Beschreibung der Studie

Ziel dieses Forschungsprojektes ist eine umfangreiche Untersuchung und Beschreibung der kognitiven Plastizität (KP), d.h. dem Lernvermögen unter Einbezug der Erfahrung, in verschiedenen geistigen Fähigkeiten bei Gesunden im mittleren und höheren Erwachsenenalter ohne geistige Beeinträchtigungen. Weiterhin sollen Zusammenhänge zwischen der individuellen KP und soziodemographischen (Alter, Bildung, Geschlecht), klinischen (gesundheitsbezogenen), neuropsychologischen Charakteristika (Leistungen in neuropsychologischen Tests), sowie dem Lifestyle (Aktivität über die Lebensspanne) untersucht werden. Die gewonnenen Daten gesunder Probanden sollen perspektivisch auch als Vergleichswerte für die Erforschung der KP bei Patienten mit Morbus Parkinson (Parkinson's Disease, PD) dienen. Hypothesen: 1. KP kann in allen untersuchten Altersgruppen nachgewiesen werden. 2. KP nimmt mit zunehmendem Alter ab. 3. Männer weisen im nonverbalen (visuell-räumlichen) Gedächtnis eine höhere KP auf als Frauen. 4. Frauen weisen im verbalen (sprachlichen) Gedächtnis eine höhere KP auf als Männer. 5. Frauen und Männer weisen keine Unterschiede der exekutiven (gezieltes Durchführen von Handlungen) KP auf. 6. Je höher die Bildung, die Aktivität über die Lebensspanne, die Fähigkeit des logischen Schlussfolgerns, die allgemeine mentale Leistungsfähigkeit, die Schlafqualität, sowie die Arbeitsgedächtnisleistung (vorübergehende Speicherung und Nutzung von Informationen), desto höher die KP bei Gesunden. 7. Ein höheres Alter, depressive Symptome, das Körper-Masse-Verhältnis (Body-Mass Index, BMI), selbst empfundene Gedächtnisbeeinträchtigungen und das Vorliegen einer Blutdruckänderung, sagen eine geringere KP bei Gesunden vorher.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Der primäre Endpunkt ist die kognitive Plastizität, das heißt, die Lernzunahme nach kognitiver Intervention. Folgende Verfahren werden angewandt um dies zu messen: - Verbal Learning Memory Potential test (VLMPt) – unveröffentlichte deutsche Modifikation (verbale Gedächtnisplastizität) - Position Learning Potential test (PLPt) – unveröffentlichte deutsche Modifikation (nonverbale Gedächtnisplastizität) - Verbal Fluency test (VFt) – unveröffentlichte deutsche Modifikation (exekutive Plastizität) Gedächtnisplastizität.
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 150
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Uniklink Köln, Poliklinik für Neurologie und Psychiatrie

Ihr ganz persönlicher Studienberater

Über 25.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Es darf keine kognitive Beeinträchtigung bestehen. Ausreichendes Sehen und Hören muss gewährleistet sein.

Ausschlusskriterien

  • kognitive Beeinträchtigung, unzureichend korrigierte Seh- und Hörbeeinträchtigung, akute psychiatrische Erkrankungen, aktuelle oder vergangene neurologische Erkrankungen, 39 Jahre und jünger, 81 Jahre und älter

Adressen und Kontakt

Medizinische Psychologie, Cologne

Ansprechpartner: MSc Sarah P. Rehberg

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Ziel dieses Forschungsprojektes ist eine umfangreiche Untersuchung und Beschreibung der kognitiven Plastizität (KP), d.h. der Lernfähigkeit nach einem kurzzeitigen Strategientraining, in verschiedenen kognitiven Domänen bei Gesunden im mittleren und höheren Erwachsenenalter. Weiterhin sollen Zusammenhänge der KP zu soziodemographischen, klinischen, neuropsychologischen und Lifestyle-Charakteristika untersucht werden. Die gewonnenen Daten gesunder Probanden sollen perspektivisch auch als Vergleichswerte für die Erforschung der KP bei Patienten mit Morbus Parkinson (Parkinson's Disease, PD) dienen. Die aktuell laufende BMBF-geförderte LANDSCAPE-Studie unter Beteiligung von Frau Univ.-Prof. Kalbe untersucht in einer multizentrischen Langzeitbeobachtung kognitive Störungen bei PD-Patienten, u.a. in der KP. Hypothesen: 1. KP kann in allen Altersgruppen nachgewiesen werden. 2. KP nimmt mit zunehmendem Alter ab. 3. Männer weisen im nonverbalen Gedächtnis eine höhere KP auf als Frauen. 4. Frauen weisen im verbalen Gedächtnis eine höhere KP auf als Männer. 5. Frauen und Männer weisen keine Unterschiede der exekutiven KP auf. 6. Die Bildung, Aktivität über die Lebensspanne, die Fähigkeit des logischen Schlussfolgerns, der globale kognitive Status, die Schlafqualität, sowie die Arbeitsgedächtnisleistung sind positive Prädiktoren für die KP bei Gesunden. 7. Alter, subjektive Gedächtnisbeeinträchtigungen, Depression, sowie Body-Mass Index (BMI), Hypo- & Hypertonie sind negative Prädiktoren für die KP bei Gesunden.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien