Beschreibung der Studie

Die Lungenspiegelung wird entsprechend den Vorgaben durchgeführt. Dabei werden die Atemwege mit einem Bronchoskop (dünner Schlauch mit Videokamera) inspiziert. In der Regel wird dies unter Verwendung einer Narkose durchgeführt. Dabei werden die mit Ihnen vereinbarten Eingriffe durchgeführt, die mit einem erhöhten Risiko für eine Lungenverletzung einhergehen (Pneumothorax). Hierbei käme es zu einem Luftaustritt in die Brustkorbhöhle und die Lunge fällt zusammen. Dies überprüft man mit einer Röntgenuntersuchung nach zirka 2 Stunden. Im Rahmen der Studie überprüfen wir nun zusätzlich mittels Ultraschall, ob sich eine Lungenverletzung bereits direkt nach der Bronchoskopie erkennen lässt. Die Lunge lässt sich mit dem Ultraschall sehr gut darstellen. Im Fall einer Verletzung kann die ausgetretene Luft mit großer Genauigkeit von Lungengewebe abgegrenzt werden. In diesem Fall wird eine Markierung auf Ihre Haut aufgebracht, die die aktuelle Größe der Luftansammlung zeigt. Anschließend werden Sie in den Aufwachraum verbracht, es besteht Bettruhe. Dort werden wir nach 2 Stunden nochmals eine Ultraschalluntersuchung vornehmen und beurteilen, ob die Verletzung an Größe zu- oder abgenommen hat, indem wir die Position der Luft mit den bestehenden Markierungen vergleichen, oder ob sich erst dann eine Lungenverletzung zeigt. Außerdem führen wir die übliche Röntgenaufnahme durch.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Nicht-Unterlegenheit der postinterventionellen Sonographie zur Erkennung eines iatrogenen Pneumothorax im Vergleich zum Röntgen-Thorax.
Status Rekrutierung abgeschlossen, follow up abgeschlossen
Studienphase 4
Zahl teilnehmender Patienten 100
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Ruhrlandklinik Essen

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Bronchoskopische Intervention mit erhöhtem Pneumothorax-Risiko, insbesondere
  • ELVR durch EBV/IBV und Coils
  • TBB mittels Zange und Kryosonde

Adressen und Kontakt

An dieser Studie können Sie leider nicht mehr teilnehmen. Hier finden Sieaktuelle Pneumothorax-Studien.

Häufig gestellte Fragen

In unserem übersichtlichen Ratgeber finden Sie alle Antworten zu Fragen über klinische Studien.

Ratgeber öffnen

Alle Prozeduren mit einem erhöhten Pneumothorax-Risiko werden in den kommenden 6 Monaten sonographisch überwacht. Hierzu zählen jede diagnostische Biopsie bei bisher unklarer ILD & Ventilimplantation. Eine Ultraschalluntersuchung wird zunächst bettseitig direkt nach der Intervention noch in der Bronchologie durchgeführt und elektronisch dokumentiert. Verwendet wird hierzu ein 10 MHz-Linearschallkopf. Als Kontrolle dient die Röntgen-Thorax-Aufnahme nach Hausstandard, d.h. vor der Verlegung erfolgt eine Übersichtsaufnahme (p.a.), bei Befunddiskrepanz mit der Sonographie wird eine zusätzliche Röntgenaufnahme in Exspiration angefertigt. Als sonographische Zeichen eines Pneumothorax gelten und sind elektronisch zu dokumentieren: a) fehlendes Pleuragleiten; b) Reverberationen mit „Stratosphere sign“ im M-Modus; c) fehlender Nachweis des Pleurarandwinkels. Sollte ein Pneumothorax detektiert werden, erfolgt im Aufwachraum bei stabilen Vitalparametern die übliche konservative Therapie (LTOT, Bettruhe, Antitussiva, ggf. im Verlauf Stuhlregulation). Im Fall eines Pneumothorax wird der „Lung Point“, der den Übergang von Pneumothorax auf regelrecht anliegendes Lungengewebe darstellt, auf der Haut markiert (Stift oder Pflaster) und nach 2h vor Verlegung aus dem Aufwachraum kontrolliert. Hierfür ist ein funktionsgleicher Ultraschallkopf zu verwenden, außerdem sollten alle Untersuchungen durch die gleiche Person durchgeführt werden. Gleichzeitig werden nochmals die Vitalparameter notiert. Bei sonographisch progredientem Befundes im Vergleich zum direkt postinterventionellen Setting (Größerer Pneumothorax, klinische Zeichen einer Spannungskomponente mit erhöhter HF >10% des A.W., SO2-Abfall oder steigender O2-Bedarf) erfolgt eine Entlastung mittels Einmalpunktion, bei klinisch danach weiter manifester Einschränkung auch ggf. Drainagetherapie. Konservativ therapierte Patienten werden nach 24 Stunden nochmals sonographiert. In einem CRF-Bogen erfolgt die Dokumentation. Ziele 1. Etablierung der Sonographie im interventionellen Setting 2. Ergänzend zur Röntgen-Aufnahme soll die Einordnung der Sonographie als Tool zur Risikostratefizierung dienen. Der direkte Methodenvergleich mit dem Röntgen-Thorax, ggf. in Abhängigkeit des Eingriffs, soll den Stellenwert der nebenwirkungsfreien Sonographie dokumentieren. Erwartet wird eine Sofortdetektion im Falle eines Pneumothorax, sodass bei Fehlen desselben auf eine weitere Röntgen-Thoraxaufnahme verzichtet und die Strahlenbelastung für den Patienten reduziert werden kann. 3. Erwartet wird über dieses Verfahrung auch eine Entlastung der Kapazitäten des AWR und der Intensivstation, wenn Patienten ohne Pneumothorax ggf. dort keinen oder einen kürzeren Aufenthalt benötigen. Literatur 1) Alrajab et al, Crit Care 2013 2) Ding et al, Chest 2011 3) Reissig et al., Eur J Radiol 2005 4) Kumar et al, J Bronchol Intervent Pulmonol 2015

Quelle

Sponsoren: Registrieren Sie sich auf Viomedo, um Ihre Studien zu veröffentlichen.

Annotation headline

Annotation Synonyms

Annotation text

Weiterlesen Quelle: