Beschreibung der Studie

Es ist in großen, weltweiten Studien eindrucksvoll gezeigt worden, dass die Stoffklasse der Omega-3-Fettsäuren einen positiven Einfluss auf ein sogenanntes 'ereignisfreies' Überleben nach einem Herzinfarkt hat. Ereignisfrei bedeutet für einen einzelnen Studienteilnehmer, er erleidet keinen Herztod, und es hat auch keine Notwendigkeit eines Eingriffes am Herzen bestanden. Bei den Patienten, die für diese Studie rekrutiert werden, ist - nach einem abgelaufenen Herzinfarkt - jedoch ein Eingriff am Herzen notwendig. Alle bisherigen Studien sagen wenig über einen schützenden Mechanismus dieser Fettsäuren in dieser Situation aus. Aus diesem Grund sammeln wir Daten zum klinischen Verlauf und vergleichen diese mit publizierten Daten aus der Literatur.

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Studiendetails

Studienziel Kombination aus dem Auftreten eines kardial bedingten Todes, eines erneuten Myokardinfarkt und einer weiteren Revaskularisation (chirurgisch oder kardiologisch) innerhalb eines Follow-up von 24 Monaten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Medizinische Fakultät an der TU Dresden

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • abgelaufener Myokardinfarkt,
  • Indikation isolierte Bypass-OP,
  • mindestens seit 5 Tagen: ungesättigte Fettsäuren (OMACOR, ZODIN),
  • Sinusrhythmus (kein Schrittmacher)

Ausschlusskriterien

  • Notfall,
  • andere Studienteilnahme (innerhalb 30 Tage),
  • OP-Erweiterung

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

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Patienten, die einen akuten Herzinfarkt (MI) überlebt haben, haben ein erhöhtes Risiko eines sogenannten 'major cardiac event' (MACE; Herzinfarkt, Revaskularisation, (plötzlicher) Herztod). Große Studien (GISSI-P (1999) in Italien; JELIS (2007) in Japan; Indian Study of Infarct survival (1997) in Indien;) zeigen, dass die zusätzliche Einnahme von mehrfach ungesättigten omega-3-Fettsäuren (PUFAs) dieses Risiko minimieren, so dass diese Stoffklasse zur adjuvanten Behandlung nach einem MI zugelassen ist. Die diskutierten Wirkmechanismen sind dabei vielfältig und betreffen z.B. Effekte auf die Membranen, den Fettstoffwechsel und auch auf die Transkription von Genen. In der Folge kommt es zu einer Reduktion von antiarrhythmischen Ereignissen, zu verlangsamten Herzfrequenzen und erniedrigten Blutdrücken sowie zu verbesserten Durchblutung durch eine verringerte Neigung der Thrombozyten zu aggregieren (Review: Harris et al. 2008). Bisher wurde in diesen Studien als ein Endpunkt häufig die chirurgische Revaskularisation gesehen (JELIS, GISSI-P). Unklar bleibt, ob Patienten mit vorausgegangenem MI (trotz oder wegen) der chirurgischen Intervention nicht auch weiterhin von der Einnahme der PUFAs profitieren.

Quelle

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