Beschreibung der Studie

Spätfolgenstudien haben gezeigt, dass von ihrer Krebserkrankung geheilte Personen („Survivors“) gefährdet sind, auch längere Zeit nach überstandener Krebserkrankung an posttraumatischen Stresssymptomen und Ängsten zu leiden. Ziel des Projekts „Onko-STEP“ ist die Entwicklung und Evaluation einer internetbasierte psychologischen Intervention für pädiatrische Survivors im Jugend- und Erwachsenenalter mit klinisch relevanten Angst- und Stresssymptomen. Das Interventionsprogramm besteht aus zwei Modulen, wobei eines der Aufarbeitung belastender Erfahrungen rund um die Krebserkrankung („Blick zurück“) dient und das andere Modul auf die Bewältigung von krankheitsbezogenen Ängsten („Blick nach vorn“) ausgerichtet ist. Wissenschaftliche Hauptziele sind die Überprüfung von Machbarkeit und Akzeptanz sowie eine erste Wirksamkeitsprüfung im Hinblick auf eine Reduktion posttraumatischer Belastungssymptome, allgemeiner Angstsymptome und der Progredienzangst. Zielgruppe für die zu entwickelnde Intervention sind (ehemalige) Krebspatienten im Jugend- und Erwachsenenalter (aktuell ≥15 Jahre; <19 bei Diagnose), welche die akute Behandlungsphase ihrer Krebserkrankung bereits abgeschlossen haben (min. vor 6 Monaten) und die unter klinisch relevanten Angst- und Stresssymptomen leiden. Die Therapie erfolgt im internetbasierten schriftlichen Kontakt mit trainierten Therapeuten auf der Basis eines strukturierten Therapiemanuals innerhalb von sechs Wochen.

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Studiendetails

Studienziel Primäres Ziel des Pilotprojekts ist die Überprüfung der Durchführbarkeit und Akzeptanz sowie eine erste prä/post Evaluation im Hinblick auf eine Reduktion posttraumatischer Stress- und Angstsymptome. Primäre Zielvariablen und Messverfahren (Fragebögen): - Reduktion der Posttraumatischen Belastungssymptomatik. Erfasst über den Symmenscore der Posttraumatic Stress Diagnostic Scale (PDS) bzw der PTBS-Symptomskala für Kinder (K-PSS) - Reduktion der ängstlichen Symptomatik, erfasst über den Summenscore der Angstskala der Hospital Anxiety and Depression Scale – Deutsche Version (HADS) - Reduktion der Progredienz- bzw. Rezidivangst, erfasst über eine modifizierte Form des Progredienzangstfragebogen(PA-F) Es sind jeweils zwei Messzeitpunkte geplant: Zu Beginn der Intervention sowie nach Abschluss der Intervention (ca. 6 Wochen).
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Krebshilfe e.V.
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter zum Zeitpunkt der Erstmanifestation der Krebserkrankung ≤18 Jahre
  • aktuell stabile Remission der malignen Erkrankung (rezidivfreies und/oder sekundärmalignomfreies Intervall von mindestens sechs Monaten zwischen dem Zeitpunkt der Interventionsteilnahme und dem Abschluss der letzten vorangegangenen onkologischen Therapie (Chemotherapie, Strahlentherapie und/oder Operation)
  • klinisch relevante psychische Belastung mit Angst- und/oder Stresssymptomen
  • Ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache
  • Zugang zu Internet
  • Keine akute Suizidalität oder Psychose
  • Keine konkurrierende psychotherapeutische Behandlung
  • Keine oder unveränderte psychopharmakotherapeutische Behandlung
  • Schriftliches Einverständnis nach ausführlicher schriftlicher Information über die Studie (informed consent)

Ausschlusskriterien

  • Alter <15; akute Behandlungsphase liegt weniger als 6 Monate zurück, Suizidale Absichten oder psychotische Symptome

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Spätfolgenstudien haben gezeigt, dass von ihrer Krebserkrankung geheilte Personen („Survivors“) gefährdet sind, auch nach Jahren rezidivfreien Überlebens an posttraumatischen Stresssymptomen und Ängsten zu leiden. In dem Projekt „Onko-STEP“ wird daher zunächst in Form eines Pilotprojekts eine internetbasierte psychologische Intervention für pädiatrische Survivors im Jugend- und Erwachsenenalter mit klinisch relevanten Angst- und Stresssymptomen entwickelt sowie einer sorgfältigen Evaluation unterzogen. Das Interventionsprogramm besteht aus zwei Modulen, wobei eines der Aufarbeitung krebsassoziierter traumatischer Erfahrungen („Blick zurück“) dient und das andere Modul auf die Bewältigung von krankheitsbezogenen Ängsten („Blick nach vorn“) ausgerichtet ist. Das Modul „Blick zurück“ basiert auf der „Interapy“ (Lange et al., 2003) und der Integrative Testimonial Therapie (ITT) (Knaevelsrud, Böttche, & Kuwert, 2009) für Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung. Das Modul „Blick nach vorn“ stellt eine internetbasierte Adaptation der Progredienzangsttherapie („PaThe“) für Krebspatienten mit Rezidivangst, welche sich in der Phase der Remission befinden (Herschbach & Berg, 2009; Herschbach et al., 2009) dar. Hauptziel die Überprüfung von Machbarkeit und Akzeptanz sowie eine erste Wirksamkeitsprüfung im Hinblick auf eine Reduktion posttraumatischer Belastungssymptome, allgemeiner Angstsymptome und der Rezidivangst. Zielgruppe für die zu entwickelnde Intervention sind (ehemalige) Krebspatienten im Jugend- und Erwachsenenalter (≥15 Jahre), welche sich in stabiler Remission ihrer Krebserkrankung befinden und die unter klinisch relevanten Angst- und Stresssymptomen leiden. Die Rekrutierung der Studienteilnehmer erfolgt mittels Psychoedukation und Symptomscreening über onkologische Nachsorgesprechstunden und Nachsorgekliniken. Die Therapie erfolgt im internetbasierten schriftlichen Kontakt mit trainierten Therapeuten auf der Basis eines strukturierten Therapiemanuals innerhalb von sechs Wochen. Während des 15-monatigen Pilotprojekts, soll das Interventionsvorhaben zunächst entwickelt, ausgearbeitet und manualisiert werden. Ferner erfolgt ein Therapeutentraining. In einem zweiten Schritt schließt sich eine sorgfältige Evaluation der Intervention durch Befragung der Teilnehmer an. Zielgröße für diese Evaluationsphase sind ein Minimum von n=20 Survivors, welche die Intervention vollständig abgeschlossen haben.

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