Beschreibung der Studie

Äußert ein Patient mit einer schweren zur Tode führenden Erkrankung den Wunsch nach einem vorzeitigen Tod, z.B. durch ärztlichen assistierten Selbstmord oder durch die Tötung durch einen Arzt, so muss dies aus der Erfahrung mit diesen Patienten nicht ein unveränderlicher -Alles-oder-Nichts- Wunsch sein, sondern kann sich im Zeitverlauf unter therapeutischen Maßnahmen ändern. Zudem ist zu beachten, dass sich dieser Wunsch entwickelt und auch längere Zeit vorher - zunächst unausgesprochen - als ein Herbeisehnen eines vorzeitigen Todes bestehen kann. Ein Fragebogen könnte helfen, einen gesteigerten Todeswunsch früher als bisher zu erkennen, so dass rascher entsprechende Hilfen angeboten werden können. Außerdem könnte er in Untersuchungen helfen die Wirksamkeit von therapeutischen Maßnahmen zu beurteilen. Im Rahmen dieses Projekts soll der international von Palliativmedizinern in den USA entwickelte Fragebogen -Schedule of Attitudes towards Hastened Death- (SAHD), welcher dort erfolgreich eingesetzt wird, übersetzt und als erster derartiger deutschsprachiger Fragebogen (SAHD-D) auf seine Güte hin überprüft werden. Dazu soll beantwortet werden, ob der SAHD-D geeignet ist, ohne zusätzliche Belastung für die Patienten in Deutschland eingesetzt zu werden, die Art und Schwere sowie den Verlauf des Todeswunsches zuverlässig wiederzugeben.

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Studiendetails

Studienziel Erstinterview 3-5 Tage nach Aufnahme und Beginn der palliativmedizinischen Behandlung bestehend aus folgenden Fragebögen, 1. Mini-Mental-Status Test 2. HADS-D 3. Hope 4. EORTC-QLQ 15 PAL 5. SAHD 6. Aussenkriterium zur Einschätzung des Todeswunsch
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 200
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Forschungsgemeinschaft

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Palliativmedizinisch relevante Behandlungssituation
  • Patient spricht deutsch
  • Klinische Situation erlaubt Erhebung der Daten
  • Mini-Mental State Test mit 21 oder mehr Punkten (deutsche Version)
  • Schriftliches oder mündliches Einverständnis des Patienten

Ausschlusskriterien

  • Weniger als 21 Punkte im Mini-Mental State Test (deutsche Version)
  • Fehlendes Einverständnis des Patienten
  • Belastbarkeit des Patienten für die Durchführung des Interviews und der Testbat-terie nach Selbst- oder Fremdeinschätzung nicht ausreichend

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Äußert ein Patient mit einer schweren zur Tode führenden Erkrankung den Wunsch nach einem vorzeitigen Tod, z.B. durch ärztlichen assistierten Selbstmord oder durch aktive Sterbehilfe, so muss dies aus palliativmedizinischer Erfahrung nicht ein unveränderlicher -Alles-oder-Nichts- Wunsch sein, sondern kann sich im Zeitverlauf unter therapeutischen Maßnahmen ändern. Zudem ist zu beachten, dass sich dieser Wunsch entwickelt und ach längere Zeit vorher - zunächst unausgesprochen - als ein Herbeisehnen eines vorzeitigen Todes bestehen kann. Ein validiertes Instrument könnte als diagnostisches Instrument helfen, eine gesteigerten Todeswunsch früher als bisher zu erkennen, so dass rascher entsprechende Hilfen angeboten werden können sowie als neues Outcome-Kriterium für kontrollierte Effektivitätsstudien therapeutischer Maßnahmen verwendet werden. Im Rahmen dieses Antrags soll der international von Palliativmedizinern in den USA entwickelte -Schedule of Attitudes towards Hastened Death- (SAHD), welcher dort erfolgreich eingesetzt wird, übersetzt und als erstes derartiges deutschsprachiges Instrument (SAHD-D) validiert werden. Dazu soll beantwortet werden, ob der SAHD-D geeignet ist, ohne zusätzliche Belastung für Palliativpatienten in Deutschland eingesetzt zu werden, die Art und Schwere des Todeswunsches zuverlässig wiederzugeben und zur Verlaufsmessung eingesetzt zu werden.

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