Beschreibung der Studie

Es ist bekannt, dass Menschen, die unter Kniegelenksverscheliß (Gonarthrose) leiden, im Alltag weniger aktiv sind und viel sitzen. Es ist jedoch nicht bekannt, welche Aktivitäten im täglichen Leben durchgeführt oder auch vermieden werden (z.B. Laufen, Radfahren, Treppensteigen). In dieser Studie soll daher untersucht werden, welche Aktivitäten im täglichen Leben die unter Gonarthrose leidende Bevölkerung durchführt oder zu vermeiden versucht. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob diese Patienten in der Lage sind, bestimmte Bewegungen wie Gehen oder Treppensteigen ohne Hilfsmittel durchzuführen. Dieses Wissen könnte einen besseren Einblick in die Gründe für ein vermindertes Aktivitätsniveau bei den betroffenen Patienten geben. Teilnehmer, die unter Gonarthrose leiden (gemäß der ACR Richtlinien), können an dieser Studie teilnehmen. Sie werden zunächst aufgefordert, zwei Aktivitätsmonitore für eine Woche zu tragen. Diese Geräte sind klein und unauffällig; die Teilnehmer können ihre normalen Alltagsaktivitäten ohne Einschränkungen durchführen. Ein Gerät wird am Knöchel getragen und das andere wird auf dem Oberschenkel fixiert. Nach dieser Woche werden die Teilnehmer gebeten, in das Ganglabor (UKM) zu kommen, wo einige Funktionstests durchgeführt werden. In diesen Tests werden die Teilnehmer gebeten, von einem Stuhl aufzustehen (Timed-up-and-go) und Treppen zu steigen (± 10 Stufen).

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Studiendetails

Studienziel Die Anzahl der Schritte (Gehen und Treppensteigen), die Anzahl der Wiederholungen oder Zeit innerhalb der Körperhaltung (Stehen oder Sitzen) werden eine Woche lang durch das Tragen der zwei Aktivitätsmonitore erfasst.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 52
Stationärer Aufenthalt Keiner
Finanzierungsquelle European CommissionMarie Skłodowska -Curie Innovative Training Networks

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Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Erwachsene, die gemäß ACR Richtlinien klinisch an Gonarthrose leiden mit Knieschmerzen an ≥ 4 Tagen pro Woche seit ≥3 Monaten

Ausschlusskriterien

  • Die folgenden Ausschlusskriterien sind festgelegt:
  • Rheumatoide Arthritis
  • Diabetes
  • Knie-Endoprothese vorhanden bzw geplant innerhalb der folgenden 3 Monate
  • Eine Erkrankung, die die Alltagsaktivität und die Testausführung beeinträchtigen könnten, z.B. neurologischen Erkrankungen
  • Nutzung ambulanter Hilfsmittel

Adressen und Kontakt

Universitätsklinikum Münster, Münster

Ansprechpartner: M.Sc Maik Sliepen

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Häufig gestellte Fragen

Die Studienlage zeigt, dass Gonarthrose-Patienten im Alltag weniger aktiv sind und viel sitzen. Es ist jedoch nicht bekannt, welche Aktivitäten diese Patienten im täglichen Leben durchführen oder auch vermeiden (z.B. Laufen, Radfahren, Treppensteigen). In dieser Studie soll daher mit Hilfe von Akzelerometern objektiv untersucht werden, welche Aktivitäten Gonarthrose-Patienten im täglichen Leben durchführen oder zu vermeiden versuchen. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob diese Patienten in der Lage sind, bestimmte Bewegungen wie Gehen oder Treppensteigen ohne Hilfsmittel durchzuführen. Dieses Wissen könnte einen besseren Einblick in die Gründe für ein vermindertes Aktivitätsniveau bei den betroffenen Patienten geben. Teilnehmer, die unter Gonarthrose leiden (gemäß der ACR Richtlinien), können an dieser Studie teilnehmen. Sie werden zunächst aufgefordert, zwei Aktivitätsmonitore für eine Woche zu tragen. Diese Geräte sind klein und unauffällig; die Teilnehmer können ihre normalen Alltagsaktivitäten ohne Einschränkungen durchführen. Ein Gerät wird am Knöchel getragen und das andere wird auf dem Oberschenkel fixiert. Nach dieser Woche werden die Teilnehmer gebeten, in das Ganglabor (UKM) zu kommen, wo einige Funktionstests durchgeführt werden. In diesen Tests werden die Teilnehmer gebeten, von einem Stuhl aufzustehen (Timed-up-and-go) und Treppen zu steigen (± 10 Stufen).

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien