Beschreibung der Studie

Neben einer Evaluation des aktuell bestehenden Beratungsangebotes bei der Erstdiagnose eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms aus Patientensicht möchten wir die Machbarkeit, Akzeptanz und Wirksamkeit einer ergänzenden Betreuung durch ehemalige Patienten untersuchen. Persönliche Erfahrungen aus dem Erleben Betroffener können für die Therapieentscheidung sowie für die Behandlungsverlauf sehr bereichernd wirken, sie lassen sich jedoch ärztlicherseits in der Regel nicht vermitteln. Diesem Defizit versucht das Projekt "Patienten beraten Patienten" zu begegnen. Interessierten Patienten hilft es dabei, Kontakt zu einem Berater zu finden, der die Erkrankung sowie ihre Behandlung und mögliche Auswirkungen aus eigener Erfahrung kennt. Idealerweise erhalten neu erkrankte Patienten eine zusätzliche Quelle von Information und emotionaler Unterstützung; beide Patientengruppen - Beratene und Berater - finden überdies eine Gelegenheit der aktiven Auseinandersetzung mit ihrer Krankheit und profitieren somit für ihre Krankheitsverarbeitung. Mit dem vorgestellten Projekt untersuchen wir ein leicht umsetzbares und mit geringem Aufwand verbundenes psychosoziales Betreuungsangebot, das die persönliche Begleitung durch eine Vertrauensperson allen Patienten unabhängig von ihrem sozialen Netzwerk zugänglich machen kann. Damit findet die Idee des "Expertentums aus Erfahrung" Einzug in die Versorgung onkologischer Patienten.

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Studiendetails

Studienziel Subjektive Zufriedenheit mit dem Prozess der Entscheidungsfindung sowie mit der getroffenen Entscheidung - selbst entwickelter standardisierter Fragebogen
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Urologische Universitätsklinik Heidelberg
Weitere Informationen Studienwebseite

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erstdiagnose eines lokal begrenzten Prostatakarzinoms
  • Ambulantes Beratungsgespräch in der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg
  • Einverständnis

Ausschlusskriterien

  • Nicht gegebene Einwilligungsfähigkeit oder fehlende Einwilligung
  • Nicht gegebene Operabilität
  • Ausweitung des operativen Eingriffs bei radikaler Prostatektomie (z.B. Harnableitung bei T4)
  • Lokal fortgeschrittene Befunde im Operationspräparat (N+, R2-Situation) oder systemische Erkrankung (M1)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Am Beispiel der radikalen Prostatektomie sollen die Auswirkungen und der mögliche Nutzen einer zusätzlichen Betreuung durch bereits behandelte Patienten untersucht werden. Die Studie möchte die Konzeption, Betreuung und wissenschaftliche Evaluation dieses Angebots leisten. Insbesondere soll dabei auf Selbstwirksamkeitserleben, Depression, Lebensqualität und Coping-Strategien geachtet werden. Die Untersuchung möglicher Effekte erfolgt sowohl für die beratenen als auch für aktiv beratenden Patienten. Um den Nutzen dieses Beratungsangebotes valide beurteilen zu können, werden als Vergleichskollektiv Patienten befragt, die keine zusätzliche Intervention erhalten haben.

Quelle

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