Beschreibung der Studie

Eine Krebserkrankung bei Kindern stellt mit all ihren Folgen einen drastischen Einschnitt im Leben der jungen Patienten da. Die Fortführung der gewohnten Aktivitäten des täglichen Lebens ist oft nicht mehr möglich. Das führt zu einer Verschlechterung der Lebensqualität und der Gefahr von Folgeerkrankungen wie z.B. Übergewicht, der Neigung zu Knochenbrüchen oder einer chronischen Ermüdung, einem Zustand anhaltender Erschöpfung, der mit einer dauerhaft reduzierten Leistungsfähigkeit einhergeht. In dieser Studie möchten wir das Aktivitätsniveau und die Knochendichte der Kinder mit Hilfe objektiver Messmethoden sowie die Lebensqualität anhand einer Fragebogenerhebung, ermitteln. Auf Grundlage der so gewonnenen Erkenntnisse soll ein bewegungsförderndes Früh-Interventionsprogramm entwickelt werden, das die Inaktivität und somit auch die daraus resultierenden Konsequenzen reduziert. Der Erfolg dieser Intervention wird mit den objektiven Messmethoden und der Fragebogenerhebung überprüft. Der Nutzen von Bewegungsprogrammen nach Krebserkrankungen von Erwachsenen wurde schon belegt, für Kinder fehlt bis zum jetzigen Zeitpunkt ein entsprechender wissenschaftlicher Nachweis.

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Studiendetails

Studienziel Alltagsaktivität, gemessen mit dem StepWatch 3-Akzelerometer für jeweils eine Woche zu verschiedenen Zeitpunkten (prä- sowie 6 Wochen bis 2 Jahre post-OP)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einwilligungsfähige männliche und weibliche Patienten im Alter von 8-21 Jahren bei Diagnosestellung eines Knochentumors oder Weichteilsarkoms.

Ausschlusskriterien

  • Patienten wurden aus der Studie ausgeschlossen, wenn die studienbedingten Untersuchungen nicht mit dem Therapiebedarf vereinbar waren. Kam es im Verlauf der Studie zu Tumorprogressen oder Tumorrezidiven, so wurde mit den Patienten besprochen, ob weiterhin ein Interesse an der Studienteilnahme besteht.

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Bösartiger Weichteiltumor-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Maligne Tumorerkrankungen im Kindes- und Jugendalter weisen eine geringe Inzidenz auf, stellen jedoch für die jungen Patienten eine außergewöhnliche Belastungssituation mit weitreichenden physischen, psychischen und sozialen Folgen dar. Von den jährlich ca. 1.800 Neuerkrankungen in Deutschland bei Kindern bis 15 Jahren nehmen Knochentumoren und Weichteilsarkome zusammen einen relativen Anteil von 8% ein. Durch Fortschritte in der Diagnostik und Therapie sind in den letzten Jahren die Überlebensraten von Kindern mit soliden Tumoren stark angestiegen. So rücken nun vermehrt die Nebenwirkungen und Spätfolgen der langwierigen Therapie in den Vordergrund. Patienten mit Knochen- und Weichteilsarkomen müssen sich neben einer (neo-) adjuvanten Chemotherapie in der Regel einer tumorchirurgischen Intervention unterziehen, der eine mehrwöchige Phase der Immobilisation folgt. Während eine gesteigerte körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf den Knochenstoffwechsel ausübt, sind die hemmenden Effekte von Inaktivität und Immobilisation unbestritten. Die intensive Polychemotherapie, eine eingeschränkte Ernährung mit verminderter Calcium- und Vitamin-D-Aufnahme sowie eine mögliche Strahlentherapie stellen weitere negative Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Knochenmineraldichte dar und prädisponieren die Patienten für muskuloskelettale Einschränkungen im späteren Leben, die nicht zuletzt eine Einschränkung der Lebensqualität bedeuten. Während seit längerem bekannt ist, dass erwachsene Patienten nach einer Krebserkrankung von sporttherapeutischen Maßnahmen profitieren, liegen derzeit national und international kaum Publikationen zu den Auswirkungen einer bewegungsfördernden Intervention bei Kindern und Jugendlichen mit bzw. nach einer Tumorerkrankung vor. Die Ursache hierfür liegt neben der geringen Inzidenzrate in der nebenwirkungsreichen, intensiven Therapie, die eine strukturierte Durchführung einer solchen Intervention wesentlich erschwert. Demzufolge thematisiert die vorliegende Untersuchung die Wirksamkeit einer bewegungstherapeutischen Intervention für Kinder und Jugendliche nach der Diagnose eines Knochentumors bzw. Weichteilsarkoms im Rahmen der Akuttherapie. Dabei soll die Auswirkung der Maßnahme auf die Entwicklung der Alltagsaktivität untersucht werden, die objektiv mit Hilfe der Akzelerometrie in regelmäßigen Abständen ermittelt werden kann. Des weiteren wird die Knochenmineraldichte an den standardisierten Messregionen der Lendenwirbelsäule und der beiden Femurhälse, sowie explorativ an beiden Calcanei mit Hilfe der Dual-Röntgen-Absorptiometrie vor der Lokaltherapie, sowie während und nach Abschluss der Therapie untersucht und die Lebensqualität anhand des Fragebogens PEDQoL evaluiert werden.

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