Beschreibung der Studie

Alkoholbezogene Erkrankungen sind in Deutschland die Erkrankungen mit den höchsten sozialmedizinischen Auswirkungen. Bei Migrantinnen/Migranten wird Alkohol insbesondere ab dem 50. Lebensjahr zu einem häufigen Problem. Andererseits treffen Migrantinnen/Migranten auf vielfältige kommunikative und administrative Barrieren im gesundheitlichen Regelversorgungssystem und werden von Angeboten der Suchthilfe nur unzureichend erreicht. Zusätzlich beeinflussen kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Bewertung von und dem Umgang mit Alkoholkonsum das präventive Verhalten. Daher soll im Rahmen des Projektes ein transkulturelles Präventionskonzept bzgl. alkoholbezogener Störungen bei älteren Migrantinnen/Migranten gemeinsam mit Migrantinnen/Migranten und Anbietern von Beratungs- und Betreuungsangeboten entwickelt und evaluiert werden.

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Studiendetails

Studienziel Wissen bzgl. Risiko- und Präventionsverhalten
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up läuft noch
Zahl teilnehmender Patienten 300
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Projektträger im DLR Abt. Gesundheitsforschung

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ltere Migrantinnen und Migranten über 45 Jahre aus der Türkei, Spanien, Italien oder den ehemaligen Staaten der Sowjetunion

Ausschlusskriterien

  • Personen die keiner der o.g. Gruppen angehören bzw. jünger als 44 Jahre sind

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Alkoholbezogene Erkrankungen sind in Deutschland die Erkrankungen mit den höchsten sozialmedizinischen Auswirkungen. Bei Migrantinnen/Migranten wird Alkohol insbesondere ab dem 50. Lebensjahr zu einem häufigen Problem. Unter Berücksichtigung, dass ältere Migrantinnen/Migranten zu den am stärksten wachsenden Bevölkerungsgruppen in der Bundesrepublik zählen, wird die zukünftige gesellschaftspolitische und gesundheitsökonomische Bedeutung des Problems alkoholbedingter Störungen bei dieser Bevölkerungsgruppe deutlich. Andererseits treffen Migrantinnen/Migranten auf vielfältige kommunikative und administrative Barrieren im gesundheitlichen Regelversorgungssystem und werden von Angeboten der Suchthilfe nur unzureichend erreicht. Zusätzlich beeinflussen kulturelle Unterschiede hinsichtlich der Bewertung von und dem Umgang mit Alkoholkonsum das präventive Verhalten. Obwohl Gesundheitsförderung als primäre Prävention positiv beurteilt wird, liegen für ältere Personen bisher keine evaluierten primärpräventiven Maßnahmen vor. Ziele: Zentrale Ziele des Forschungsvorhabens sind die Sensibilisierung hinsichtlich gesundheitsfördernder Verhaltensweisen im Hinblick auf Alkoholkonsum und die Verhinderung bzw. die Reduktion von riskantem Alkoholkonsum bei älteren Migrantinnen/Migranten (Primärprävention von Alkoholmissbrauch). Darüber hinaus sollen i.S. einer erweiterten Primärprävention Migrantinnen/Migranten mit Missbrauchsanzeichen besser erkannt und zu einer Reduktion des Alkoholkonsums motiviert werden (Primärprävention von Alkoholabhängigkeit). Hierfür sollen als spezifische Maßnahmen sprach- und kultursensitive patientenorientierte Materialien und ein spezifisches transkulturelles Präventionskonzept entwickelt und evaluiert werden. Für die Entwicklung und Evaluation des transnationalen Präventionskonzeptes sollen v.a. Migrantinnen/Migranten aus der Türkei, Spanien und Italien sowie Aussiedlerinnen/Aussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion einbezogen werden. Methodik: Das Projekt umfasst folgende Teilschritte: 1) Studie zur Inanspruchnahme des Gesundheitssystems und zum Alkoholkonsum älterer Migrantinnen/Migranten, 2) Entwicklung eines transkulturellen Präventionskonzeptes, 3) randomisiert-kontrollierte Implementierungsstudie zur Evaluation des transkulturellen Präventionskonzeptes und 4) Entwicklung eines Transferkonzeptes zur Überführung in die Regeldienste. Durch die Interventionsstudie soll gezeigt werden, dass eine transkulturelle Präventionsmaßnahme bzgl. alkoholbezogener Störungen im Vergleich zu einer Standardmaßnahme der Primärprävention zu einem besseren Wissen bzgl. alkoholbezogener Störungen und bzgl. Risiko- und Präventionsverhalten sowie zu adäquateren Einstellungen bezüglich Alkohol und den Umgang mit diesem führt.

Quelle

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