Beschreibung der Studie

In der Zahnerhaltung gehört die Herstellung, bzw. Ausbesserung von Totalprothesen zu den alltäglichen Aufgaben. Ein wichtiger Schritt der Prothesenherstellung stellt die Funktionsabformung dar. Die Funktionsabformung mit einem gummielastischen Material dient der Festlegung der Ausdehnung einer Prothese. Die Durchführung einer Funktionsabformung kann aktiv (durch den Patienten selbst) oder passiv ( durch simulierte Bewegungen des Behandlers an dem Patienten) ausgeführt werden. Es existieren zur Zeit keine signifikanten Untersuchungen hinsichtlich der Vor- und Nachteile für eine der beiden Methoden. Daher war das Ziel dieser Studie, den Einfluß der Funktionsrandgestaltung und anderer beeinflussende Faktoren auf die Prothesenfunktion und Patientenzufriedenheit zu untersuchen und zu zeigen, welche Variante zu zufrieden stellende Ergebnisse führt.

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Studiendetails

Studienziel Vergleich aktive und passive Funktionsrandgestaltung anhand von Messung des Prothesenhalts (mit Gnathometer) und der Prothesendruckstellen (Druckstellenanzahl) 4 Wochen nach Unterfütterung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Schlangenzahl 14, Justus-Liebig-Universität Giessen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • gt; 18 Jahre; Patienten mit Totalprothese;medizinische Indikation für Unterfütterung der Totalprothese; Einwilligung zur Teilnahme an der Studie

Ausschlusskriterien

  • Allergie gegen Bestandteile der verwendeten Materialien; Infektionserkrankungen (Hepatitis, HIV, TBC); maligne Tumore; Medikamente-, Drogen-, Alkoholabhängigkeit; körperliche oder psychische Probleme; Ablehnung der Behandlung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Das Ziel dieser klinischen randomisierten Studie war den Einfluß verschiedener Faktoren auf den Prothesenhalt, die Prothesendruckstellen und die Patientenzufriedenheit geriatrischer Patienten zu untersuchen. Hierbei stand die Funktionsrandgestaltung (aktiv/passiv) als beeinflußender Faktor im Vordergrund. Weiterhin wurden Lokalisation der Prothese, Kieferkammatrophie, Speichelviskosität und Speichelfließrate als Kovarianten analysiert. An der Studie nahmen 43 Patienten teil, die eine Unterfütterung ihrer bereits bestehenden Prothese benötigten. Die Patienten wurden randomisiert einer Behandlungsgruppe zugeteilt (Gruppe 1: aktive Funktionsabformung; Gruppe 2: passive Funktionsabformung). Die Patienten wurden 4 Wochen nach der Unterfütterung der Prothese untersucht. Bei der Nachkontrolle wurden Prothesenhalt, Druckstellen, Kieferkammatrophie, Speichelviskosität, Speichelfließrate und Patientzufriedenheit beurteilt. Die Kieferkammatrophie hatte einen signifikanten Effekt auf den Prothesenhalt (p<= 0.05, Pearson Korrelation). Die Funktionsrandabformung hatte keine signifikante Wirkung auf Prothesenhalt, Druckstellen und Patientenzufriedenheit. Der Fragebogen betreffend der Patientenzufriedenheit zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen der aktiven und passiven Funktionsabformung. Zusammenfassend zeigte diese Studie, dass die Methode der Funktionsrandabformung den Prothesenhalt nicht beeinflusst. Ausschließlich die Kieferkammatrophie hat einen signifikanten Einfluß auf den Halt der Prothese.

Quelle

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