Beschreibung der Studie

Ziel einer erfolgreichen Versorgung mit einer totalen Knieendoprothese (Knie-TEP) ist die Beschwerdeverbesserung der betroffenen Patienten. Nach eigenen Angaben der Patienten führt die Knie-TEP subjektiv zu einer höheren Lebensqualität aufgrund geringerer Schmerzen. Inwieweit die Patienten ihr präoperatives Mobilitätsniveau wieder erreichen bzw. übertreffen können, ist noch unklar. Dabei wird eine Rückkehr bzw. eine Verbesserung der körperlichen Aktivität seitens der Ärzte begrüßt und im Rahmen von Rehabilitation und Wiedereingliederung in die Gesellschaft auch gefordert. In dieser Studie soll die Mobilität von 40 Patienten nach Primärimplantation einer Knie-TEP präoperativ, nach Abschluss der Rehabilitationsmassnahmen sowie sechs Monate und ein Jahr postoperativ untersucht werden. Die subjektive Lebensqualität wird mithilfe eines Fragebogens (SF-36) ermittelt. Aus den Ergebnissen dieser Studie wird zu erkennen sein, ob die subjektive Erhöhung der Lebensqualität mit einer objektiv erfassbaren funktionellen Verbesserung einher geht.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel Parameter: Anzahl der Gangzyklen Zeitpunkt: Vor Operation sowie 2, 6 und 12 Monate nach der Operation Instrument: Step-Activity-Monitor Parameter: Activities of daily living (ADL) Zeitpunkt: Vor Operation sowie 2, 6 und 12 Monate nach der Operation Instrument: DynaPort ADL-Monitor
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 40
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Zimmer GmbH Winterthur Switzerland

Finden Sie die richtige Arthrose-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Primärimplantation einer Knie-TEP aufgrund Arthrose

Ausschlusskriterien

  • TEP-Revision
  • TEP-Wechsel
  • Kontralaterale Knie-TEP
  • Ipsi-/kontralaterale Hüft-TEP
  • Geplante Implantation einer Knie-TEP auf der Gegenseite/Hüft-TEP in den nächsten 2 Jahren
  • Geplante Operation im Bereich der unteren Extremitäten in den nächsten 2 Jahren

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen. Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Inzidenz von Gonarthrose liegt bei ca. 30% der über 60-jährigen Personen. Die Folgen dieser Gelenkerkrankung sind erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität. Daher werden als Hauptziele der Behandlung die Reduzierung der Schmerzen, Verbesserung der Gelenkfunktion sowie eine Verlangsamung der Progredienz weiterer degenerativer Veränderungen formuliert. Die Patienten erwarten nach einer Kniee-TEP-Implantation eine Steigerung der Lebensqualität, die sich vor allem in der Schmerzreduktion sowie in einer Verbesserung ihrer Mobilität im Alltag widerspiegelt. Den Patienten wird seitens der behandelnden Ärzte empfohlen, nach erfolgreicher Operation ein gewisses Maß an körperlicher Aktivität durchzuführen. Es konnte nachgewiesen werden, dass die alleinige Wiederaufnahme alltäglicher Aktivitäten bzw. die Ausübung von sportlichen Belastungen im niedrigen Intensitätsbereich nicht ausreicht, um den Muskelaufbau (Quadrizeps) ausreichend zu stimulieren. Man fand weiterhin heraus, dass ein Jahr postoperativ noch deutliche Unterschiede zwischen Patienten und Kontrollgruppe existieren. So war z.B. die normale Ganggeschwindigkeit bei den Patienten um 17% bzw. 13% (Frauen bzw. Männer) und das Treppensteigen um 43% bzw. 51% reduziert. Bislang liegen keine Studien vor, die mit zuverlässigen objektiven Messmethoden die Entwicklung der körperlichen Aktivität vor und nach Implantation einer Knie-TEP erfasst haben. Vielmehr greifen die publizierten Studien aus diesem Bereich überwiegend auf Fragebogenuntersuchungen zurück, die z. B. aufgrund von kognitiven Einschränkungen kein valides Abbild der alltäglichen körperlichen Aktivität ermöglichen. Ebenso sind die häufig verwendeten Laboruntersuchungen (z. B. Video-/Ganganalysen kurzer Geh- bzw. Laufstrecken) nicht direkt auf Alltagsuntersuchungen übertragbar. Zusammenfassend kann man erkennen, dass - keine Untersuchungen vorliegen, die das Mobilitätsniveau sowohl präoperativ als auch postoperativ objektiv untersuchten und verglichen, - die bisherigen Erkenntnisse überwiegend auf Fragebogenuntersuchungen beruhen, - eine direkte Übertragbarkeit der Laboruntersuchung auf den Alltag der Patienten fraglich ist, da die Tests in Laboruntersuchungen standardisiert und reduziert werden.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.