Beschreibung der Studie

Präventionsmaßnahmen erreichen oft nicht alle Bevölkerungsgruppen in gleichem Ausmaß. Die Erreichbarkeit der verschiedenen Gruppen hängt unter anderen von den vorhandenen Netzwerken und Handlungs- und Steuerungsressourcen in Quartieren, Stadteilen oder Gemeinden ab. Um vulnerable Bevölkerungsgruppen für Bewegungsförderung zu erreichen, ist es deshalb wichtig, an den lokalen Strukturen anzusetzen. In diesem Sinne geht das Konzept der gemeindebezogenen Handlungsbereitschaft (Community Readiness) davon aus, dass zunächst eine gewisse Stufe hinsichtlich Problembewusstsein und Handlungsressourcen in den Stadtteilen oder Gemeinden erreicht werden muss, bevor eine Präventionsmaßnahme erfolgreich umgesetzt werden kann. Ziel dieses Projekts ist es, die Wirksamkeit und Kosteneffektivität von Maßnahmen zur Steigerung der Community Readiness am Beispiel eines Bewegungsangebots für ältere Menschen zu untersuchen.

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Studiendetails

Studienziel Kontrolle der Reichweite: Dem RE-AIM-Modell folgend wird die Programmreichweite als Anzahl der Interventionsteilnehmer*innen geteilt durch die Gesamtzahl der potentiellen Teilnehmer*innen in der Kommune berechnet Ungleichheit im Zugang: Die Anzahl und der Anteil der vulnerablen älteren Menschen unter den Teilnehmenden wird als Indikator für soziale Ungleichheit im Zugang benutzt.
Status Teilnahme bald möglich
Zahl teilnehmender Patienten 1104
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Interventionell
Kontrolle Wirksame Behandlung
Finanzierungsquelle Bundesministerium für Bildung und Forschung Dienstsitz Berlin
Weitere Informationen Studienwebseite

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Kommune in der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordweseten, Einschluss von 8 Kommunen mit dem höchsten Anteil von Menschen im Alter zwischen 65-75 Jahren

Ausschlusskriterien

  • Kommunen außerhalb der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten, niedriger Anteil von Menschen im Alter zwischen 65 und 75 Jahren

Adressen und Kontakt

Kommunen, Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten

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Häufig gestellte Fragen

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Ratgeber öffnen

Der ungleiche Zugang zu Präventionsangeboten ist ein wesentlicher Grund, weshalb Präventionsmaßnahmen möglicherweise gesundheitliche Ungleichheit verstärken, anstatt diese zu verringern. Die Erreichung gleicher und gerechter Zugangsmöglichkeiten zu Prävention und Gesundheitsförderung ist deshalb von großer Public Health Relevanz. Es konnte gezeigt werden, dass die Anpassung an die gesundheitspsychologischen Stadien der Verhaltensänderung die Reichweite und Wirksamkeit von Bewegungsinterventionen verstärkt. Das Konzept der gemeindebezogenen Handlungsbereitschaft (Community Readiness) geht über die individuelle Ebene hinaus und wendet ein Stadienmodell auf gesamte Kommunen an. Das Konzept geht davon aus, dass ein gewisses Maß an Problembewusstsein und Vorplanung in einer Kommune vorhanden sein muss, damit eine Intervention zur Gesundheitsförderung erfolgreich umgesetzt werden kann. Es wird daher empfohlen, die gemeindebezogene Handlungsbereitschaft zu untersuchen und, wenn nötig zu verbessern, bevor die eigentliche Maßnahme umgesetzt wird. Nach unserem Wissen wurde die Wirksamkeit von Maßnahmen zur Steigerung der gemeindebezogenen Handlungsbereitschaft in Bezug auf die Erreichbarkeit vulnerabler älterer Menschen bisher noch nicht systematisch untersucht. Da Maßnahmen zur Steigerung der gemeindebezogenen Handlungsbereitschaft (z.B. Einrichtung von Arbeitskreisen und Netzwerken) ein hohes Maß an zeitlichen und finanziellen Ressourcen von allen Beteiligten erfordern, ist eine Analyse der Kosteneffektivität solch partizipatorischer Ansätze notwendig. Auch wenn gemeindebezogene Ansätze zu einer Steigerung der Teilnahmerate von vulnerablen älteren Menschen (niedriger sozioökonomischer Status [SES], Migrationshintergrund, männlich, hoher Body Mass Index [BMI], geringes Maß an körperlicher Aktivität) an Bewegungsinterventionen führen, muss ein umfassendes Verständnis von Barrieren im Zugang zu diesen Interventionen entwickelt werden. Ziel dieses Teilprojekts ist es, die Wirksamkeit und Kosteneffektivität von Maßnahmen zur Steigerung der gemeindebezogenen Handlungsbereitschaft am Beispiel einer Bewegungsintervention für vulnerable ältere Menschen zu untersuchen.

Quelle

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