Beschreibung der Studie

Adipositas tritt häufiger bei Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status auf und steht unter anderem mit einem niedrigeren Einkommen und Arbeitslosigkeit in Verbindung. Gleichzeitig ist der Zugang zu verfügbaren konventionellen Gewichtsreduktionsprogrammen und zur bariatrischen Chirurgie für Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status eingeschränkt. In der STEREOplus-Studie werden wir arbeitslose Jugendliche mit Adipositas und extremer Adipositas in fünf lokalen JobCentern im Ruhrgebiet rekrutieren. Teilnehmen können arbeitslose Jugendliche mit Adipositas und extremer Adipositas (BMI ≥ 30kg/m2) im Alter von 14.0 bis 24.9 Jahren. Die Teilnehmer werden gebeten, eine Reihe von Eingangsfragebögen bezogen auf ihren Gesundheitszustand, die psychosoziale Situation und das Wohlbefinden auszufüllen. Zudem wird ihnen eine eingehende medizinische Untersuchung angeboten. Alle Jugendlichen, die die Eingangsuntersuchungen abschließen, werden zur Teilnahme an einer standardisierten multimodalen Lebensstilintervention in Form von 6 Gruppensitzungen über eine Zeitspanne von 3 Monaten eingeladen. Nach 6 Monaten werden die Fragebögen erneut ausgefüllt und die Effekte der Intervention auf die Lebensqualität, die psychosozialen Funktionen und den Gewichtsstatus (BMI) beurteilt. Jugendliche, die an mindestens 5 Sitzungen teilnehmen und sich für die Durchführung einer bariatrischen Operation interessieren, erhalten Zugang zu einem weiterführenden strukturierten Informations- und Vorbereitungskurs zur bariatrischen Chirurgie. Das übergeordnete Ziel der Studie ist die Überprüfung der Machbarkeit der Implementation eines spezifischen Behandlungsansatzes für eine Patientengruppe mit hohem gesundheitlichem Risiko. Dieser soll das Ziel verfolgen, bestehende Behandlungsbarrieren für Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status zu reduzieren.

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Studiendetails

Studienziel • Akzeptanz und Adhärenz: Teilnahmeraten an den diagnostischen und therapeutischen Prozeduren • Veränderung der Teilnahme auf dem ersten und zweiten Arbeitsmarkt (Veränderung im Anteil selbst berichteter Teilnahme in Schule, Ausbildung oder Arbeit) - 6 Monats-Follow-up • Veränderung des Body-Mass-Index (Eingangsuntersuchung – 6-Monats-Follow-up)
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Zahl teilnehmender Patienten 80
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Bonn
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Teilnahme an Teilprojekt 1, Schriftliche Teilnahmebestätigung, ausreichende Deutschkenntnisse, BMI ≥ 30kg/m2

Ausschlusskriterien

  • Umstände, die eine sofortige stationäre Behandlung erfordern (schwere psychiatrische Erkrankung), offensichtliche Intelligenzminderung

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Fettleibigkeit-Studien.

Häufig gestellte Fragen

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Adipositas tritt häufiger bei Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status auf und steht unter anderem mit einem niedrigeren Einkommen und Arbeitslosigkeit in Verbindung. Neben den Adipositas-assoziierten Einschränkungen im Alltag erschwert die verbreitete Stigmatisierung die Schwierigkeiten bei der beruflichen Integration durch multiple Benachteiligungen im Einstellungsverfahren und bei der Leistungsbeurteilung. Gleichzeitig ist der Zugang zu verfügbaren konventionellen Gewichtsreduktionsprogrammen und zur bariatrischen Chirurgie für Personen mit niedrigem sozioökonomischem Status eingeschränkt. In dieser multizentrischen Beobachtungsstudie soll die Akzeptanz einer manualbasierten multimodalen Gruppenintervention, welche gezielt an arbeitslose Jugendliche (BMI≥30 kg/m2; 14-24 Jahre) in 5 lokalen JobCentern im Ruhrgebiet gerichtet wird, untersucht werden. Die Studie ist ein Teilprojekt des Konsortiums „Medizinische und psychosoziale Folgen der extremen Adipositas bei Jugendlichen - Akzeptanz und Wirkung einer strukturierten Versorgung“, kurz: "Jugendliche mit extremer Adipositas (JA)", welches die Rekrutierung und Charakterisierung adipöser Jugendlicher aus verschiedenen gesellschaftlichen und medizinischen Einrichtungen, eine strukturierte prospektive Untersuchung verschiedener Behandlungsoptionen bis hin zur bariatrischen Chirurgie, gesundheitsökonomische Analysen, sowie eine prospektive Langzeitstudie zum Verlauf der Adipositas umfasst. Die teilnehmenden JobCenter befinden sich in 5 umliegenden Städten im Ruhrgebiet. Es sollen 300 arbeitslose Jugendliche im Alter von 14.0 bis 24.9 Jahren mit Adipositas und extremer Adipositas (BMI ≥30kg/m2) über einen Zeitraum von 24 Monaten gescreent werden. Insgesamt 80 Probanden sollen in die Studie eingeschlossen werden. Die Eingangsuntersuchungen umfassen eine Reihe von standardisierten Fragebögen zur Erfassung des Gesundheitszustandes, der psychosozialen Situation, psychiatrischer Komorbiditäten und gesundheitsbezogener Lebensqualität sowie eine eingehende medizinische Untersuchung. Alle Jugendlichen, die die Eingangsuntersuchungen abschließen, werden zur Teilnahme an einer standardisierten multi-modalen Lebensstilintervention in Form von 6 Gruppensitzungen über eine Zeitspanne von 3 Monaten eingeladen. Nach 6 Monaten werden die Fragebögen erneut ausgefüllt und die Effekte der Intervention auf die Lebensqualität, die psychosozialen Funktionen und den Gewichts-status (BMI) beurteilt. Jugendliche, die an mindestens 5 Sitzungen teilnehmen und sich für die Durchführung einer bariatrischen Operation interessieren, erhalten Zugang zu einem weiterführenden strukturierten Informations- und Vorbereitungskurs zur bariatrischen Chirurgie. Alle statistischen Analysen erfolgen deskriptiv bzw. explorativ ohne konfirmatorisch zu testende Endpunkte. Die Studie wird Daten zur Machbarkeit der Implementierung der beschriebenen Intervention mit dem Ziel einer Reduktion von Behandlungsbarrieren für arbeitslose Jugendliche mit extremer Adipositas generieren.

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