Beschreibung der Studie

In einer Pilotstudie möchten wir der Frage nachgehen, welche Auswirkung eine invasive Beatmung mittels Druck-kontrollierter Beatmung im Vergleich zu einer Volumen-kontrollierten Beatmung auf den intrakraniellen Druck (ICP) und den cerebralen Perfusionsdruck (CPP) hat. Prinzipiell gibt es zwei Arten der kontrollierten Beatmung: Druck-kontrolliert und Volumen-kontrolliert. Bei der Druck-kontrollierten Beatmung wird ein oberere Druckwert festgelegt; abhängig von der Lungensituation schwank das applizierte Atemvolumen. Im Gegensatz dazu wird bei der Volumen-kontrollierten Beatmung ein festes Atemzugvolumen appliziert, es schwankt jedoch der intrapulmonale Durck je nach Dehnbarkeit der Lunge. Mittels einer cross-over Observationsstudie (Beobachtungsstudie, die beide Beatmungsformen beim gleichen Patienten nacheinander appliziert untersucht) sollen Patienten unserer neurologisch-neurochirurgischen Intensivstation, die eine multimodales cerebrales Monitoring (Mindestens Messung des intrakraniellen Druckes und cerebralen Perfusionsdruckes) benötigen, in einem Druck-kontrollierten (DK) oder Volumen-kontrollierten Beatmungsmodus (VK) invasiv und kontrolliert beatmet werden. Anschließend wird in der Folge der Beatmungsmodus gewechselt und ein Volumen-kontrollierter bzw. Druck-kontrollierter Modus gewählt (Cross-over Design). Hierbei werden Hirndruck (ICP), zerebraler Perfusionsdruck (ZPD), mittlerer arterieller Druck (MAP) und Herzfrequenz (HF) gemessen und die erhobenen Werte der beiden Messintervalle miteinander verglichen. Nach unserer Hypothese führt eine Volumen-kontrollierte maschinelle Beatmung zu weniger ICP-Schwankungen als eine Druck-kontrollierte maschinelle Beatmung. Primärer Studienendpunkt ist deshalb das Ausmaß der ICP-Veränderungen innerhalb der Messintervalle beim Vergleich der beiden Beatmungsmodi. Sekundäre Studienendpunkte sind die mittleren ICP und CPP-Werte, die Häufigkeit kritischer ICP Anstiege ≥ 20mmHg bzw. die Häufigkeit kritischer CPP-Abfälle ≤ 50mmHg sowie die Häufigkeiten der Notwendigkeit einer Hirndruck-senkenden Maßnahmen sowie die Häufigkeiten der respiratorischen Komplikationen.

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Studiendetails

Studienziel Schwankungen und Änderungen des intrakraniellen Druckes (ICP) während Druck-kontrollierter Beatmung im Vergleich zu Volumen-kontrollierter maschineller Beatmung. Die ICP wird kontinuierlich mittels invasiver intraparenchymatöser Sonde gemessen. Die Indikation zur ICP-Messung ist unabhängig von der Studie.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinikum Kassel, Neurologie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Invasiv maschinell beatmete Patienten mit Hirndruck-Sonde
  • Kontrollierter Beatmungsmodus
  • Positives Einverständniserklärung des Betreuers

Ausschlusskriterien

  • Assistierter Beatmungsmodus oder Spontanatmung
  • Schwere respiratorische Insuffizienz (FiO2 ≤ 45%, Horowitz Index < 200, PEEP > 10mmHg)
  • Erhöhter Hirndruck: ICP > 25 mmHg und akute Hirndruck-senkende Therapie innerhalb der letzten 6 Stunden
  • Kreislaufinsuffizienz: Schockindex > 1 (Herzfrequenz/Blutdrucksyst) innerhalb der letzten 6 Stunden
  • Fieber: Körpertemperatur ≥ 38,5°C innerhalb der letzten 6 Stunden
  • Azidose: PH < 7,35 in der Blutgasanalyse innerhalb der letzten 6 Stunden
  • Blutzucker < 60mg/dl oder > 500 mg/dl innerhalb der letzten 6 Stunden
  • Schwere Lungenerkrankung in der Vorgeschichte: Lungenfibrose, COPD
  • 135°- oder 180°-Bauchlagerung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sie aktuelle Schädelhirntrauma-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Messung der Schwankungen des intrakraniellen Druckes während Druck-kontrollierter Beatmung im Vergleich zur Volumen-kontrollierten Beatmung

Quelle

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