Beschreibung der Studie

Hat die Kombination einer Herz-Lungen-Maschine mit reduzierter Fremdoberfläche und pulsierendem Fluss einen positiven Einfluss auf die Organfunktion des menschlichen Körpers? Reduzierte Fremdoberflächen verringern die Komplikationsraten bei herzchirurgischen Eingriffen, eine zusätzlich erzeugte Pulsation verbessert die Organfunktion. Eine Kombination beider Techniken in einer neu entwickelten Herz-Lungen-Maschine könnte ohne zusätzlichen Geräteaufwand einerseits Komplikationen vermindern und andererseits die Organfunktion verbessern. In einer Studie an 50 Patienten soll während herzchirurgischer Eingriffe untersucht werden, ob der pulsierende Fluss effektiv in den Körper übertragen wird und dort messbare Unterschiede in den Kapillargefäßen erzeugt. Es wird vermutet, dass der Puls effektiv übertragen werden kann, einen positiven Einfluss auf die Strömung in Kapillaren hat und die Ausschüttung von entzündungsvermittelnden Enzymen vermindert.

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Studiendetails

Studienziel 1. Blutfluss Darm und Mundschleimhaut + abgeleitete Frequenz 2. Relatives Hämoglobin Darm und Mundschleimhaut
Status Teilnahme bald möglich
Studienphase 3
Zahl teilnehmender Patienten 50
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patientenalter > 18 Jahre
  • Patienten mit koronarer Herzerkrankung und der Notwendigkeit einer chirurgischen Bypassoperation mit Herz-Lungen-Maschine
  • Myokardprotektionsverfahren nach Calafiore
  • Schriftliche Zustimmung der Patienten

Ausschlusskriterien

  • Ejektionsfraktion < 20 %
  • Myokardprotektionsverfahren nach Buckberg
  • Akuter Myokardinfarkt < 3 Tage
  • Präoperativ erhöhte Entzündungswerte (CRP > 10 mg/l oder Leukozytose > 12x109/l)
  • Maligne oder immunologische Erkrankungen

Adressen und Kontakt

Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie, Giessen

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Häufig gestellte Fragen

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Obwohl herzchirurgische Eingriffe unter Zuhilfenahme der extrakorporalen Zirkulation (EKZ) mit einer geringen Sterblichkeit von 1-3 % verbunden sind, entwickeln bis zu 1/3 der Patienten Komplikationen wie Rhythmusstörungen bzw. zeitweilig verminderte Organfunktionen. Eine generalisierte Entzündungsreaktion durch die Fremdoberfläche der Herz-Lungen-Maschine sowie die unphysiologische Strömung werden hier als Hauptfaktoren gesehen. In jüngerer Zeit entwickelte minimierte Systeme mit reduzierter Oberfläche und geringeren Füllvolumina können diese Komplikationen deutlich vermindern, indem sie die Häufigkeit von Rhythmusstörungen und Bluttransfusionen reduzieren. Ein Teil der herzchirurgischen Patienten benötigt wegen bereits abgelaufener Myokardinfarktes bereits vor dem operativen Eingriff eine intraaortale Gegenpulsation, bei der ein in der Aorta liegender EKG gesteuerter pulsierender Ballon die Sauerstoffversorgung des Myokards verbessert. Lässt man während der kontinuierlich strömenden EKZ diese Pulsation bestehen, so zeigen verschiedene Studien eine Verbesserung der Endorganfunktion. Neuere minimierte EKZ-Systeme können durch Umdrehungsänderungen der Zentrifugalpumpe diese Pulsation ebenfalls erzeugen. Somit könnte die Pulsation mit der resultierenden verbesserten Endorganfunktion nicht nur bei kritisch kranken Patienten, sondern vor allem im Routinebetrieb ohne zusätzliche Gegenpulsation eingesetzt werden. In dieser Arbeit steht die Frage im Mittelpunkt, ob eine Pulsation der EKZ effizient in den Körperkreislauf übertragen wird, dort energetisch messbare Unterschiede im Vergleich zur kontinuierlichen Strömung erzeugt und die Endorganfunktion positiv beeinflusst. Weiterhin soll untersucht werden, ob eine kontinuierliche bzw. pulsierende Strömung der EKZ Veränderungen in der Mikrozirkulation des Darmes bzw. der Wangenschleimhaut als Endorgangebiete hervorruft.

Quelle

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