Beschreibung der Studie

Eine Erhebung aus dem Jahre 2008 zeigte, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung ein z. T. erhebliches Defizit an Vitamin D hat. Nur sehr wenige Lebensmittel wie z.B. Lebertran, Fische, Leber, Margarine (mit Vitamin D angereichert) und Eigelb enthalten Vitamin D in nennenswerten Konzentrationen. Für Vegetarier stehen somit nur sehr wenige Lebensmittel zur Verfügung zur Deckung des Vitamin D-Bedarfs. Da in den Sommermonaten der Körper auch selbst Vitamin D in der Haut über die Sonnenstrahlen (UVB) produziert, hat der Großteil der Bevölkerung eher im Winter Probleme den Vitamin D-Bedarf zu decken. Die UVB-Strahlung ist auf dem Breitengrad von Freiburg i.Br. (49° N) für Oktober bis März zu schwach um eine ausreichende Eigenproduktion von Vitamin D in der Haut zu gewährleisten. In Pilzen kommt in natürlicher Weise eine gewisse Menge an Vitamin D vor. Jedoch beinhalten diese in viel höheren Mengen die Vorstufe von Vitamin D. Diese Vorstufe kann, ähnlich wie die Eigenproduktion an Vitamin D in der menschlichen Haut, unter dem Einfluss von UVB-Licht in das Vitamin D umgewandelt werden. Wir möchten bei dieser Studie überprüfen, ob UVB- behandelte Pilze eine gute Vitamin D-Quelle sind.

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Studiendetails

Studienziel Signifikante Verbesserung des Serum 25-Hydroxyvitamin D-Status (25(OH)D) bei jungen, gesunden Erwachsenen durch UVB-behandelte Pilze im Vergleich zu normalen Pilzen. Der Serum 25(OH)D-Status wird als Verlauf insgesamt 5 mal durch Blutentnahme nach dem Verzehr der Pilzsuppe bestimmt. Die letzte Blutentnahme findet eine Woche nach dem letzten Verzehr der Pilzsuppe statt.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 24
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Placebo
Finanzierungsquelle Drittmittelgelder von Prof. H. Bertz Medizinische Universitätsklinik Freiburg - Abteilung Innere Medizin I Hämatologie und Onkologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gesunder Allgemeinzustand basierend auf Anamnese und körperlicher Untersuchung bei Aufnahmeuntersuchung
  • Body Mass Index (BMI) zwischen 18,5-26 kg/m2
  • Serum 25(OH)D < 25 ng/ml (< 50 nM)
  • Serum Kalzium im Normbereich von 2,15 - 2,55 mM
  • Schriftliches Einverständnis des Patienten nach Aufklärung

Ausschlusskriterien

  • Nierensteinanamnese
  • Schwangerschaft
  • Pilzunverträglichkeit
  • Solariumanwendung kurz vor und während Studie
  • Verzehr von Fisch oder Leber während der Studie
  • Einnahme von Vitamin D in Form von Nahrungsergänzungsmitteln oder Vitaminpräparaten während der Studie
  • Aufenthalt in den Bergen bzw. in südlicheren Ländern während der Studie
  • Serumkalzium (ionisiertes) > 5,2 mM während der Studie
  • Widerruf der Einwilligung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintzpeter et al. [1] zeigten im Jahre 2008, dass mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung ein z. T. erhebliches Defizit an Vitamin D hat. Nur sehr wenige Lebensmittel wie z.B. Lebertran, Fisch, Leber und Eigelb enthalten Vitamin D in nennenswerten Mengen. Für Vegetarier stehen somit nur sehr wenige Lebensmittel zur Deckung des Vitamin D-Bedarfs zur Verfügung. Roberts et al. [2] untersuchten den Effekt der Intensität und Bestrahlungsdauer von UVB auf den Gehalt an Vitamin D2 (Ergocalciferol) in Zuchtchampignons. In Pilzen kommt in natürlicher Weise eine gewisse Konzentration an Vitamin D2 vor, jedoch ist die Konzentration an Ergosterol, der Vorstufe von Vitamin D2 wesentlich höher. Ergosterol wird unter dem Einfluss von UVB-Licht in Vitamin D2 umgewandelt. Outila et al. [3] zeigten erstmalig, dass die Bioverfügbarkeit von Vitamin D2 aus Pilzen im Menschen gut ist. Jasinghe et al. [4] konnten belegen, dass Vitamin D2 auch gut aus UVB-behandelten Pilze bei Ratten absorbiert wurde. Im Rahmen dieser Studie soll als primäres Studienziel die Frage beantwortet werden, ob sich der Serum 25-Hydroxyvitamin D-Status bei jungen, gesunden Erwachsenen durch UVB-behandelte Pilze signifikant verbessert im Vergleich zu normalen Pilzen. Als sekundäres Studienziel soll die Gleichwertigkeit der UVB-behandelten Pilze zu herkömmlichen Vitamin D2-Präparaten im Hinblick auf die Verbesserung des 25(OH)D-Status (Zielkriterium) getestet werden. Der Zuchtchampignon ist der meistverzehrte Speisepilz in Deutschland. Die natürliche Anreicherung dieses Speisepilzes mit Vitamin D scheint ein viel versprechender Ansatz zu sein, die Vitamin D-Versorgung in Deutschland und speziell für Vegetarier zu verbessern. [1] Hintzpeter, B.; Mensink, G. B. M.; Thierfelder, W.; Müller, M. J. & Scheidt-Nave, C. Vitamin D status and health correlates among German adults. Eur J Clin Nutr, 2008, 62, 1079-1089. [2] Roberts et al. Vitamin D2 formation from post-harvest UV-B treatment of mushrooms (Agaricus bisporus) and retention during storage. J Agric Food Chem 2008; 56: 4541--4544. [3] Outila et al. Bioavailability of vitamin D from wild edible mushrooms (Cantharellus tubaeformis) as measured with a human bioassay. Am J Clin Nutr 1999;69:95-8. [4] Jassinghe et al. Bioavailability of vitamin D2 from irradiated mushrooms: an in vivo study. British Journal of Nutrition 2005, 93 951-955.

Quelle

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