Beschreibung der Studie

Das Langzeitergebnis nach Azetabulumfraktur ist trotz aller Fortschritte in der operativen Therapie für eine Reihe von Frakturtypen unbefriedigend. Anhand dieser Studie wird es erstmalig möglich sein, an einem großen, multizentrisch gewonnenen Patientenkollektiv realistische Prognoseaussagen nach erlittener Azetabulumfraktur in einem nahezu flächendeckenden Ansatz zu machen. Es ist zu erwarten, dass mit Hilfe dieser in der Literatur einmaligen Stichprobengröße auch zusätzliche Einflussgrößen zur Entstehung bzw. zur Vermeidung einer Hüftgelenksarthrose herausgearbeitet werden können.

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Studiendetails

Studienziel Hüftendoprothese bzw. Arthrodese nach posttraumatischer Hüftgelenksarthrose.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 1102
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Deutsche Arthrose-Hilfe

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Alter über 18 Jahre
  • Azetabulumfraktur mit nur geringfügigen Begleitverletzungen (ISS<22)
  • Keine instabile Beckenringverletzung vom Typ C
  • Keine Wirbelsäulenverletzungen mit neurologischen Ausfällen
  • ber 2 Jahre Beobachtungszeit nach Unfall

Ausschlusskriterien

  • Begleitende instabile Beckenringverletzung C.
  • ISS > 22.
  • Alter < 18 Jahre.
  • Nicht in Zusammenhang mit der Azetabulumfraktur bedingte neurologische Ausfälle bei Aufnahme ( z.B. Wirbelsäulenverletzung).
  • Polytraumatisierte Patienten.
  • Vorbestehende, bekannte Coxarthrose.
  • Bekannte Hüftkopfnekrose vor erlittener Fraktur.
  • Systemische chronisch entzündliche Erkrankungen.
  • Systemische Kortikosteroidgabe.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Azetabulumfrakturen sind schwere Verletzungen, betreffen i. d. R. junge aktive Patienten und führen auch trotz regelrechter operativer Therapie in etwa 20-50% der Fälle zu einer Früharthrose. Trotz Fortschritten in Diagnostik, Indikationsstellung und operativer Technik ist die operative Versorgung von Azetabulumfrakturen weiterhin ein sehr anspruchsvoller, teilweise für den Patienten sehr belastender Eingriff mit einer hohen Rate von perioperativen Komplikationen und Risiken. Eine endgültige Beurteilung der Therapie und Prognose ist erst in späterem Verlauf möglich. Unsere Studie fokussiert sich daher bewusst auf die Langzeitanalyse nach isolierten Azetabulumfrakturen (Ausschluss von unabhängigen Variablen) mit den relativ einfach zu erhebenden Zielparametern: 1. symptomfreie Hüfte, 2. schmerzhaftes, aber noch eigenes Hüftgelenk, 3. Hüftgelenksersatz bzw. Arthrodese. Es erfolgt eine Kontaktaufnahme mit dem Patienten per Post oder telefonisch um eine Evaluation der oben genannten Parameter durchzuführen. Da eine detaillierte Dokumentation der Akutphasenparameter, auch der perioperativen Parameter vorliegt, ist im Rahmen von Multivarianzanalysen eine klarere Identifikation von prognosebestimmenden Fakturen zu erwarten.

Quelle

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