Beschreibung der Studie

Sicherheitskultur ist die Art und Weise, wie in Klinik und Praxis mit der Sicherheit der Patienten und Fehlern bei der Versorgung umgegangen wird. Die Frankfurter Patientensicherheitsmatrix (FraTrix) soll Teams von Ärzten und Arzthelferinnen in Hausarztpraxen helfen, die eigene Sicherheitskultur einzuschätzen, zu diskutieren und Wege zu finden, sie zu verbessern. In dieser Studie soll untersucht werden, ob FraTrix tatsächlich die Sicherheitskultur in den Praxen verbessern hilft. 60 Hausarztpraxen im Rhein-Main-Gebiet werden zufällig zwei Gruppen zugeteilt. Nur in einer der beiden Gruppen wird tatsächlich FraTrix eingesetzt, indem vier Sitzungen innerhalb von ca. neun Monaten mit den Praxisteams durchgeführt werden. In beiden Gruppen wird zu Beginn und Ende der einjährigen Studie gemessen, wie der Umgang mit Patientensicherheit und Fehlern in den Praxen ist. Dazu werden die Praxisteams mit einem Fragebogen befragt und häufige die Patientensicherheit betreffende Maßnahmen in den Praxen untersucht.

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Studiendetails

Studienziel Patientensicherheitsindikator "Die Praxis betreibt ein systematisches Fehlermanagement." nach 12 Monaten, bestehend aus elf Kriterien. Für jedes Kriterium wird ein Punkt vergeben, so dass dieser Indikator einen Score darstellt, der die Ausprägung von null bis elf annehmen kann (Ordinale Skala). (Per Interview und Selbsteinschätzung durch eine Arzthelferin/Medizinische Fachangestellte und Praxisinhaber/in bei einer Praxisbegehung erhoben)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 60
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. Projektträger im DLR Gesundheitsforschung
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Hausärztlich tätige Einzel- und Gruppenpraxen in den Bezirken Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen
  • Gebietsbezeichnungen: Fachärztin/-arzt für Allgemeinmedizin, für Innere Medizin, Praktische/r Ärztin/Arzt oder Ärztin/Arzt ohne Gebietsbezeichnung
  • Mindestgröße des Praxisteams: drei Personen
  • Zustimmung des Praxisinhabers bzw. der Praxispartner für die Teilnahme. Die Praxis-Inhaber werden gebeten, zuvor die Zustimmung ihres gesamten Mitarbeiterteams einzuholen.
  • Diagnose- und Verschreibungsdaten der Patienten müssen in der Praxis elektronisch vorliegen.

Ausschlusskriterien

  • Die Praxis hat bereits an einer Studie teilgenommen, in der die Frankfurter Patientensicherheitsmatrix oder eine Vorläuferversion eingesetzt wurde (Pilotstudie am Institut für Allgemeinmedizin).
  • Reine kinder- und jugendärztliche Einzel- oder Gemeinschaftspraxen

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Sicherheitskultur ist das auf die Patientensicherheit bezogene Grundmuster geteilter Werte, Überzeugungen und Handlungsweisen im Praxisteam. Die Sicherheitskultur hat somit einen maßgeblichen Einfluss auf die Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung der Patien-tensicherheit. Die Frankfurter Patientensicherheitsmatrix (FraTrix) wurde als Instrument zur Selbsteinschätzung der Sicherheitskultur entwickelt und dient gleichzeitig der Entwicklung von Maßnahmen zur Erhöhung der Patientensicherheit in der Praxis. Dabei fokussiert FraTrix auf das Fehlermanagement in der Praxis. Somit sollen in dieser prosepktiven, randomisierten, kontrollierten Studie 1. die Effekte der Frankfurter Patientensicherheitsmatrix auf das Fehlermanagement und die Sicherheitskultur in Hausarztpraxen und 2. die Praxis-Maßnahmen zur Fehlervermeidung in den Interventionspraxen untersucht werden. 60 Hausarztpraxen im Rhein-Main-Gebiet werden randomisiert der Kontroll- oder Interventionsgruppe zugeteilt. Die Interventionsgruppe arbeitet in vier Teamsitzungen (verteilt über ca. neun Monate) unter externer Moderation mit FraTrix, die Kontrollgruppe erhält eine Fortbildung zum Thema Patientensicherheit in Form eines interaktiven Workshops. Zu Beginn und ca. ein Jahr später wird die Sicherheitskultur in den Praxen wie folgt gemessen: Messung des Sicherheitsklimas mit einem Fragebogen an alle Mitglieder der Praxisteams, Begehung und Interview zu wesentlichen die Versorgungssicherheit betreffenden Routinen der Praxen und eine Dokumentenanalyse. Dabei werden Daten für die Bestimmung von 12 Patientensicherheitsindikatoren erhoben. Primärer Endpunkt ist die Ausprägung des Indikators "Systematisches Fehlermanagement in der Praxis" zum Zeitpunkt T1 nach einem Jahr.

Quelle

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