Beschreibung der Studie

Erkrankungen des Dünndarms waren in der Vergangenheit schwierig zu diagnostizieren und therapieren. Mit Entwicklung der Kapselendoskopie und der Push-and-Pull Enteroskopie (PPE) in Doppel Ballon-Technik (DBE) wurde dieser Bereich revolutioniert. Nach den bisherigen positiven Erfahrungen mit der DBE stellt sich nun die Frage, ob die Technik der DBE vereinfacht und kostengünstiger gestaltet werden kann, z.B. durch die Verwendung einer Single-Ballon-Technik (SBE), d.h. es wird auf den Ballon an der Endoskopspitze verzichtet. Ziel der vorliegenden Studie ist es nun, diesen Sachverhalt zu klären.

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Studiendetails

Studienziel komplette Intestinoskopie
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden

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Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Einschlußkriterien:
  • Patienten, älter als 18 Jahre, Patienten mit vermuteter oder bereits gesicherter Erkrankung im Dünndarm, diagnostische PPE (inklusive einer Argon-Plasma-Koagulationstherapie (APC) von bis zu 5 Angiodysplasien)

Ausschlusskriterien

  • Ausschlußkriterien waren fehlende Einwilligung, Schwangerschaft, Gerinnungsstörungen (Quick <60%, PTT > 50 s, Thrombozyten < 100.000/ml), Z.n. Colektomie oder Colonteilresektion sowie Dünndarmteilresektionen, geplante therapeutische PPE (z. B. APC von mehr als 5 Angiodysplasien, Polypek-tomien, Dilatationen von Stenosen oder Fremdkörperextraktionen sowie Stentimplantation)

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Erkrankungen des Dünndarms wie z.B. Angiodysplasien, isolierter Dünndarmbefall bei M. Crohn, Polyposis-Syndrome u.a. waren in der Vergangenheit schwierig zu diagnostizieren und therapieren. Mit Entwicklung der Kapselendoskopie und der Push-and-Pull Enteroskopie (PPE) in Doppel Ballon-Technik (DBE) wurde dieser Bereich revolutioniert. Diese Technik wurde 2001 durch H. Yamamoto in Japan und 2003 durch unsere Gruppe in Deutschland bzw. der westlichen Welt eingeführt. Im Optimalfall kann eine komplette Enteroskopie von oral bis ins Zökum erreicht werden, oft muß dafür allerdings eine orale und anale Untersuchung kombiniert werden. Die durchschnittliche Untersuchungszeit wird in der Literatur mit etwa 75 bis 90 Minuten und die durchschnittliche Eindringtiefe bei der oralen DBE mit etwa 240 bis 280 cm sowie bei der analen DBE mit 120 bis 210 cm angegeben. Basis für die Bestimmung der Eindringtiefe ist die von unserer Arbeitsgruppe entwickelte Meßmethode, die im klinischen Einsatz durch eine andere Arbeitsgruppe bestätigt werden konnte. Nach den bisherigen positiven Erfahrungen mit der DBE stellt sich nun die Frage, ob die Technik der DBE vereinfacht und kostengünstiger gestaltet werden kann, z.B. durch die Verwendung einer Single-Ballon-Technik (SBE), d.h. es wird auf den Ballon an der Endoskopspitze verzichtet. Erste Erfahrungen mit der PPE in Single-Ballontechnik gibt es für die schwierige Ileocoloskopie. Allerdings sind die Bedingungen für die Dünndarmspieglung als komplexer anzusehen, vor allem wenn Adhäsionen durch vorausgegangene abdominelle Operationen bestehen. Somit muß man davon ausgehen, dass das Standardverfahren der DBE in gleicher Zeiteinheit der SBE überlegen ist und mit der Technik der DBE mehr komplette Enteroskopien erreicht werden als mit der SBE-Technik. Ziel der vorliegenden Studie ist es nun, diesen Sachverhalt unter prospektiven Studienbedingungen multizentrisch randomisiert zu evaluieren.

Quelle

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