Beschreibung der Studie

Dickdarmtumoren entstehen aus Vorstufen, den sogenannten Adenomen. Die Entfernung dieser Adenome bei der Vorsorgedickdarmspiegelung kann die Entstehung von Tumoren verhindern. Leider werden oft nicht alle Adenome bei der darmspiegelung gefunden. Um die Ausbeute an Adenomen zu verbessern wurde vorgeschlagen, während der Untersuchung eine oberflächliche Färbesubstanz im Dickdarm zu sprühen (sog. Chromoendoscopy) , um den Kontrast der Schleimhaut zu verbessern. Ob diese Technik einen zusätzlichen Effekt hat ist aber unklar. In der vorliegenden Studie soll die Koloskopie mit Chromoendoskopie mit der Standardtechnik bzgl. der Effektivität der Adenomerkennung verglichen werden.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Zahl von Patienten mit Adenomen, die mit den jeweiigen Untersuchungsverfahren detektiert werden
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1000
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Dr.Horst-Schmidt-Klinik Wiesbaden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, die zur Vorsorgekoloskopie oder diagnostischen Koloskopie vorstellen

Ausschlusskriterien

  • bekannte Kolonpolypen in situ,
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankung,
  • aktive Blutung,
  • Polypsis-syndrom,
  • stattgehabte Kolonresektionen,
  • Medikation mit Antikoagulantien,
  • fehlende schriftliche Einverständniserklärung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Die Koloskopie stellt den anerkannten Goldstandard für das Screening von kolorektalen Neoplasien dar. Die Detektion von Adenomen bei der Koloskopie ist von größter Wichtigkeit , da eine endoskopische Resektion dieser neoplastischen Läsionen effektiv die Tumorentstehung verhindern kann. Unglücklicherweise wird bei der Koloskopie selbst durch erfahrene Untersucher ein signifikanter Anteil der Adenome (10-15%) nicht erkannt. Niedriger mukosaler Kontrast könnte zu der Rate übersehener flacher und kleiner Adenome beitragen, da diese sich oft nur durch minimale Veränderungen der mukosalen Topographie demaskieren. In diesem Kontext wurde vermutet, dass die Chromoendoskopie mit Applikation des Farbmittels Indigokarmin durch einen Sprühkatheter den mukosalen Oberflächenkontrast anheben könnte. Während 3 veröffentlichte Studien nahelegen, dass die Chromoendoskopie die Detektionsrate kleiner und flacher Adenome verbessert, fand eine andere Studie keine Unterschiede. Allerdings war die Studiengröße bei allen Studien limitiert und das Design monozentrisch. Die hier vorgestellte Studie untersucht die Wertigkeit der Indigokarmin-Panchromoendoskopie für die Detektion von Kolonpolypen und vergleicht die Effizienz mit der der Standardkoloskopie. Die Studie stellt die erste prospektive randomisierte Multicenterstudie zu diesem Thema dar.

Quelle

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