Beschreibung der Studie

Die Rebound-Tonometrie ist eine bei uns in der Klinik seit 2008 verwendete Methode der Augeninnendruckmessung. Die Methode ist besonders für die Untersuchung von Kindern, bei erschwerten Messsituationen und für die Selbsttonometrie von Interesse, da sie nicht mit einer Augentropfengabe verbunden ist, weniger Compliance erfordert und eine geringere Belastung für den Patienten darstellt als die Goldstandard-Methode nach Goldmann (Applanationstonometrie). Erstmalig ist nun ein Rebound-Tonometer für die Selbsttonometrie verfügbar. Ziel der Studie ist es in einem Kollektiv von Glaukompatienten und einer Kontrollgruppe, welche in der Augenklinik stationär behandelt werden müssen, die Praktikabilität der Selbst-Tonometrie mit dem neu eingeführten Rebound-Tonometer zu untersuchen. Zum Zwecke der Prüfung der Übereinstimmung von gemessenen Werten des Selbsttonometers werden ebenfalls Augeninnendruckmessungen mit den bereits vorliegenden Messgeräten durchgeführt. Um eventuelle Störfaktoren bei der Messung durch den Patienten zu detektieren, werden des weiteren eine Anamnese, eine Visusbestimmung, ein Vorder- und Hinterabschnittsbefund und eine Gesichtsfeldmessung durchgeführt, die aber sowieso Teil der stationären Aufnahme sind. Dies ist relevant, da Messungen zu bestimmten Zeiten nicht in einer Augenarztpraxis durchführgeführt werden können, welche hohen Informationscharakter haben (z.B. abendliche und frühmorgendliche Messungen). Desweiteren würde ein durchgehendes Selbstmonitoring zu einer erhöhten Informationsbeschaffung im Hinblick auf die Situatiion und Wirksamkeit einer Therapie beim Patienten führen. Weiterhin stellt sich die Frage, ob bisher stationär durchgeführte Tagestensioprofile durch ambulantes Selbstmonitoring ersetzt werden können, was auch aus ökonomischer Sicht sinnvoll wäre.

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Studiendetails

Studienziel EP: Messung des Augeninnendruckes (mmHg) zu einem einmaligen Zeitpunkt mittels zweier Reboundtonometer (iCare, iCare ONE), die Messung mittels iCare ONE wird sowohl durch den Arzt als auch durch den Patienten ausgeführt. Desweiteren wird die Augeninnendruckmessung mittels Goldmann-Applanationstonometer und Pascal-Tonometer gemessen. Hierbei wird die Übereinstimmung der einzelnen Meßverfahren mittels Korrelation und Bland-Altman-Plot überprüft. Die Praktikabilität des Gerätes wird anhand eines Fragebogens mit visueller Analogskala abgefragt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle Zentrum für Augenheilkunde Universität zu Köln

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Studiengruppe:
  • Patienten, welche an einer Glaukomerkrankung leiden
  • Einverständnis in die Studie und deren Ablauf
  • Kontrollgruppe:
  • Patienten, die nicht an einer Glaukomerkrankung leiden

Ausschlusskriterien

  • nicht-einwilligungsfähige Patienten
  • Patienten, die keine Einwilligung in die Studie geben

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Seit 2008 benutzen wir ein neues Gerät zur Augendruckmessung, das Rebound-Tonometer (RBT, iCare, Tiolat Oy, Helsinki, Finnland). Durch ein Magnetfeld wird ein kleines Druckköpfchen (Einmalartikel) beschleunigt und gegen die Hornhaut des Auges „geschleudert“, wo es zurückprallt. Durch dieses Abbremsen an der Hornhaut und durch das Zurückprallen kommt es zu einer Änderung der Impedanz im Magnetfeld, und aus dieser Änderung berechnet das Gerät den Augendruck. Je höher der Augeninnendruck, desto stärker prallt das Köpfchen zurück [1]. Der Messwert wird zusammen mit einem Validitätsfaktor angegeben. Das Messköpfchen ist sehr klein und leicht, daher ist die Berührung während des Druckmessens für den Probanden/ Patienten kaum spürbar. Es ist keine Betäubung der Hornhautoberfläche durch anästhesierende Tropfen nötig. Für das Reboundtonometer , als noch recht neues Gerät, wurde in mehreren Arbeiten eine sehr gute Korrelation zwischen den gemessenen Werten gezeigt, welche durch das Reboundtonometer und durch ein Goldmann-Applanationstonometer (Goldstandard) gemessen wurden. Dies gilt sowohl für gesunde Erwachsene [2], als auch für Glaukompatienten [3,4]. Weiterhin gilt die Reboundtonometrie als sichere Methode, welche auch bei Augeninnendruckmessungen bei Kindern gut angewendet werden kann. Eine weitere Studie hat einen hohen Grad an intraindividueller und interindividueller Reproduzierbarkeit gezeigt [5]. Im Vergleich mit der Goldstandard-Methode (Goldmann-Applanations-Tonometrie) scheint das Reboundtonometer leicht höhere Werte zu bestimmen [6-8]. Nun ist erstmalig ein Selbsttonometer verfügbar, welches sich diese Methodik zu eigen macht. Ziel unserer Untersuchung ist es, bei 75 Glaukompatienten, die in unserem Haus stationär behandelt werden, und bei 75 Patienten, welche ebenfalls in unserem Haus behandelt werden, jedoch nicht an einem Glaukom leiden, die Praktikabilität dieses Gerätes im Alltag zu testen. Hierbei wird ein besonderer Augenmerk auf die Bewertung des Gerätes durch die Patienten gelegt. Es scheint interessant inwieweit Glaukompatienten, welche häufig unter Visuseinschränkungen und Gesichtsfeldeinschränkungen leiden, mit der Handhabung des Gerätes zurecht kommen. Aus den Ergebnissen der Studie sollen nun erstmals auch Erfahrungen im Hinblick auf die Übereinstimmung der Messwerte, welche von Patienten und Ärzten ermittelt wurden, gesammelt werden. Literatur: 1: Kontiola AI. A new electromechanical method for measuring intraocular pressure. Doc Ophthalmol 1997; 93: 265-76. 2: Garcia-Resua C, Gonzalez-Meijome JM, Gilino J, et al. Accuracy of the new ICare rebound tonometer vs. other portable tonometers in healthy eyes. Optom Vis Sci 2006; 83: 102-7. 3: Martinez-de-la-Casa JM, Garcia-Feijoo J, Castillo A, et al. Reproducibility and clinical evaluation of rebound tonometry. Invest Ophthalmol Vis Sci 2005; 46: 4578-80. 4: Sahin A, Niyaz L, Yildirim N. Comparison of the rebound tonometer with the Goldmann applanation tonometer in glaucoma patients. Clin Exp Ophthalmol 2007; 35: 335-39. 5: Sahin A, Basmak H, Niyaz L, et al. Reproducibility and tolerability of the ICare rebound tonometer in school children. J Glaucoma 2007; 16: 185-8. 6: Fernandes P, Dias-Rey JA, Queiros A, et al. Comparison of the ICare rebound tonometer with the Goldmann tonometer in a normal population. Ophthalmic Physiol Opt 2005; 25: 436-40. 7: Martinez-de-la-Casa JM, Garcia-Feijoo J, Vico E, et al. Effect of corneal thickness on dynamic contour, rebound, and Goldmann tonometry. Ophthalmology 2006; 113: 2156-62. 8: Moreno-Montañes J, Garcia N, Fernandez-Hortelano A, et al. Rebound tonometer compared with Goldmann tonometer in normal and pathologic corneas. Cornea 2007; 26: 427-30.

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