Methode mit der transkutan -also durch die Haut- sowohl der Kohlendioxid- wie auch der Sauerstoff-Partialdruck gemessen werden kann. Hierzu wird eine Messsonde am besten unterhalb des Schlüsselbeins auf den Brustmuskel aufgeklebt und die Sonde erwärmt. Für den Kohlendioxid-Partialdruck scheint die Methode relativ verlässlich zu sein. Für den Sauerstoffpartialdruck sind die Ergebnisse bisher jedoch noch nicht zufriedenstellend, es erfolgen jedoch ständig neue technische Entwicklungen. In dieser Studie werden die durch die Haut gemessenen Sauerstoff- und Kohlendioxid- Partialdrücke mit denen in der Arterie und Ohrläppchen gemessenen Sauerstoff- und Kohlendioxid- Partialdrücken verglichen Hierfür wird die oben beschriebene Messsonde an der Haut angebracht und erwärmt. Wenn sich der der Wert stabilisiert hat, erfolgen die Entnahmen der oben genannten Blutproben in zufälliger Reihenfolge.

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Studiendetails

Studienziel Methodenvergleich von transkutanem PO2 (PtcO2) und von kapillärem PaO2 (Pkap/rO2) am rechten Ohr, jeweils mit dem Gold-Standard PaO2 (PartO2).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinik Freiburg, Abteilung Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die in der Abteilung Pneumologie in Behandlung sind und eine arterielle Blutgasanalyse erhalten sollen.

Ausschlusskriterien

  • Patienten < 18 Jahre
  • kardio-respiratorisch instabile Patienten
  • Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit
  • Patienten unter einer therapeutischen Antikoagulation (z.B. Marcumar)
  • Patientin mit einer Gerinnungsstörung (Quick <50%, Thrombozyten <50000/µl, PTT >50 sec.)
  • Durchblutungsstörungen der Hand

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Für die Einschätzung der respiratorischen Funktion eines Patienten ist die Überwachung der Sauerstoffsättigung meist nicht ausreichend. Es fehlen wichtige Informationen wie der Kohlenstoffdioxid- und Sauerstoffpartialdruck sowie pH-Wert und Bikarbonat-Konzentration. Die Blutgasanalyse (BGA) stellt den Goldstandard für die Bestimmung dieser Werte da. Hierzu muss arterielles Blut entweder durch Punktion einer Arterie oder aus einem arteriellen Zugang entnommen werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Blutentnahme aus dem hyperämisierten und damit arterialisierten Ohrläppchen. Bei korrekter Durchführung hat sich eine sehr gute Übereinstimmung für den pH-Wert und den PCO2 gezeigt. Dies gilt jedoch nicht uneingeschränkt für den PO2, hier zeigte sich in bisherigen Untersuchungen zum Teil größere Abweichungen zwischen der arteriellen und kapillären Analyse. Ein Nachteil der BGA ist, dass keine kontinuierliche Überwachung der Blutgase stattfinden kann. Außerdem ist jede arterielle Punktion bzw. jedes Legen eines arteriellen Zugangs eine invasive, zeitaufwändige und kostenintensive Intervention, die für den Patienten schmerzhaft ist und das Risiko von Komplikationen wie z.B. Thrombosen, Luftembolien, Infektionen, Blutungen oder Fisteln mit sich bringt. Zur Durchführung wird geschultes Fachpersonal verlangt. Zumindest in Hinsicht auf den CO2- und O2-Partialdruck ist eine kontinuierliche, nichtinvasve Abschätzung der Blutgase mittels transkutaner Messung des PO2 (PtcO2) und PCO2 (PtcCO2) möglich. Die Messung erfolgt über eine modifizierte Severinghaus-Elektode. Es werden elektrochemisch die durch das Gewebe diffundierende Blutgase gemessen. Um die Haut für die Blutgase permeabler zu machen, wird sie im Bereich des Sensors auf 42 - 45°C erwärmt. Zur Validierung der transkutanen PCO2-Messung gibt es bereits einige Studien. Einige Studien konnten zeigen, dass eine gute Korrelation zwischen den arteriellen und transkutanen Werten findet. Zur Evaluation der transkutanen PO2-Messung gibt es jedoch bisher erst wenige Studien. Es wird kontrovers diskutiert, ob die nicht-invasive, transkutane O2- Messung verlässliche Werte zum Monitoring der respiratorischen Insuffizienz liefert oder nicht. In der vorliegenden Studie soll deshalb die transkutane PO2-Messung untersucht werden, um zum einen die Korrelation, vor allem jedoch ein Methodenvergleich nach Bland und Altmann zwischen den arteriell, kapillären und transkutan gemessenen Werten durchzuführen, um den klinischen Einsatz der nicht-invasiven Messung zu evaluieren. Zudem sollen als Nebenergebnisse der Studie auch der transkutan gemessene CO2 (PtcCO2) mit dem arteriellen CO2 (PartCO2) vergleichend untersucht werden. Darüber hinaus erfolgen Analysen zwischen arterieller BGA und kapillären BGAs aus beiden Ohrläppchen. Zudem soll der Patient auf einer 100mm-visuellen Analogskala die subjektive Verträglichkeit anhand einer Schmerzhaftigkeit der verschiedenen Prozeduren beurteilen. Insgesamt soll also eine Aussage über die Genauigkeit der transkutanen Messung gemacht werden und eine Evaluation der verschiedenen Methoden zur Messung der Blutgase durchgeführt werden. Das primäre Ziel der vorliegenden Arbeit ist der Methodenvergleich der transkutanen Messung des Sauerstoffpartialdrucks (PtcO2) und der kapillären Messung des Sauerstoffpartialdrucks aus dem (rechten) Ohrläppchen (Pkap/rO2) mit dem Goldstandard, dem arteriellen Partialdruck des Sauerstoffs (PartO2). Als sekundäre Fragestellungen sollen ein Methodenvergleich der transkutanen (PtcO2) und der kapillären Blutgasanalyse aus dem (rechten) Ohrläppchen (Pkap/rO2) sowie ein Vergleich der kapillären Blutgase aus dem rechten (Pkap/rO2) und dem linken Ohrläppchen (Pkap/lO2) durchgeführt werden. Der Studienablauf ist wie folgt: Nach Anlage der transkutanen Sonde erfolgt die Applikation einer hyperämisierenden Salbe auf beide Ohrläppchen des Patienten. Nach einer Stabilisierungsphase der transkutanen Messwerte von 20 Minuten erfolgen die arterielle (BGAart) und kapilläre BGAs des rechten (BGAkap/r) sowie des linken Ohrläppchens (BGAkap/l) und das Ablesen der transkutanen Messwerte (PtcO2 und PtcCO2) und Pulsoxymetrie (SpO2) in randomisierter Reihenfolge. Für die BGAart erfolgt der Zugang über die A. radialis.

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