Beschreibung der Studie

Patienten mit großflächigen Verbrennungen leiden in den ersten Stunden nach der Verletzung an einer Undichtigkeit ihres Gefäßsystems. Dadurch geht Flüssigkeit in das umliegende Gewebe verloren und es bilden sich Ödeme. Das Gefäßläck und die Ödeme führen zu einer Unterversorgung der Organe mit Blut und dadurch zu weiteren Schädigungen des Körpers, die nicht direkt durch die Verbrennung verursacht wurden. Es sollen 10 Patienten in die Studie eingeschlossen werden, die eine schwere Verbrennung von mindestens 20% ihrer Körperoberfläche erlitten haben. Untersucht wird vom Zeitpunkt der Aufnahme über eine Woche wiederholt das Blut und der Urin der Patienten, um Abbauprodukte der Gefäßwand aufzuspüren. Durch Ultraschalluntersuchungen des Gewebes soll das Ausmaß der Ödembildung gemessen werden. Die Hypothese der Studie ist, dass anhand der Abbauprodukte der Gefäßwände im Blut und Urin Rückschlüsse auf die Art der Gefäßwandschädigung und deren zeitlichen Verlauf gezogen werden können. Durch ein besseres Verständnis von Gefäßleck und Ödementstehung sollen in Zukunft Strategien entwickelt werden, um Verbrennungspatienten vor schwerwiegenden Komplikationen zu schützen.

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Studiendetails

Studienziel Primärer Endpunkt ist die Triade der Mikrozirkulationsstörung: 1. Endothelstörung, 2. Kapillarleck bzw. Ödementstehung, 3. Proteinurie. Die unter 1 - 3 definierten Variablen werden alle zu folgenden Zeitpunkten bestimmt: Aufnahme auf Station, 6 h nach Aufnahme, 12 h nach Aufnahme, 24 h nach Aufnahme, 48 h nach Aufnahme, 96 h nach Aufnahme, 192 h nach Aufnahme. Die Beobachtungsspanne beträgt also 196 h ab Aufnahme auf Station. 1. wird definiert durch Blutkonzentration von Syndecan-1, Glycosaminoglycane, Endostatin, Cathepepsin-L, Tumstatin, Matrix-Metalloproteinase-2, Matrix-Metalloproteinase-9 2. wird definiert durch Gewebeultraschallmessungen an nicht verbrannten Körperpartien basierend auf der Klassifikation von Suehiro et al. (Annals of vascular diseases. 2013:6(2):180-8) 3. wird definiert durch die Konzentration von Proteinen im 24h-Sammelurin
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 10
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Epidemiologische Studie
Finanzierungsquelle Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Patienten mit Verbrennungstrauma
  • Das Verbrennungstrauma betrifft mindestens 20% der Körperoberfläche

Ausschlusskriterien

  • Der Zeitpunkt der Verbrennungstraumatisierung liegt bei Einschluss in die Studie länger als 24 Stunden zurück
  • Es liegen zusätzlich schwere Traumatisierungen im Sinne einer Polytraumatisierung vor
  • Jeder andere Zustand, der nach Ansicht des Prüfers den Patienten für die Aufnahme in die Studie ungeeignet erscheinen lässt
  • Ablehnung des Einschlusses durch den Patienten, den Betreuer oder den Konsiliararzt

Adressen und Kontakt

Kliniken der Stadt Köln gGmbH, Krankenhaus Köln-Merheim, Schwerverbrannten-Intensivstation, Köln

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Patienten mit großflächigen Verbrennungen leiden in den ersten Stunden nach dem Trauma an einem Capillary Leak Syndrom. Dadurch geht Flüssigkeit in das umliegende Gewebe verloren und es bilden sich Ödeme. Problematisch sind vor allem Lungenödem, Hirnödem und das Auftreten des abdominellen Kompartment-Syndroms. Das Gefäßläck und die Ödeme führen zu einer Unterversorgung der Organe mit Blut und dadurch zu weiteren Schädigungen des Körpers, die nicht direkt durch die Verbrennung verursacht wurden. Welche Mechanismen genau zu der Durchlässigkeit der Gefäßbarriere führen, ist nicht vollständig verstanden. Es scheint jedoch eine Schädigung der endothelialen Glycocalyx und von Basalmembrananteilen mitverantwortlich zu sein. Es sollen 10 Patienten in die Studie eingeschlossen werden, die eine schwere Verbrennung von mindestens 20% ihrer Körperoberfläche erlitten haben. Untersucht wird vom Zeitpunkt der Aufnahme über eine Woche wiederholt das Blut und der Urin der Patienten, um Abbauprodukte der Gefäßwand aufzuspüren (Syndecan-1, Glycosaminoglycane, Endostatin, Cathepsin-L, Tumstatin, Matrix-Metalloprotease 2, Matrix-Metalloprotease 9). Zusätzlich wird im Blut der Patienten die Konzentration von TNF-alpha und NTpro-BNP bestimmt. Sowohl TNF-alpha, als auch NTpro-BNP stehen im Verdacht, die endotheliale Glycocalyx zu schädigen. Durch Ultraschalluntersuchungen des Gewebes soll das Ausmaß der Ödembildung gemessen werden. Die Hypothese der Studie ist, dass anhand der Abbauprodukte der Gefäßwände im Blut und Urin Rückschlüsse auf die Art der Gefäßwandschädigung und deren zeitlichen Verlauf gezogen werden können. Durch ein besseres Verständnis von Gefäßleck und Ödementstehung sollen in Zukunft Strategien entwickelt werden, um Verbrennungspatienten vor schwerwiegenden Komplikationen zu schützen.

Quelle

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