Beschreibung der Studie

Die nicht-invasive Beatmung ist seit Jahren in der Medizin zur Behandlung der Atempumpinsuffizienz und der daraus resultierenden respiratorischen Insuffizienz etabliert. Es konnte gezeigt werden, dass sie neben einer Verbesserung der Blutgase und der Lungenfunktion auch zu einer Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität führt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beatmungsgeräte einzustellen. Grundsätzlich werden zwei verschiedene Beatmungs-Arten unterschieden: die volumengesteuerte und die druckgesteuerte Beatmung. Bei der druckgesteuerten Beatmung, welche die in die Studie eingeschlossenen Patienten aktuell durchführen, bekommt der Patient bei jedem Atemzug einen voreingestellten Druck während der Einatmung durch das Beatmungsgerät geliefert. Die Menge der Einatmungsluft, Atemzugvolumen genannt, kann sich dabei von Atemzug zu Atemzug unterscheiden. Bei der volumengesteuerten Beatmung wird dem Patient hingegen bei jedem Atemzug ein fest vorgegebenes Volumen appliziert, die Drücke können dabei variieren. In bisherigen Studien zeigte sich unter beiden Beatmungseinstellungen eine gleichwertige Beatmungs- und Schlafqualität. Patienten empfanden die druckgesteuerte Beatmung als etwas angenehmer, da weniger gastrointestinale Nebenwirkungen auftraten. Seit einigen Jahren findet ein sogenannter Hybridmodus, welcher die druck- und die volumengesteuerte Beatmung kombiniert Einzug in den klinischen Alltag. Man spricht dann von einer Beatmung mit einem Zielvolumen. Sollte das Atemzugvolumen geringer sein als das voreingestellte Zielvolumen, so kann das Gerät den Beatmungsdruck in einem vorgegebenen Rahmen erhöhen, um das gewünschte Zielvolumen zu erreichen, oder auch den Druck erniedrigen, wenn das Zielvolumen überschritten wurde. Erste Studienergebnissen haben eine gute Verträglichkeit dieses neuen Beatmungsmodus gezeigt und sogar von einer Verbesserung der Beatmungsqualität berichtet. Dennoch gilt es zu klären, wie genau sich Beatmungsvolumina, Beatmungsdrücke und Atemfrequenzen unter dem neuen Beatmungsmodus im Vergleich zur Ruheatmung und zur Beatmung mit dem eigenen Beatmungsgerät verhalten. In der vorliegenden Studie wird zur Messung dieser Parameter ein sogenannter Pneumotachograph verwendet. Die pneumotachographischen Messungen erfolgen unter folgenden Einstellungen für jeweils 10 Minuten: 1. während normaler Ruheatmung 2. während der Beatmung mit dem patienteneigenen Beatmungsgerät und unveränderten Beatmungseinstellungen 3. während der Beatmung mit einem neuen Beatmungsgerät (Stellar 150, Resmed) mit den ursprünglichen Einstellungen 4. während er Beatmung mit dem neuen Beatmungsgerät im Beatmungsmodus mit Zielvolumenvorgabe Potentielle Studienteilnehmer sind Patienten, die aufgrund ihrer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung seit mindestens zwei Monaten eine nicht-invasive Heimbeatmung durchführen und sich zur Beatmungskontrolle im Schlaflabor der Abteilung Pneumologie vorstellen oder die sich in stationärer Behandlung auf der Station Brehmer der Abteilung Pneumologie befinden. Ziel der Studie ist es herauszufinden, inwieweit sich das erzielte Atemminutenvolumen während der Beatmung mit den verschiedenen Einstellungen unterscheidet und inwieweit es von der Ruheatmung des Patienten abweicht.

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Studiendetails

Studienziel Atemminutenvolumen unter den verschiedenen Einstellungen gemessen mittels Pneumotachographen
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinik Freiburg, Abeilung Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit chronisch respiratorischer Insuffizienz und vorbestehende nichtinvasive Beatmung > 2 Monate
  • Stabile Krankheitsphase

Ausschlusskriterien

  • Akutexazerbation (>2 der folgenden Zeichen: radiologisches Infiltrat, laborchemische Entzündungszeichen, gefärbter Auswurf, Fieber)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die nicht-invasive Positiv-Druck Beatmung (non-invasive positive pressure ventilation = NPPV) wird zunehmend bei der Therapie der Atempumpinsuffizienz unterschiedlichster Ätiologien eingesetzt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Beatmungsgeräte einzustellen. Dabei werden grundsätzlich zwei verschiedene Beatmungs-Modi unterschieden, die die volumenkontrollierte Beatmung und die druckkontrollierte Beatmung. In bisherigen Studien zeigte sich unter beiden Beatmungseinstellungen eine gleichwertige Beatmungs- und Schlafqualität. Die Patienten empfanden die druckgesteuerte Beatmung als etwas angenehmer, da weniger gastrointestinale Nebenwirkungen auftraten. Seit wenigen Jahren gibt es einen neuen Kombinationsmodus, der während der druckgesteuerten Beatmung abschätzen kann, wie viel Atemzugvolumen der Patient bei jedem Atemzug erhält und auf Veränderungen reagiert. Dieser Modus heißt druckgesteuerte Beatmung mit Zielvolumen. Sollte das Atemzugvolumen unterhalb des voreingestellten Zielvolumens liegen, so kann das Gerät den inspiratorischen Druck in einem vordefinierten Rahmen selbstständig erhöhen um das gewünschte Atemzugvolumen zu erreichen. Umgekehrt kann der inspiratorischen Druck auch erniedrigt werden, sollte das Atemzugvolumen über dem Zielvolumen liegen. Die vorliegende Studie wird am Tage mittels eines Pneumotachographen Beatmungsdrücke und Beatmungsvolumina unter verschiedenen Beatmungseinstellungen messen. Dabei werden jeweils 10 Minuten pneumotachographische Messungen unter den folgenden Einstellungen durchgeführt: 1. während normaler Ruheatmung 2. während der Beatmung mit dem eigenen Beatmungsgerät und unveränderten Beatmungseinstellungen 3. während der Beatmung mit einem neuen Beatmungsgerät (Stellar 150, Resmed) mit den ursprünglichen Einstellungen 4. während er Beatmung mit dem neuen Beatmungsgerät (Stellar 150, Resmed)im Beatmungsmodus mit Zielvolumenvorgabe Potentielle Studienteilnehmer sind Patienten, die aufgrund ihrer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung seit mindestens zwei Monaten eine nicht-invasive Heimbeatmung durchführen und sich zur Beatmungskontrolle im Schlaflabor der Abteilung Pneumologie vorstellen oder die sich in stationärer Behandlung auf der Station Bremer der Abteilung Pneumologie befinden. Ziel der Studie ist es herauszufinden, inwieweit sich das erzielte Atemminutenvolumen während der Beatmung mit den verschiedenen Einstellungen unterscheidet und inwieweit es von der Ruheatmung des Patienten abweicht.

Quelle

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