Beschreibung der Studie

Ein Großteil der onkologischen Patientinnen und Patienten wünscht sich von ihrer Ärztin / ihrem Arzt detaillierte Informationen über die eigene Erkrankung sowie eine stärkere Beteiligung an relevanten Behandlungsentscheidungen. Durch die stärkere Patientenbeteiligung können Entscheidungskonflikte und damit auch psychische Belastungen reduziert werden: Zahlreiche Studien belegen, dass Patientinnen und Patienten zufriedener mit der Behandlung sind und weniger Angst haben, wenn sie aktiv an Behandlungsentscheidungen beteiligt wurden. In dieser Studie wird ein Fortbildungsprogramm zur partizipativen Entscheidungsfindung für onkologisch tätige Ärzte sowie Entscheidungstafeln für das Konsultationsgespräch evaluiert. Trainiert werden Ärzte, die Patienten mit Darmkrebs oder primärem Brustkrebs behandeln. In der Evaluation soll dann anschließend geprüft werden, ob die Patienten der trainierten Ärzte geringere Entscheidungskonflikte erlebten, zufriedener mit den ihre Behandlung betreffenden Entscheidungen waren, und auch weniger Ängstlichkeit und Depressivität erlebten.

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Studiendetails

Studienziel 1) Entscheidungskonflikte (Decisional Conflict Scale; O'Connor et al., 2005) 2) Entscheidungszufriedenheit (Satisfaction with Decision Scale SWD; Holmes-Rovner, 1996) Beide primären Endpunkte sind durch psychometrische Skalen operationalisierte Konstrukte und werden direkt nach der ärztlichen Konsultation mithilfe eines Patientenfragebogens erfasst. Es wird erwartet, dass der Entscheidungskonflikt geringer und die Entscheidungszufriedenheit in der Interventionsgruppe höher sind.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 400
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Deutsche Krebshilfe e.V.
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit der Diagnose primärer Brustkrebs oder Darmkrebs, die vor einer medizinischen Entscheidung stehen
  • Unterzeichnete Einverständniserklärung nach Studienaufklärung

Ausschlusskriterien

  • Patienten, bei denen die gewählten Entscheidungssituationen aus medizinischen Gründen nicht in Frage kommen
  • Zweit-Tumore
  • Fernmetastasen
  • medizinische Kontraindikationen
  • Unzureichende deutsche Sprachkenntnisse

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ziel der Studie: Im Rahmen der beantragten Studie soll untersucht werden, in welchem Ausmaß durch spezifische PEF-Trainingsmaßnahmen für Ärzte und durch den Einsatz von Entscheidungstafeln eine Verbesserung in der Arzt-Patienten-Kommunikation erreicht werden kann. Es wird angenommen, dass sowohl die Entscheidungskonflikte der Patienten verringert und die Zufriedenheit mit der Entscheidungsfindung erhöht, als auch die psychischen Belastungen betroffener Patienten reduziert werden können. Darüber hinaus wird angenommen, dass die ärztliche Gesprächskompetenz, eine Partizipative Entscheidungsfindung zu ermöglichen, durch die Fortbildung gesteigert wird. Design und Methodik: In der auf drei Jahre projektierten Studie mit einem Cluster-randomisierten Kontrollgruppen-Design werden 50 onkologisch tätige Ärzte (je 25 in der Interventions- bzw. Kontrollgruppe) und 400 Patienten mit Brust- oder Darmkrebs in den Regionen Freiburg und Heidelberg einbezogen. Die Intervention besteht aus einem erprobten und für die Onkologie adaptierten PEF-Training für die teilnehmenden Ärzte und der Bereitstellung evidenzbasierter Entscheidungstafeln zur Nutzung während des entscheidungsrelevanten Arzt-Patienten-Gespräches. Zur Prüfung, wie sich das ärztliche Kommunikationsverhalten ändert, werden die Arzt-Patienten-Gespräche aufgenommen und mit einem validierten Fremdbeobachtungsverfahren evaluiert. Die Analyse der primären (Entscheidungskonflikte und –zufriedenheit) sowie der sekundären Zielparameter (psychische Belastungen, Arzt-Patienten-Beziehung) erfolgt durch validierte psychometrischer Messverfahren bei Patienten und Ärzten nach der Konsultation sowie im Follow-up drei Monate nach der Konsultation.

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