Beschreibung der Studie

Bei den Patienten wurde aufgrund Ihrer Beschwerden und/oder vorausgegangener Untersuchungen eine Erkrankung des Dünndarms vermutet oder bereits festgestellt. Seit einigen Jahren ist es durch eine spezielle Spiegelungstechnik möglich, den Dünndarm größtenteils oder im Optimalfall sogar komplett einzusehen und somit vermutete Erkrankungen zu bestätigen oder auszuschließen, Gewebeproben zu entnehmen oder auch therapeutische Maßnahmen durchzuführen. Etabliert ist hierfür die Doppelballonendoskopie. Nach den bisherigen positiven Erfahrungen mit der Doppelballonmethode stellt sich nun die Frage, ob durch eine andere Technik, zum Beispiel durch die Verwendung eines anderen Übertubus (sogenannte Spirale), die Untersuchung effizienter wird. Es gibt positive Daten dazu, die darauf hindeuten, dass die Untersuchungszeit deutlich kürzer ausfällt. Ob vergleichbare Eindringtiefen erreicht werden, kann derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Hauptzielsetzung dieser Prüfung ist es festzustellen, ob mit der Doppelballon-Technik mehr komplette Dünndarmspiegelungen zu erreichen sind als mit der Spiral-Technik.

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Studiendetails

Studienziel Hauptziel der Studie ist zu klären, ob mit der Standarduntersuchung in Doppel-Ballon-Technik 12 mal so häufig komplette Enteroskopien zu erreichen sind als in Spiralenteroskopie-Technik
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 26
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle HSK Wiesbaden

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten, älter als 18 Jahre
  • Patienten mit vermuteter oder bereits gesicherter Erkrankung im Dünndarm
  • diagnostische Enteroskopie
  • therapeutische Enteroskopie in Form einer Argon-Plasma-Koagulationstherapie (APC) von bis zu 10 Angiodysplasien

Ausschlusskriterien

  • Fehlende Einwilligung
  • Schwangerschaft
  • Gerinnungsstörungen (Quick <60%, PTT > 50 s, Thrombozyten < 100.000/ml)
  • Z.n. Colektomie oder Colonteilresektion sowie Dünndarmteilresektionen
  • Geplante therapeutische Enteroskopie in Form von APC von mehr als 10 Angiodysplasien, Polypektomien, Dilatationen von Stenosen oder Fremdkörperextraktionen sowie Stentimplantation)

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Seit Erfindung der Push-and-Pull Enteroskopie in Doppelballontechnik hat sich diese Technik als Standardverfahren der diagnostischen und therapeutischen Dünndarmendoskopie etabliert und wird vor allem in Deutschland flächendeckend eingesetzt. Im Optimalfall kann im Rahmen einer Untersuchung eine komplette Enteroskopie von oral bis ins Zökum erreicht werden, in der Regel muß dafür allerdings eine orale und anale DBE kombiniert werden. Alternativ kann eine andere Technik der Dünndarmendoskopie in Form der sogenannten Spiralenteroskopie gewählt werden. Ein wesentlicher Vorteil scheint eine kürzere Untersuchungszeit zu sein. Aufgrund der Übertubuskonfiguration besteht nur eine begrenzte anale Eindringtiefe. Somit ist davon auszugehen, dass mit dem Standardverfahren der DBE mehr komplette Enteroskopien erreicht werden als mit der Spiralenteroskopie. Ziel der vorliegenden Studie ist es nun, diesen Sachverhalt unter prospektiven Studienbedingungen unizentrisch randomisiert zu evaluieren. Hauptziel der Studie ist zu klären, ob mit der Standarduntersuchung in Doppel-Ballon-Technik 12 mal so häufig komplette Enteroskopien zu erreichen sind als in Spiralenteroskopie-Technik (60% versus 5%). Nebenkriterium der Studie ist die Untersuchungsdauer bzw. der Zeitbedarf für den Vorschub bis zum tiefsten Punkt sowie die diagnostische Ausbeute.

Quelle

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