Beschreibung der Studie

Arterieller Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit. Seine Folgeerkrankungen sind eine wesentliche Ursache für die Verkürzung der Lebensdauer. Diese Studie soll untersuchen, ob und inwieweit die Blutdruckeinstellung von Patienten mit Bluthochdruck durch deren aktive Einbeziehung in ihre Behandlung optimiert werden kann. Diese vermehrte Patientenbeteiligung (Partizipative Entscheidungsfindung) wird in der Hälfte der beteiligten Allgemeinarztpraxen durch eine spezielle Schulung der Allgemeinärzte und zusätzliche Patienteninformationen angestrebt. In der anderen Hälfte der Allgemeinarztpraxen wird die Behandlung wie gewohnt weitergeführt. Die Zuordnung der Praxen zu einer der beiden Gruppen geschieht per Los. Die Studie wendet sich an über 18 Jahre alte Patienten in teilnehmenden Allgemeinarztpraxen mit einem medikamentös behandelten Bluthochdruck. In der Studie werden Patientenbefragungen und 24-Stunden-Blutdruckmessungen durchgeführt. Zusätzlich werden Verordnung und Apothekenausgabe von Blutdruckmedikamenten, Laborwerte und Nebenerkrankungen erhoben. Die Studienteilnahme der Patienten mit optimaler Blutdruckeinstellung endet nach dieser ersten 24-Stunden-Blutdruckmessung. Patienten, bei denen die 24-Stunden-Blutdruckmessung keine optimalen Werte erkennen lässt, nehmen weiter an der Studie teil. Bei diesen werden in drei Folgeerhebungen in halbjährlichem Abstand 24-Stunden-Blutdruckmessungen und Patientenbefragungen durchgeführt sowie erneut die oben genannten Daten erhoben. Datenschutz: In dieser Studie werden personenbezogene Daten erfasst. Die forschungsrelevanten Daten werden bei der Dateneingabe sofort von den personenbezogenen Daten getrennt und mit entsprechenden Nummern versehen (Pseudonymisierung). Der Datenschutzbeauftragte des Universitätsklinikums Freiburgs hat das Vorgehen der Datenerhebung und -verarbeitung sowie das Datenschutzkonzept des Projektes genehmigt. Der Datenschutz wird garantiert.

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Studiendetails

Studienziel Optimierung der Blutdruckeinstellung bei Hypertonikern durch Partizipative Entscheidungsfindung. (1) Veränderung des systolischen Blutdrucks (mittlerer 24-Std-Wert) zur Baselinemessung (2) Veränderung der Partizipation an der Therapieentscheidung (PEF-FB-9) zur Baselinemessung
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1800
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle BMBF: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Dienstsitz Berlin:

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Wiederholungsrezept für ein Blutdruckmedikament.
  • Versichert in einer gesetzlichen Krankenkasse (außer Bundesknappschaft und Seekasse).

Ausschlusskriterien

  • Patient spricht nicht deutsch. Patient dement oder geistig behindert.
  • Patient mit schwerer konsumierender Erkrankung und kurzer Lebenserwartung.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Verglichen mit anderen Industrieländern ist die Prävalenz der arteriellen Hypertonie in Deutschland hoch. Eine optimale Blutdruckeinstellung basiert auf einer regelmäßigen und verlässlichen Medikamenteneinnahme. Allerdings geben nur 26% der in Deutschland unter Studienbedingungen befragten Patienten an, ihre Blutdruckmedikamente regelmäßig einzunehmen. Patienten, die über ihre Erkrankung gut informiert und in die Entscheidung über die Therapie einbezogen werden, neigen zu größerer Therapietreue. Ziel der Studie ist zu belegen, dass Patienten, die nach den Regeln der Partizipativen Entscheidungsfindung (PEF) in ihre Behandlung eingebunden werden, bessere Kenntnisse zu ihrer Erkrankung, eine höhere Einnahmetreue und somit bessere Behandlungsergebnisse aufweisen. Über einen Zeitraum von 3 Monaten werden in den an der Studie beteiligten Praxen bei ca. 1800 Patienten Kontrollen der Blutdruckeinstellung mittels 24-Stunden-Blutdruckmessungen vorgenommen. Mindestens 60% dieser Patienten (~1.200 Pat.) werden voraussichtlich eine unzureichende Blutdruckeinstellung aufweisen. Diese Patienten werden auf Praxisebene cluster-randomisiert. Im Studienarm erfolgt neben der Fortführung der bisherigen Therapie (TAU) eine Intervention nach den Regeln der PEF, im Kontrollarm lediglich TAU. In beiden Gruppen werden alle 6 Monate Compliance und Informationsstand der Patienten erhoben sowie ein Langzeit-Blutdruckprofil ermittelt. In allen Erhebungen werden zusätzlich Verschreibung und Apothekenausgabe von Antihypertensiva, ausgewählte Blutwerte sowie Begleiterkrankungen dokumentiert. Erwartet wird, dass sich durch eine aktive Einbindung der Patienten mittels PEF die Einnahmetreue verbessert und damit eine nachhaltige Optimierung der Blutdruckeinstellung erzielen lässt. Datenschutz: In dieser Studie werden personenbezogene Daten erfasst. Die forschungsrelevanten Daten werden bei der Dateneingabe sofort von den personenbezogenen Daten getrennt und mit entsprechenden Nummern versehen (Pseudonymisierung). Der Datenschutzbeauftragte des Universitätsklinikums Freiburgs hat das Vorgehen der Datenerhebung und -verarbeitung sowie das Datenschutzkonzept des Projektes genehmigt. Der Datenschutz wird garantiert.

Quelle

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