Beschreibung der Studie

Das Metabolische Syndrom ist eine Anhäufung von Faktoren wie bauchbetontes Übergewicht, erhöhte Blutfette (Triglyceride), Diabetes, niedriger HDL-Cholesterinspiegel sowie erhöhter Blutdruck, weltweit sind ein Viertel aller Erwachsenen davon betroffen. Diese haben eine kürzere Lebenserwartung und ein dreifach erhöhtes Risiko einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, als Vergleichspersonen. Auf der Suche nach Therapiemöglichkeiten untersuchen Wissenschaftler, welche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln vor solchen Störungen schützen und dadurch einen gesundheitlichen Nutzen bringen könnten. Phospholipide haben möglicherweise eine solche bioaktive Wirkung. Phospholipide gehören wie Cholesterin und Triglyceride zu den Lipiden und kommen u.a. in allen Zellen des Körpers sowie in Lebensmitteln vor. Die Membran der Milchfettkügelchen ist reich an den Phospholipiden Sphingomyelin und Phosphatidylcholin. Diese hemmen wahrscheinlich die Aufnahme von Cholesterin aus dem Darm ins Blut. Phospholipide können sich auch günstig auf verschiedene Blutlipide wie HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride auswirken?. In dieser Interventionsstudie soll untersucht werden, ob und in welchem Maße Phospholipide aus Milch Risikoparameter des Metabolischen Syndroms günstig beeinflussen.

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Studiendetails

Studienziel Verhältnis von Gesamtcholesterol und HDL-Cholesterol im Serum bei Interventionsende (nach 8 Wochen)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Max Rubner-Institut Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebnsmittel

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • bergewichtige Männer, im Alter zwischen 50 und 75 Jahren
  • Nichtraucher
  • Probanden, die in schriftlicher Form ihr Einverständnis zur Teilnahme an der Studie gegeben haben

Ausschlusskriterien

  • Probanden mit Nüchternglukose über 120 mg/dl
  • Probanden, bei denen eine Krankheit vorliegt, welche die Nährstoffresorption, Verdauungsfunktion, Verstoffwechselung oder Ausscheidung betrifft
  • Probanden, bei denen eine Allergie gegen Milcheiweiß bekannt ist
  • Probanden, die während der Versuchszeit Supplemente einnehmen, die zu bestimmende Parameter beeinflussen können
  • Probanden, die Medikamente einnehmen, die zu bestimmende Parameter beeinflussen können
  • Probanden, bei denen eine Operation des Intestinaltrakts oder Kortikosteroidbehandlung in den vergangenen drei Monaten vorlag
  • Probanden, die sich nicht compliant verhalten
  • Probanden, die überdurchschnittlich viel Milch und Milchprodukte verzehren
  • Probanden, bei denen unvertretbare, unerwünschte Ereignisse auftreten
  • Probanden mit akuten Magen-Darm-Erkrankungen im Versuchszeitraum
  • Probanden, die ihre Zustimmung zur Teilnahme an der Studie widerrufen

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Stoffwechselstörung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Man geht davon aus, dass die Wirkung der Phospholipide auf den Stoffwechsel von Tier und Mensch von der Phospholipidstruktur bestimmt wird und nicht in erster Linie von ihrem Fettsäurenmuster. Die gleichen Fettsäuren, als Triglyceride oder Phospholipide gegeben, erzielen nicht die gleiche Wirkung. Es gibt eine Reihe von Hinweisen, dass für manche Funktionen Phospholipide mit stärker gesättigten Fettsäuren, wie sie in den Phospholipiden der Membran der Milchfettkügelchen vorliegen, effektiver sein können als solche mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Das gilt z.B. für die Hemmung der Cholesterinresorption sowie für Ulkus- und Krebs-protektive Effekte im Darm. Es gibt weiterhin Hinweise, dass die einzelnen Phospholipidklassen sich in ihren Wirkungen unterscheiden. So wird dem Phosphatidylserin eine besondere Bedeutung für Hirnfunktion und kognitive Fähigkeiten zugeschrieben. Cholin des Phosphatidylcholins ist Donor für Methylgruppen, und kann somit die Synthese des endogenen Antioxidans Glutathion günstig beeinflussen und ggf. den Homocysteinspiegel senken. Die beobachtete Erhöhung des apoA1-Spiegels und des HDL-Cholesterins weist auf weitere antiinflammatorische Mechanismen hin. Auch hier sind Phospholipide mit stärker gesättigten Fettsäuren u.U. wirksamer. Die Studie prüft die Wirkung von Milch-Phospholipiden auf die Zeichen des metabolischen Syndroms (Cholesterinkonzentration als Primärparameter) und verschiedene Indikatoren für Entzündung und oxidativem Stess.

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