Beschreibung der Studie

In dieser Studie wollen wir untersuchen, ob wiederholte sensible Stimulation der Finger-spitzen therapeutische Effekte in der Rehabilitation nach Schlaganfall verbessern kann. Bei der sensiblen Stimulation werden über einen speziellen Handschuh elektrische Impulse an die Fingerspitzen übertragen. Von den Fingerspitzen werden die Impulse über Nervenbahnen in Gehirnbereiche weitergeleitet, die für die Bewegung der Hand zuständig sind. Die direkte Stimulation dieser Gehirnbereiche sorgt für eine Reaktivierung des durch den Schlaganfall geschädigten Areals. Außerdem werden in benachbarten, nicht betroffenen Gehirngebieten Ausgleichsprozesse gefördert. Nun wollen wir herausfinden, ob sich durch sensible Stimulation die Therapieeffekte von roboterunterstütztem Armtraining auf die Motorik und die Sensorik nach Schlaganfall beschleunigen und verbessern lassen.

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Studiendetails

Studienziel Fugl-Meyer Test für die obere Extremität. Der Test misst die selektive motorische Kontrolle der oberen Extremität nach Schlaganfall. Erhoben wir der Fugl-Meyer Test vor der Interventionsphase, nach der Interventionsphase und in einem Follow-Up drei Wochen nach Interventionsende
Status Teilnahme möglich
Studienphase 1
Zahl teilnehmender Patienten 44
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Schoen Klinik Bad Aibling

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Unilateraler ischämischer oder hämorrhagischer Hirninfarkt (≥4 Wochen); Hemiparese der oberen Extremität (SULCS score 1 -6); Alter: 18 – 80 Jahre

Ausschlusskriterien

  • Elektrohypersensibilität, Schwere Polyneuropathie bzw. periphere Nervenläsion i.B. der betroffenen Extremität, Metallimplantate im Bereich der paretischen Extremität, Herzschrittmacher, Epilepsie, Instabile bzw. nicht belastungsstabile Frakturen der betroffenen Extremität, Schwere Schmerzsyndrome, Offene Hautläsionen im Stimulationsbereich, Unfähigkeit zum Sitzen oder medizinische Kontraindikation für eine sitzende Haltung, Schwere Aphasie oder schwere kognitive Beeinträchtigung, die die Durchführung der Assessments oder der Therapie ausschließen.

Adressen und Kontakt

Schön Klinik Bad Aibling, Bad Aibling

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Ein wichtiges Ziel von therapeutischen Verfahren in der Rehabilitation nach Schlaganfall ist die Indizierung von neuroplastischen Mechanismen um Reorganisation und sensomotorische Verbesserungen voranzutreiben. Periphere repetitive sensible Stimulation kann plastische Reorganisationsprozesse im oder um den Bereich, der dysfunktional geworden ist, induzieren. Bei Gesunden wie bei chronischen und subakuten Patienten konnten positive therapeutische Effekte von repetitiver sensibler Stimulation auf die Sensorik und Motorik nachgewiesen werden. Beim Schlaganfall kommt es in bis zu 80 % der Betroffenen zu erheblichen Lähmungen, die den Alltag der Patienten massiv behindern. Weniger auffallend und daher weniger stark beachtet, treten sensible Ausfälle mit ähnlicher Häufigkeit auf und können die motorische Erholung zusätzlich beeinträchtigen. Periphere repetitive sensible Stimulation hat den besonderen Vorteil, dass es eine passive Therapieform ist und keiner besonderen Aufmerksamkeit durch den Patienten bedarf. Das therapeutische Verfahren eignet sich daher gut für die Kombination mit anderen therapeutischen Verfahren. In dieser Pilotstudie wird die Wirksamkeit von repetitiver sensibler Stimulation in Kombination mit roboterunterstützter Therapie auf die Hand- und Armfunktion bei subakuten Schlaganfallpatienten untersucht. Dabei erhalten die Patienten 45 Minuten sensible Stimulation der Fingerspitzen mit dem tipstim®-System. Unmittelbar an die sensible Stimulation schließt eine Einheit roboterunterstütztes Training für die obere Extremität an. Die Anwendung erfolgt viermal wöchentlich über eine Dauer von 3 Wochen. Es wird erwartet, dass die repetitive sensibele Stimulation die plastische Reorganisation fördert und dadurch die Therapieeffekte verbessert. Folgende Hypothese soll mit der Studie überprüft werden: Sensible Stimulation verbessert die Therapieeffekte von roboterunterstütztem Training auf die Arm- und Handfunktion gegenüber einer Vergleichsgruppe mit Sham-Stimulation.

Quelle

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