Beschreibung der Studie

Die Cheyne-Stokes Atmung ist definiert als wechselne Phasen von Hyperventilation und Atemstillstand. Bei Patienten mit herzmuskelschäche ist sie mit einer Übersterblichkeit assoziiert. Da man davon ausgeht, dass sie bedingt ist durch erhöhte Drücke in den Lungengefäßen, ist das Ziel dieser Studie zu prüfen, ob eine medikamentöse Besserung der Drücke in den Lungengefäßen und/oder der Herzpumpleistung mit einer Besserung der Cheyne-Stokes Atmung einhergeht. Hierzu sollen 20 Patienten mit Herzmuskelschäche und mindestens mittelgradiger Cheyne-Stokes Atmung im Crossover-Design mittels nächlicher i.v. Gabe von Glyceroltrinitrat bzw. 0,9% NaCl Lösung behandelt werden. Ziel ist es zu schauen, ob in der zeitgleich durchgeführten Schlafüberwachung (Polysomnographie) unter Glyceroltrinitrat bzw. 0,9% NaCl Lösung eine Besserung der Anzahl an Atemaussetzern zu verzeichnen ist.

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Studiendetails

Studienziel Reduktion des Apnoe-Hyopnoe-Index um 50% im Vergleich zur Nativnacht, gemessen mittels Polysomnographie.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Studienphase 2 bis 3
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Chronische Herzinsuffizienz für mindestens 8 Wochen seit Diagnosestellung
  • NYHA-Klasse II-III bei Einschluss
  • Echokardiographisch nachgewiesene linksventrikuläre Pumpfunktion <= 45%
  • Cheyne-Stokes-Atmung mit einem Apnoe-Hyponpoe-Index >=15/h

Ausschlusskriterien

  • Hypotonie (RR<90/60mmHg)
  • Bestehende Nitrattherapie
  • Kardiale Resynchronisationstherapie oder Schrittmacher-Implantation in den letzten 6 Monaten
  • Signifikante COPD mit einer expiratorischen Einsekundenkapazität gemessen an der Vitalkapazität (FEV1/VC) <70%
  • Respiratorische Insuffizienz, die eine Langzeit-O2-Therapie notwendig macht
  • Hyperkapnie am Tage in Ruhe (pCO2 > 45 mmHg)
  • Bestehende Ventilationstherapie
  • Operation aus kardialen Gründen, perkutane koronare Intervention (PCI)
  • Myokardinfarkt (MI)
  • Instabile Angina pectoris, transitorische ischämische Attacke (TIA) oder Schlaganfall in den letzten 12 Wochen vor Randomisierung
  • Niereninsuffizienz > Stadium III
  • Unbehandeltes oder therapierefraktäres Restless Legs-Syndrom
  • Akute Myokarditis in den letzten 6 Monaten vor Randomisierung
  • Schwangerschaft

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Die Cheyne-Stokes Atmung ist eine hochprävalente Komorbidität bei herzinsuffizienten Patienten und mit einer eingeschränkten Prognose assoziiert. Ziel dieser Studie ist es nachzuweisen, ob die Cheyne-Stokes Atmung in kausaler Relation zu einer eingeschränkten Hämodynamik steht, und insbesondere, ob eine Optimierung der Hämodynamik zu einer Suppression der Cheyne-Stokes Atmung führt. Dafür sollen 20 Patienten mit Herzinsuffizienz und mindestens mittelgradiger Cheyne-Stokes Atmung in eine doppelblinde, randomistiert, kontrollierte Therapiestudie im Crossover-Design eingeschlossen werden. Diesen wird entweder in der ersten oder in der zweiten Nacht eine i.v. Therapie mittels Glyceroltrinitrat bzw. 0,9% NaCl Lösung angeboten. Hierunter soll in der begleitend durchgeführten Polysomnographie die Auswirkungen auf den Apnoe- & Hypopnoeindex evaluiert werden.

Quelle

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