Beschreibung der Studie

Einige Hormone können über die Nase verabreicht werden (intranasale Gabe) und dann Wirkungen im Gehirn auslösen. Dies wurde hier für das Hormon Insulin in einer kontrollierten Studie untersucht. Der Versuch umfasste zwei Versuchstermine. An Tag 1 erhielten die Probanden einen Geruchsreiz und entweder eine mehrfache Gabe von intranasalem Insulin (Experimentalgruppe) oder eine intranasale Gabe eines Leerpräparats (Placebo) (Kontrollgruppe). An Tag 2 wurde allen Probanden der Geruchsreiz und mehrfach Placebo verabreicht. Ziel war es, zu untersuchen, ob intranasal verabreichtes Insulin bei gesunden Männern u. a. zu einer Abnahme der Nahrungsaufnahme führt und Effekte auf den Blutzucker und einzelne Hormone sowie auf das Gedächtnis hat. Weiterhin wurde geprüft, inwieweit die unter Insulin erzeugten Effekte gelernt werden können (Pawlowsche Konditionierung). Konditionierung bedeutet hier, dass die unter intranasalem Insulin erzeugten Effekte auch unter Placebobedingungen bestehen bleiben, wenn der Geruchsreiz, der die Insulingabe bisher (Tag 1) ankündigte, nun (Tag 2) der Placebogabe vorangeht. Die wichtigsten Ergebnisse werden nach Veröffentlichung der Studie auch hier berichtet .

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Studiendetails

Studienziel Essverhalten (Kalorienaufnahme) als Reduktion der Kalorienaufnahme in einer standardisierten Testmahlzeit am Versuchsende in der Experimental- im Vergleich zur Kontrollgruppe; Blutzucker und peripheres Insulin unter Euglykämie: Relativ zur Basleine kumulierte Veränderung der Blutzuckerwerte (über 11 Messzeitpunkte) und Insulinwerte (über 6 Messzeitpunkte) in der Experimental- im Vergleich zur Kontrollgruppe
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 1
Zahl teilnehmender Patienten 32
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesunde männliche Studierende

Ausschlusskriterien

  • Diabetes (auch Verwandte ersten Grades); Allergien; akuter und/oder chronischer Schnupfen; Erkrankungen und anatomische Deviationen der Nase; Chronische Erkrankungen: kardiovaskuläre Erkrankungen, endokrinologische Erkrankungen, neurologische Erkrankungen - insbesondere Krampfleiden, chronische Erkrankungen der Leber, der Nieren, sonstige chronische Erkrankungen; Einnahme von Glukokortikoiden; Einnahme von Psychopharmaka; Sucht (Medikamentenabusus, Alkoholismus); Rauchen; Leistungssport

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Insulinrezeptoren sind auch im zentralen Nervensystem (ZNS) vorhanden, und zwar mit besonders hoher Dichte im Riechkolben, im Hypothalamus, im Hippocampus, und über den cerebralen Cortex verteilt. Durch eine intranasale Verabreichung kann Insulin in das zentrale Nervensystem (ZNS) u. a. an diese Rezeptoren gelangen. Dabei bleibt der Blutzucker bei intranasaler Gabe im Bereich der Euglykämie. Der Versuch umfasste zwei Versuchstermine. An Tag 1 erhielten die Probanden einen Geruchsreiz und entweder eine mehrfache Gabe von intranasalem Insulin (Experimentalgruppe) oder von intranasal verabreichtem Placebo (Kontrollgruppe). An Tag 2 wurde allen Probanden der Geruchsreiz und mehrfach Placebo verabreicht. In der vorliegenden Studie wurde u. a. geprüft, ob intranasales Insulin bei gesunden, normalgewichtigen männlichen Probanden 1. die Nahrungsaufnahme reduziert und Effekte auf die Interozeption von Hunger hat, 2. innerhalb des euglykämischen Rahmens systematische Effekte auf Blutzucker und peripheren Insulin- Leptin-, Cortisol-, Adrenalin- und Noradrenalinspiegel hervorruft, 3. Gedächtniseffekte entstehen und 4. die im ZNS induzierten Veränderungen zentralen Insulins nach den Mechanismen der Pavlovschen Konditionierung gelernt werden können. Konditionierung bedeutet hier, dass die unter intranasalem Insulin erzeugten Effekte auch unter Placebobedingungen bestehen bleiben, wenn ein Reiz, der die Insulingabe bisher ankündigte, nun der Placebogabe vorangeht. Die Ergebnisse werden nach der Veröffentlichung der Studie berichtet.

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