Beschreibung der Studie

Für die Behandlung von schizophrenen Störungen können die Psychiater auf unterschiedliche Medikamente zurückgreifen. Schon viele Jahre sind die sogenannten "typischen" (konventionelle) Medikamente auf dem Markt. Seit einigen Jahren stehen alternativ neuere Entwicklungen, sogenannte "atypische" Antipsychotika zur Verfügung. In der psychiatrischen Praxis herrscht der Eindruck vor, dass diese neueren Medikamente in Bezug auf Wirksamkeit und Verträglichkeit überlegen seien. Ihre allgemeine Überlegenheit konnte jedoch bisher nicht eindeutig gezeigt werden. Einige klinische Studien ergaben sogar keinen relevanten Unterschied zwischen einzelnen typischen und atypischen Medikamenten. Es fehlen aber beweiskräftige klinische Studien, die der Vielfalt des Krankheitsbildes gerecht werden, entsprechende Wahlmöglichkeiten für die Behandlung einräumen, patientenrelevante Ergebnisbeurteilungen einbeziehen und breite Patientenkollektive einschließen. Das vorliegende Projekt einer kontrollierten, randomisierten und doppelt verblindeten Studie soll diese offene Frage beantworten. Der innovative Charakter der Studie liegt im Vergleich von verschiedenen therapeutischen Strategien ("typisch versus atypisch"), in verbessertem biometrischen Design, klinisch relevanten Hauptzielkriterien und der praxisnahen Erfassung von Ein- und Ausschlusskriterien. Der behandelnde Psychiater hat Wahlmöglichkeiten, auf die Besonderheiten des einzelnen Falls einzugehen. Innovativ ist auch die zweimalige Bestimmung der Serumskonzentration der Studienmedikation der Patienten, die die Befunde der tatsächlich im Blut vorhandenen Menge der Wirkstoffe ermöglicht. Der Studienansatz soll auch als Vorbild für weitere Studien mit ähnlicher Fragestellung dienen.

Passende Studie finden

Studiendetails

Studienziel SF-36 (Patientenurteil); GCI (ärztlicher Eindruck) im Verlauf gemessen (AUC)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 181
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung

Finden Sie die richtige Schizophrenie-Studie

Mithilfe unseres medizinischen Fragebogens finden Sie heraus, ob diese oder eine andere Studie eine Möglichkeit für Sie darstellt.

Richtige Studie finden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit Schizophrenie zwischen 18 und 65 Jahren, Notwendigkeit einer neuen Therapie bzw. eines Therapiewechsels wegen mangelnder Wirksamkeit oder Verträglichkeit bisheriger Therapie.

Ausschlusskriterien

  • Insbesondere akute Suizidgefährdung, "Einwilligungsvorbehalt (BGB)" oder "Unterbringung (PsychKG)", organisch bedingte Psychose, malignes neuroleptisches Syndrom, QTc Interval größer oder gleich als 0,5 s / Vorgeschichte einer angeborenen QTc Verlängerung

Adressen und Kontakt

Diese Studie ist geschlossen.Finden Sie jetzt eine aktuelle Möglichkeit.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

In der psychiatrischen Community herrscht weitgehend Übereinstimmung, dass die sogenannten atypischen Antipsychotika als Mittel der Wahl in der Behandlung von schizophrenen Störungen angesehen werden (DGPPN 2005). Die allgemeine Überlegenheit dieser neueren Medikamente gegenüber den älteren konventionellen Medikamenten konnte jedoch in neuen kontrollierten klinischen Studien nicht eindeutig demonstriert werden. Die Diskrepanz zwischen der täglichen klinischen Wahrnehmung und den Studienergebnissen wirft die Frage nach der Adäquatheit des verwendeten methodischen Ansatzes auf. Insbesondere wird diskutiert, ob Ergebnisse aus Studien mit hochgradig standardisiertem Setting, eng begrenzten Kollektiven und sehr eingeschränkten Behandlungsalternativen verallgemeinernde Rückschlüsse auf die Situation in der psychiatrischen Praxis erlauben. In der Praxis herrscht ein sehr heterogenes Krankheitsbild mit einer breiten Variation von Dauer und Typ der schizophrenen Störung, Begleitkrankheiten und Begleitbehandlungen vor. Außerdem sind einige Studien nicht adäquat auf patientenrelevante Ergebnisvariable ausgerichtet. Das vorliegende Studienprojekt ist entworfen worden, um diese offenen Fragen zu beantworten. Der innovative Charakter des Studiendesigns ist u.A., dass 1. verschiedene therapeutische Strategien ("typica versus atypica") verglichen werden und nicht einzelne Medikamente 2. ein verbessertes biometrisches Design zur Anwendung kommt. Es räumt dem behandelnden Psychiater eine Wahlmöglichkeit ein, mit der er auf die Besonderheiten des einzelnen Falls eingehen kann. Trotzdem handelt es sich um eine kontrollierte, randomisierte und doppelt verblindete Studie. 3. klinisch relevante Endpunkte wie Lebensqualität die Hauptzielkriterien darstellen und 4. die Ein- und Ausschlusskriterien eine Studienpopulation erzeugen, die sehr nahe an der täglichen Praxis orientiert ist. Innovativ ist auch die zweimalige Bestimmung des Serenniveaus der Studienmedikamente während der Studie. Mit ihrem Ansatz erhoffen sich die Initiatoren auch einen Transfereffekt für andere Studien, die für ähnliche Fragestellungen entwickelt werden können.

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: