Beschreibung der Studie

Bei den Patienten wird eine Blutung im Bereich des Dünndarms vermutet oder wurde bereits festgestellt. Daher ist eine Kapselendoskopie geplant. Seit einiger Zeit ist im Bereich der Endoskopie (insbesondere bei Magen- und Darmspiegelungen) eine zusätzliche Technik bekannt, mit der die Oberfläche und insbesondere die Blutgefäße in der Schleimhaut des Darmes noch genauer beurteilt werden können. Bei der sogenannten FICE-Technologie werden durch Veränderungen im Softwarebereich rechnerisch bestimmte Wellenlängen des Lichtes für den Bildaufbau verwendet und andere Wellenlängen ausgeblendet. Dadurch soll ermöglicht werden, dass der Arzt die Oberflächen- und Gefäßstruktur besser beurteilen kann. Bisher wurde diese Technik im Bereich von Magen- und Darmspiegelungen eingesetzt, nicht jedoch bei der Kapselendoskopie. Die Firma Given hat jetzt erstmalig die Auswertungsstation der Dünndarmkapsel mit dieser Technik ausgestattet. Haupziel dieser Prüfung ist es festzustellen, ob die FICE-Technik in der Dünndarmkapsel hilfreich ist, um Blutungsquellen im Dünndarm zu finden und zu beurteilen. In einem zweiten Schritt werden die FICE-Bilder der gefundenen auffälligen Darmabschnitte erneut mit den normalen Weißlichbildern verglichen und bezüglich der Kontrastes von Gefäßstrukturen und Oberfläche beurteilt.

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Studiendetails

Studienziel Klärung, ob bei der Suche nach Blutungsquellen im Dünndarm unter Verwendung der FICE Technologie mehr pathologische Läsionen detektiert werden können als mit der aktuellen Weißlichttechnik.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 20
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle HSK Wiesbaden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, älter als 18 Jahre
  • Patienten mit vermuteter Dünndarmblutung
  • GD und Koloskopie ohne Hinweis auf eine Blutungsquelle in Magen und Dickdarm

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Einwilligung
  • Schwangerschaft
  • Herzschrittmacherträger
  • Unzureichende Darmreinigung
  • Bereits erfolgte komplette Intestinoskopie in der Vergangenheit
  • Dysphagie
  • Stattgehabte Operation im Dünndarmbereich
  • Stenosesymptomatik, bekannte Dünndarmstenose

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Magen-Darm Blutung-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Einen ersten nicht-invasiven endoskopischen Einblick in den kompletten Dünndarm ermöglichte 2001 die Kapselendoskopie, gefolgt von der 2003 international eingeführten Doppelballonenteroskopie. Aktuell wurde die Software der Kapselendoskopie um die FICE-Technologie, also virtueller Chromoendoskopie erweitert (Fujinon intelligent chromoendoscopy). Diese Technik wurde bisher hauptsächlich im Bereich von Gastroskopie und Koloskopie eingesetzt. Ausgehend von einem endoskopischen Bild findet eine arithmetische Bearbeitung durch Verstärkung und Abschwächung von Wellenlängenbereichen des reflektierten Lichtes statt. Damit werden virtuelle Bilder erzeugt, deren Oberflächenkontrast, insbesondere der Gefäßstrukturen gegenüber dem normalen Weißlichtbild verbessert sein soll. Hauptziel der Studie ist zu klären, ob bei der Suche nach Blutungsquellen im Dünndarm unter Verwendung der FICE Technologie mehr pathologische Läsionen detektiert werden können als mit der aktuellen Weißlichttechnik. Weiterhin zu bewerten ist die Qualität der mittels FICE Technologie generierten Bilder der detektierten Läsionen bezüglich des Kontrastes der Mikrovaskularisation und der mukosalen Oberflächenstruktur im Vergleich zu der aktuellen Weißlichttechnik

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