Beschreibung der Studie

Die Studie untersucht den Einfluss von Undichtigkeiten (Leckagen) während der nichtinvasiven Beatmungstherapie bei Patienten mit chronisch erschöpfter Atempumpe, die eine Heimbeatmungstherapie durchführen. Die Untersuchungen erfolgen am Tag. Es wird untersucht, in wieweit unterschiedliche Beatmungsstrategien mit den Undichtigkeiten umgehen.

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Studiendetails

Studienziel Bestimmung des Atemmusters (In- und exspiratorischen Atemzugvolumens (Vinsp, Vexp), der Atemfrequenz (AF), des inspiratorischen Spitzendrucks (PIPinsp), des inspiratorischen Mitteldrucks (Pmean), des positiven endexspiratorischen Drucks (PEEP) sowie des Leckagevolumens) mittels Pneumotachograph währedn der unterschiedlichen Beatmungsstrategien.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 15
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Innere Medizin V - Pneumologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Stabile hyperkapnische COPD-Patienten (GOLD-Stadium IV), die bereits eine nicht-invasive Beatmung im druckkontrollierten Modus durchführen. Die Patienen haben die Beatmung seit mindestens 2 Monaten als Heimbeatmung durchgeführt. Die stationäre Aufnahme erfolgte zur Routinekontrolle der nicht-invasiven Beatmungstherapie.

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit akuter respiratorischer Insuffizienz oder Akutexazerbation einer chronischen Erkrankung (Atemfrequenz > 30/min, pH < 7,35, radiologische Infiltrate oder laborchemische Infektparameter) werden ausgeschlossen. Weiteres Ausschlusskriterium ist eine bekanntes obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) und ein BMI > 30 kg/m2.

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Hintergrund: Die nicht-invasive Positivdruckbeatmung (NPPV= non-invasive positive pressure ventilation) wird zunehmend bei der Therapie der ventilatorischen Insuffizienz (=Atempumpinsuffizienz) unterschiedlichster Ätiologie eingesetzt. Dabei hat die NPPV sowohl bei der Therapie einer akuten Atempumpinsuffizienz als auch bei der Behandlung einer chronischen Atempumpinsuffizienz als Heimbeatmung eine zunehmende Bedeutung gewonnen. Als Beatmungszugang dienen in erster Linie Nasen-Masken und Mund-Nasen-Masken. Die Effektivität der NPPV hängt wesentlich vom Beatmungszugang ab. Die beiden wichtigsten unerwünschten Nebenwirkung der Maskenbeatmung stellen Leckagen und Druckstellen dar. Beide Nebenwirkungen beeinflussen sich gegenseitig. Schließt die Maske nicht dich ab, kommt es zu Leckagen. Wird die Maske aber zu fest angezogen, um Leckagen zu vermeiden, kommt es zu Druckstellen, die im Extremfall sogar zum Therapieabbruch führen können. Kleinere Leckagen an nicht gut abschließenden Masken können vor allem im Bereich der Augen zu lokalen Reizungen bis hin zur Konjunktivitis führen. Größere Leckagen oder ein geöffneter Mund beim Einsatz von Nasenmasken können zu Auswirkungen auf die Schlafqualität führen oder sogar eine suffiziente Ventilation unmöglich machen. In den bisherigen Studien hat sich gezeigt dass v.a. in der Nacht mit großen Leckagen zu rechnen ist, vermutlich über den geöffneten Mund. Der Einfluss von Leckagen auf die Ventilation ist jedoch noch nicht hinreichend untersucht. Insbesondere wurde in allen früheren Studien nicht zwischen in- und exspiratorischer Leckage unterschieden. Das ist jedoch Vorraussetzung, um das tatsächlich Leckagevolumen, was bei der Inspiration über den Mund oder die undichte Maske verloren geht, abzuschätzen. Im Weiteren konnte eine frühere Laborstudie zeigen, dass ein Beatmungsmodus mit Druckvorgabe über eine deutlich bessere Leckkompensation verfügt im Vergleich zu einem Beatmungsmodus mit Volumenvorgabe. Dieser theoretische Vorteil ist jedoch für die klinische Praxis nicht hinreichend evaluiert. Studienziel: Ziel der Studie ist es, den Einfluss von Leckagen auf die Ventilation zu untersuchen. Dabei wird zwischen in- und exspiratorischen Leckagen unterschieden. Im Weiteren werden die Leckagen in Abhängigkeit vom Beatmungsmodus untersucht, wobei die NPPV mit Druckvorgabe und die NPPV mit Volumenvorgabe hinsichtlich der Leckagen und der Kompensation von Leckagen verglichen werden.

Quelle

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