Beschreibung der Studie

Die Panikstörung ist eine häufige (Punktprävalenz 3%) Erkrankung, die durch plötzlich auftretende massive Angstanfälle gekennzeichnet ist und häufig dazu führt, das Orte und Situationen, in denen die Angst aufgetreten ist, dauerhaft gemieden werden (Agoraphobie). Häufig ist sie mit anderen körperlicher und psychischer Erkrankungen verbunden; z.B. Depression, Alkohol-, Drogenmissbrauch, somatoformer Störungen und Suizidalität (Milrod et al 1997, 2001). Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT; Margraf & Schneider 1990) ist die bisher am besten und fast ausschließlich untersuchte Behandlung für Panikstörungen. Langzeitkatamnesen (d.h. Nachuntersuchung in festgelegtem Zeitraum nach Abschluss der Behandlung) weisen eine beeindruckende Stabilität erzielter Besserungen auf. Eine beträchtliche Anzahl an Patienten (38%) spricht jedoch auf diese Art der Behandlung nicht ausreichend an und leidet weiterhin unter Panikattacken (z.B. Marks et al 1993). Dies macht deutlich, dass weitere wirksame psychotherapeutische Verfahren für Panikpatienten notwendig sind, um die Patienten zu erreichen, die mit der KVT nicht zurechtkommen (Fava et al 1995). Für die Behandlung von Panikstörungen liegt seit einigen Jahren eine manualisierte, intensive (2 h/Woche) und zeitbegrenzte (12 Wochen) Kurztherapie aus den USA vor (Milrod et al 1997, Beutel et al 2005), die an einem psychodynamisch-psychoanalytischen Vorgehen orientiert ist und damit eine Alternative zur KVT darstellt. Wirksamkeitsnachweise dieser Panikfokussierten Psychodynamischen Psychotherapie der Panikstörung (PFPP) wurden in einer amerikanischen Studie an Patienten mit Panikstörung erbracht (Milrod et al 2001, 2007). In der vorliegenden Studie soll daher die Anwendbarkeit und Wirksamkeit der PFPP für den deutschen Sprachraum untersucht werden.

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Studiendetails

Studienziel Hauptzielkriterium ist die Reduktion der Paniksymptome in Selbst- und Fremdbeurteilung zur 6-Monats Katamnese. Die entsprechenden Symptome werden von Ratern vorgenommen, die gegenüber der erfolgten Therapieform verblindeten waren. Zur Erfassung dienen anerkannte, reliable und valider Instrumente, wie die Panic Disorder Severity Scale (PDSS), Hamiltons Angstskala (HAMA) und der AKV-Fragebogen, bestehend aus MI/ BSQ/ ACQ. Um die Gleichwirksamkeit beider Interventionsformen zu illustrieren werden dann geeignete statistische Testverfahren eingesetzt. Alle Verfahren wurden zu allen Meßzeitpunkten durchgeführt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Mainzer Forschungsförderungsprogramm MAIFOR Ressort Forschung und Lehre Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01) oder Panikstörung
  • ICD-10: F41.0),
  • Mindestens eine Panikattacke in den letzten 4 Wochen,
  • Schriftliches Einverständnis (informed consent),
  • Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse.

Ausschlusskriterien

  • Schizophrene oder affektive Psychose,
  • Schwere depressive Episode,
  • Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ,
  • Schwerwiegende internistische oder neurologische Erkrankungen,
  • Substanzabhängigkeit.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

In einer randomisiert-kontrollierten klinischen Studie wird die manualgeleitete ambulante panikfokussierende psychodynamische Behandlung der Panikstörung (F40.01 und F41.0 nach ICD-10) in der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Kooperation mit niedergelassenen Therapeuten erprobt. Die Vergleichsgruppe erhält eine von der Stundenzahl und zeitlichen Erstreckung vergleichbare, ebenfalls manualisierte ambulante kognitiven Verhaltenstherapie. Dies soll dann den Vergleich der Ergebnisse beider Interventionen ermöglichen, Katamnese-Erhebungen finden 6 Monate und 24 Monate nach Therapieabschluss statt, um die Stabilität der Therapieerfolge zu kontrollieren.

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