Beschreibung der Studie

Trotz zunehmender Hinweise, dass Schlaf Gedächtnisbildung fördert, ist bisher ungeklärt, ob sich Gedächtnisbildung bei Jugendlichen durch Abschirmung von Sinnesreizen oder Schlaf nach einer Lernphase beeinflussen lässt. Im vorliegenden Forschungsprojekt soll die Hypothese getestet werden, dass Schlaf nach einer Lernphase zu einer signifikant besseren Gedächtnisbildung führt als Wachphasen mit niedrigem oder hohem Reizeinfluss (Interferenz). Sechsundsiebzig gesunde Jugendliche (Alter 16 J., 38 weiblich) werden dazu im Schlaflabor untersucht mit polysomnographischer Ableitung zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr. Alle Teilnehmenden werden einer Schlafbedingung zugeordnet, die Hälfte von ihnen darüber hinaus einer aktiven Wachbedingung (Film), die andere Hälfte einer ruhigen Wachbedingung (maximal reduzierte Sinnesreize). Die Schlaf- und Wachbedingungen werden in einem einwöchigen Abstand in der Reihenfolge zufällig zugeteilt. Vor und nach den Schlaf- bzw. Wachbedingungen werden etablierte Tasks zu Gedächtnisbildung (prozedurales Spiegelzeichnen, perzeptuelles Mustererkennen, deklaratives Wortpaarlernen) und eine standardisierte neuropsychologische Testbatterie durchgeführt. Die Studie zielt darauf ab, zu neuen Erkenntnissen zum Einfluss von Schlaf auf Gedächt-niskonsolidierung bei Jugendlichen beizutragen, die in neue Lernstrategien umgesetzt werden könnten.

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Studiendetails

Studienziel Prozentuale Verbesserung in der Mirror-Tracing Zeit, Prozentuale Wiederabrufleistung im Wortpaar Assoziations Task, Reduktion in ms der Stimulus Onset Asynchrony (SOA) im Texture Discrimination Task (TDT) von der Test zur Retest Bedingung.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 76
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter: 16 Jahre
  • Geschlecht: weiblich
  • später Pubertätsstatus (“Self-rating scale for pubertal development” nach Carskadon: Score≥ 7)
  • Rechtshänder
  • Gymnasium
  • regelmäßiger Schlafrhythmus (ca. 8h pro Nacht)
  • normales Körpergewicht
  • normale bzw. adäquat korrigierte Sehfähigkeit
  • Mädchen: sollten in der Follikulärphase des Zyklus sein (Tag 5-15), oder falls orale Verhütung in den ersten 3 Wochen der Pilleneinnahme (Menstruationskalender).

Ausschlusskriterien

  • Nicht in der Lage, Einverständniserklärung zu verstehen
  • ungenügende Deutschkenntnisse (Deutschnote < ausreichend)
  • Schlafwandeln
  • Aktuellen oder zurückliegenden seelischen Erkrankungen
  • Seelischen Erkrankungen bei Verwandten 1. Grades
  • Bekannte Epilepsie oder andere chronischen Erkrankungen
  • Regelmäßige Medikamenteneinnahme
  • Einnahme jeglicher Drogen (Urintest),
  • Regelmäßiger Alkoholkonsum
  • Exzessiver Koffeeinkonsum (>300 mg oder 3 Tassen täglich)
  • Schwangerschaft (Urintest)
  • Klaustrophobie
  • Raucher

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Trotz wachsender Evidenz, dass Schlaf neuronale Plastizität und Gedächtnisbildung fördert, ist bisher ungeklärt, ob sich Gedächtnisbildung bei Jugendlichen durch systematische Verminderung von sensorischem Input oder Schlaf nach einer Lernphase modulieren lässt. Im vorliegenden Forschungsprojekt soll die Hypothese getestet werden, dass Schlaf nach einer Lernphase zu einer signifikant besseren Gedächtnisbildung führt als Wachphasen mit niedrigem oder hohem sensorischen Input (Interferenz). Sechsundsiebzig gesunde Jugendliche (Alter 16 J., 38 weiblich) werden in einer randomisierten und kontrollierten Studie im Schlaflabor untersucht mit polysomnographischer Ableitung zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr. In einem kombinierten Parallelgruppen- und Mess-wiederholungs-Design werden alle Teilnehmenden einer Schlafbedingung zugeordnet, die Hälfte von ihnen darüber hinaus einer aktiven Wachbedingung (Film), die andere Hälfte einer ruhigen Wachbedingung (maximal reduzierter sensorischer Input). Die Schlaf- und Wachbedingungen werden in einem einwöchigen Abstand in der Reihenfolge randomisiert zugeteilt. Vor und nach den Schlaf- bzw. Wachbedingungen werden etablierte Tasks zu Gedächtnisbildung (prozedurales Spiegelzeichnen, perzeptuelles Mustererkennen, deklaratives Wortpaarlernen) und eine standardisierte neuropsychologische Testbatterie durchgeführt. Die Studie zielt darauf ab, zu neuen Erkenntnissen zum Einfluss von Schlaf auf Gedächt-niskonsolidierung bei Jugendlichen beizutragen, die in neue Lernstrategien umgesetzt werden könnten.

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