Beschreibung der Studie

Kinder und Jugendliche, die an einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) leiden, zeigen eine deutliche Beeinträchtigung in verschiedenen Lebensbereichen, die in etwa der Hälfte der Fälle bis ins Erwachsenenalter fortbesteht. Beim ESCAlife-Projekt handelt es sich um ein Forschungsvorhaben mit mehreren teilnehmenden Kliniken in Deutschland, das die Evaluation der gestuften individualisierten Behandlung der ADHS über die Lebensspanne zum Inhalt hat. ESCAadol als Teilstudie befasst sich mit der Behandlung von Jugendlichen, bei denen die bisherige Routinebehandlung zu keiner ausreichenden Verbesserung der Symptomatik geführt hat. Es werden zwei Behandlungsformen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit miteinander verglichen – eine Kurzzeit-Verhaltenstherapie und telefongestützte Selbsthilfe. Zusätzlich dient die Studie der Suche nach Merkmalen, die ein Ansprechen auf bestimmte Therapieformen vorhersagen können. Das Ziel der Studie ist es, durch die genaue Untersuchung bewährter Behandlungselemente eine auf die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmte problemfokussierte und zeitökonomische Intervention zu ermöglichen.

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Studiendetails

Studienziel Veränderung der ADHS-Symptomatik basierend auf einer verblindeten klinischen Bewertung anhand der ADHD-Checkliste (DCL-ADHS) von T2 (vor Intervention) zu T3 (nach 3 Monaten Intervention)
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 160
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • ADHS-Diagnose nach DSM-5 Kriterien; Diagnosevalidierung anhand klinischer Bewertung mit ADHS-Checkliste (DCL-ADHS)
  • Patienten sind seit mindestens 6 Monaten wegen ADHS in Behandlung
  • keine hinreichende Besserung der Symptomatik durch bisherige Interventionen (keine wesentlichen Verbesserungen sind definiert als weiterhin bestehende bedeutende Beeinträchtigungen durch ADHS und/oder Komorbiditäts-Symptome: CGI-S > 4)
  • Patient und primäre Bezugsperson verfügen über ausreichende Deutschkenntnisse

Ausschlusskriterien

  • IQ < 80
  • Komorbidität: tiefgreifende Entwicklungsstörungen, Schizophrenie, Bipolare Störung, schwere depressive Episode
  • Notwendigkeit einer stationären Behandlung
  • nach TAU-Phase: aktuelle Behandlung beinhaltet intensive Psychotherapie (2-wöchentlich oder häufiger)
  • nach TAU-Phase: Medikation nicht konstant oder nicht für ADHS oder komorbide Erkrankungen zugelassen

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum, Tübingen

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Universitätsklinikum, Marburg

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Zentralinstitut für seelische Gesundheit, Mannheim

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Klinik, Hamm

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Universitätsklinikum, Köln

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Universitätsklinikum, Würzburg

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Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Die Diagnose einer ADHS des Kindes und Jugendalters zeigt eine hohe Persistenz bis ins Erwachsenenalter (50% nach Daten der WHO) und führt zu deutlichen sozialen, akademischen und emotionalen Beeinträchtigungen für die Betroffenen. Häufig liegen komorbide Erkrankungen wie z.B. Depression, Angsterkrankungen und Substanzmissbrauch/Suchterkrankungen vor. Da ADHS als prädisponierender Faktor für akademische Leistungsprobleme und Delinquenz weitreichende gesundheitsökonomischen Folgen hat (Manuzza, Klein & Moulton, 2008; Schlander, Trott & Schwarz, 2010), besteht ein hoher Bedarf nach wirksamen und sicheren Behandlungsstrategien. Der Nutzen pharmakotherapeutischer Optionen im Jugendalter ist eingeschränkt, da etwa 20% der Patienten durch die Medikation keine oder nur teilweise Besserung erfahren. Dies ist möglicherweise bedingt durch komorbide Erkrankungen, welche die Wirksamkeit herabsetzen (Riggs et al., 2011). Da auch die Zustimmung zu einer medikamentösen Behandlung im Jugendalter oft gering ist (Robb & Findling, 2013), sind nicht-pharmakologische Behandlungsoptionen essentiell. Trotz empirischer Belege für die Wirksamkeit psychosozialer Interventionen im Kindes- (Fabiano et al., 2009) und Erwachsenenalter (Philipsen, 2012) fehlen bislang kontrollierte Studien mit Jugendlichen (Evans et al., 2011; Sonuga-Barke et al., 2013). Weiterhin basiert die Evidenzlage hinsichtlich des Ansprechens auf verschiedene Behandlungen auf hoch selektierten Populationen unter Ausschluss von Patienten mit geringer Behandlungsmotivation sowie bestimmten komorbiden Erkrankungen und psychosozialen Belastungensfaktoren. Um diesen Punkten Rechnung zu tragen, ist unsere Studie ausgerichtet auf jugendliche Patienten mit einer persistenten ADHS, bei denen trotz vorangehender leitlinienbasierter Behandlung keine hinreichende Verbesserung der ADHS-Symptomatik erreicht werden konnte. Evidenzbasierte Interventionen werden in ein modular aufgebautes multimodales Behandlungskonzept mit hoher Individualisierbarkeit integriert. Es werden zwei Behandlungsformen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit miteinander verglichen: eine manualisierte Kurzzeit-Verhaltenstherapie und telefongestützte Selbsthilfe. Ziel ist die Etablierung einer ökonomischen und praktikablen Behandlung der ADHS sowie assoziierter Beeinträchtigungen im Jugendalter, welche einfach und breit in der klinischen Routine implementiert werden kann. Die Studie leistet einen Beitrag zur Entwicklung von Behandlungsstrategien für Patienten beider Geschlechter, wobei Geschlechtereffekten im Rahmen einer Moderatoranalyse besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. Zusätzlich dient die Studie der Identifikation von Prädiktoren für Behandlungserfolg. Im Zuge eines Protokollamendments wurden im Dezember 2016 folgende Änderungen vorgenommen: Anpassung bzw. Präzisierung der Einschlusskriterien, Modifikation der Dauer der Treatment-As-Usual-Beobachtungsphase. Das Amendment wurde von der führenden Ethikkommission in Würzburg am 3.2.2017 zustimmend votiert. Die Ethikkommissionen der rekrutierenden Zentren schlossen sich diesem positiven Votum an.

Quelle

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