Beschreibung der Studie

Der Begriff „Fieber unbekannter Ursache“, kurz FUO (engl. fever of unknown origin), wurde in den 60er-Jahren des vorherigen Jahrhunderts geprägt. Man versteht darunter einen fieberhaften Zustand, der trotz intensiver diagnostischer Bemühungen keine Diagnose zutage fördert. In der gegenwärtigen Studie wollen wir untersuchen, ob und wann die Bezeichnung „FUO“ zum heutigen Zeitpunkt noch gerechtfertigt ist, da sich v.a. die diagnostischen Möglichkeiten seit den 1960er Jahren deutlich weiterentwickelt haben.

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Studiendetails

Studienziel Es werden die erhobenen klinischen (Anamnese, Status, Lungenröntgen, Ergebnis des Naproxen Tests und des 18FDG-PET/CTs) und laborchemischen (Blutbild, Differentialblutbild, Blutchemie, Gerinnung, Schilddrüsenhormone, Blutkulturen, Harnsediment, Biomarkeranalysen für Malignität, Infektionen, Sepis und Autoimmungeschehen) Marker mittels statistischer Verfahren (principal component analysis) der endgültigen Zahl der Fälle angepasst, um in der Hauptanalyse (multiple regression) suffiziente Power zu gewährleisten und somit einen diagnostischen Algorithmus für zukünftige Patienten zu erstellen.
Status Teilnahme nicht mehr möglich
Zahl teilnehmender Patienten 168
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Finanzierungsquelle Abteilung für Rheumatologie Medizinische Universität Wien

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Fieber ≥37.8°C (oral gemessen an ≥3 Zeitpunkten) für ≥1 Woche.

Ausschlusskriterien

  • Patienten mit Immundefizienz, wie HIV, Neutropenie, oder andere immunsupprimierte Zustände; Nosokomiales Fieber; Patienten <18 Jahren; Nicht-einwilligungsfähige Patienten; Schwangere

Adressen und Kontakt

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Häufig gestellte Fragen

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Fieber unbekannter Ursache (FUO) wurde 1961 von Petersdorf und Beeson als ein über mindestens drei Wochen anhaltender fieberhafter Zustand ≥38.3°C beschrieben, welcher trotz intensiver diagnostischer Bemühungen keine Diagnose zutage fördert. In dieser Studie wollen wir untersuchen, ob diese mehr als 50 Jahre alte Definition in einem Zeitalter modernster diagnostischer Medthoden noch haltbar ist und die "wahre" Prävalenz von FUO, sowie dessen zugrundeliegende Erkrankungen ergründen. Zu diesem Zweck sollen in den nächsten zwei Jahren Patienten mit anhaltenden Fieberzuständen (≥37.8°C oral gemessen, ≥1Woche) rekrutiert werden. Diese Patienten werden einen diagnostischen Algorithmus durchlaufen, welcher neben klinischen Routineuntersuchungen (Blutabnahme, Lungenröntgen, etc.) auch diagnostische Therapien (Naproxen Test), sowie Bildgebungen (18FDG-PET/CT) beinhaltet. Die am Ende der Studie vorliegenden klinischen und laborchemischen Daten sollen herangezogen werden um einen diagnostischen Algorithmus für Patienten mit anhaltenden unklaren Fieberzuständen zu etablieren und zukünftige Patienten schneller diagnostizieren zu können.

Quelle

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