Beschreibung der Studie

Es werden verschieden Operationszugänge bei der Implantation von Knieendoprothesen benutzt. Seit einigen Jahren kommen auch minimale invasive Zugänge zur Anwendung. Es gibt wenig verfügbare Evidenz über die Vorteile der MIS-Zugänge über Standard Zugänge im Bezug auf schnellere Rehabilitationszeiten.Nach einer solchen Operation möchten viele Patienten wissen, wann sie wieder Autofahren sollen. In dieser Studie sollen die Effekte von zwei Operationstechnicken (zugängen) auf motorische Parameter während der Ausführung einer schnellen Aufgabe in einem Autosimulator vergliechen werden.

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Studiendetails

Studienziel Reaktionszeit, Bewegungszeit, Bremsantwort-Zeit Repeated Measures Design: 1 Tag vor der Operation; 8 Tage danach; 4 Wochen danach; 8 Wochen danach; Alle Parametern werden in einem Autosimulator gemessen.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Faculdade de Motricidade Humana Universidade Técnica de Lisboa

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Operationsindikation zum rechten Kniegelenksoberflächenersatz.
  • Der Patient ist ein aktiver Autofahrer (fährt mindestens einmal wöchentlich)
  • Einwilligung zur Teilnahme an der Studie

Ausschlusskriterien

  • Body Mass Index (BMI)>40Kg/m2
  • Deformität >20° (Varus-, Valgusachse, Streckhemmung)
  • Range of Motion (ROM) <75° Extension/Flexion
  • Nebendiagnosen wie rheumatoide Arthritis; neurologische Erkrankungen wie M. Parkinson; Kortisonmedikation und Medikation, welche bekanntlich die RT verlängert; Diabetes, Osteoporose und Vor-Operationen am rechten zu ersetzenden Kniegelenk (eine diagnostische Arthroskopie oder therapeutische Arthroskopie mit ausschließlich Meniskusrefixation oder Knorpelglättung, sowie offene Meniskusoperationen und sonstige nicht knöcherne Vor-Operationen gelten nicht als Vor-Operation).
  • Infektion des prothetisch versorgten Gelenks im Rahmen der Nachuntersuchungen und Thrombosen im Rahmen des Nachuntersuchungszeitraumes führen zum nachträglichem Ausschluss, da es sich hierbei um abhängige Parameter der studienbedingten Interventionsvariation handelt.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Minimale invasive Verfahren für TKA kommen seit einigen Jahren als Alternative zu Standardverfahren zur Anwendung. In der Literatur wurden unterschiedliche Techniken beschrieben: mini-arthrotomy, mini-midvastus, medial squad-sparing und mini-subvastus. Befürworter der minimalinvasiven Techniken (Minimally Invasive Surgery, MIS) gehen der Annahme aus, dass durch eine geringere Gewebs- und Weichteilverletzung und geringere Verletzung des M. quadriceps femoris eine schnellere Rehabilitation mit besseren frühfunktionellen Ergebnissen, weniger Schmerzen und geringerer Verweildauer im Krankenhaus erzielt werden können. Kritiker befürchten bei einer verminderten intraoperativen Übersicht insbesondere Implantationsfehler in Bezug auf das Alignment. In der spärlich vorhandenen Literatur wurden bei dem Vergleich MIS vs. konventionelles Verfahren folgende primäre Zielgrößen benutzt: radiologische Ergebnisse, Funktion des M. quadriceps in Bezug auf Kraftparameter, subjektive Schmerzempfindung der Patienten, Beweglichkeit des operierten Knies. Außerdem wurden bei fast allen Studien Scores benutzt, wie z. B. Knee Society Score. Es gibt wenig verfügbare Evidenz über die Effekte der Operationstechnik oder des Operationszuganges auf bestimmte motorische Parameter der operierten Körperextremität während der Ausführung schneller funktioneller Aktivitäten. Vier Studien haben die Effekte von TKA auf einen sehr wichtigen Sicherheitsparameter beim Autofahren untersucht, die Brake Response Time (BRT). Alle Studien haben Autosimulatoren benutzt, um die Patienten beim Ausführen einer Notbremsung bevor und zu verschienen Zeitpunkten nach der Operation zu testen. In den Studien, bei denen die BRT Komponenten Reaction Time (RT) und Movement Time (MT) isoliert erfasst wurden, wurde festgestellt, dass nach TKA die BRT signifikant verlängert ist durch eine signifikante Verlängerung der MT. Die RT blieb in beiden Studien unverändert durch die Operation. Dies lässt ableiten, dass eine derartige Operation vorübergehende negative Effekte auf motorische Aspekte hat, die mit der Ausführung der Bewegung zu tun haben, und keinen Effekt auf zentrale Aspekte hat, die mit der Wahrnehmung, Entscheidungsfindung und Planung der schnellen Bewegungen zusammenhängen. In einer weiteren Studie von Kelly et al., bei der zwei übliche Standardzugänge für TKA verglichen wurden (median parapatellar vs. vastus-splitting approach) haben die Autoren berichtet, dass 9 (43%) von 21 Patienten in der vastus-splitting Gruppe abnormale EMG Ergebnisse 6 Monate nach der Operation aufwiesen, während alle Patienten in der median parapatellar Gruppe normale EMG Ergebnisse hatten. Die Autoren fanden keine signifikante Korrelationen zwischen der EMG Abweichungen und der Kniefunktion. Das EMG wurde jedoch nicht beim Ausführen einer funktionellen Aktivität abgeleitet. Ziel dieser Studie ist die motorische Performance zweier Patientenkollektive (konventioneller gegen minimalinvasiver Zugang) beim Ausführen einer Notbremsung in einem Autosimulator zu vergleichen. Bei dem einen Kollektiv wird über einen konventionellen parapatellar-medialen Zugang mit klassischer Exposition die Knieprothese eingesetzt, bei dem anderen über einen minimal invasiven Mini-Mid-Vastus Zugang implantiert. Für beide Gruppen werden dieselben Einschlusskriterien für minimal invasive Zugänge angenommen, die strenger sind als diejenige für das konventionelle Vorgehen.

Quelle

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