Beschreibung der Studie

Zum Behandlungskonzept bei Patienten mit schwerem Lungenversagen gehört die maschinelle Beatmung, um den Gasaustausch in der Lunge zwischen den Lungenbläschen sowie dem Blut aufrecht zu erhalten. Zusätzlich kommt häufig die komplette Bauchlagerung zum Einsatz. Das bedeutet, der Patient wird für 8-12 Stunden um 180 Grad in seiner Längsachse auf den Bauch gedreht. In Studien hat sich gezeigt, dass sich die Sauerstoffversorgung des Patienten dadurch verbessert. Im Rahmen dieser Therapiemaßnahme werden verschiedene Daten zur Beurteilung der Lungenbelüftung erhoben und beurteilt, ob sich der Gesamtzustand des Patienten durch das Lagerungsmanöver verbessert. Unter anderem kommt dafür die Elektroimpedanztomographie (EIT), mit der sich die Belüftung der Lunge untersuchen lässt, zum Einsatz. Bis heute konnte nicht eindeutig herausgefunden werden, worauf genau die positiven Veränderungen des Gasaustausches zurück zu führen sind und warum bei einigen Patienten keine Verbesserung des Gasaustausches durch die Bauchlagerung eintritt. Daher sollen in dieser Studie die auf der Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Leipzig im klinische Alltag erhobenen Daten pseudonymisiert ausgewertet werden, um die Wirkungsweise der Bauchlagerung besser zu verstehen und diese in Zukunft gezielter einsetzen zu können. Das bedeutet, dass keine zusätzlichen Belastungen oder Unannehmlichkeiten auf die Patienten zukommen, sondern die erhobenen Daten (EIT-Messung, klinische Parameter wie Blutdruck, Beatmungseinstellungen, Sauerstoffkonzentration, Laborwerte, vorhandene radiologische Bildgebung) nochmals genauer im Rahmen dieser Studie analysiert werden. Diese Auswertung und eine Publikation der Ergebnisse findet pseudonymisiert statt, das heißt, dass keine Rückschlüsse auf den Namen bzw. die Identität des Patienten möglich sind. Das primäre Ziel dieser Studie ist der Nachweis einer Umverteilung der Belüftung zu Gunsten der dem Rücken zu gelegenen Lungenregionen durch die Bauchlagerung.

Studie via E-Mail versenden

Studiendetails

Studienziel Nachweis einer Umverteilung der Ventilation zu Gunsten der dorsal gelegenen Lungenregionen durch die Bauchlagerung in der Elektroimpedanztomographie
Status Teilnahme möglich
Zahl teilnehmender Patienten 30
Stationärer Aufenthalt Keiner
Studientyp Beobachtungsstudie
Finanzierungsquelle Klinik für Anästhesiologie und IntensivtherapieUniversitätsklinikum Leipzig

Ihr ganz persönlicher Atemnotsyndrom des Erwachsenen-Studienberater

Über 25.000 Patienten und Angehörige erhalten über den Studienberater aktuelle und passende Studien per E-Mail. Melden Sie sich jetzt an!

  • Neue Behandlungen entdecken
  • Keine Chance verpassen
  • Wichtigen Beitrag zum medizinischen Fortschritt leisten

Kostet die Teilnahme Geld?

Alle während der Studie durchgeführten Behandlungen und Untersuchungen sind für Sie kostenfrei.

Teilnahme­voraussetzungen

Einschlusskriterien

  • Indikationsstellung zur therapeutischen Bauchlagerung und Monitoring der Belüftung mittels Elektroimpedanztomographie durch die behandelnden Ärzte
  • durchgeführte Bauchlagerung nach klinikinterner SOP (standard operation procedure)
  • Vorliegen eines ARDS (PaO2/FiO2 Quotient <300) nach der Berlin Definition (ARDS Definition Task Force, JAMA 2012)

Ausschlusskriterien

  • Patienten, bei denen die Elektroimpedanztomographie nicht zum Einsatz kommt

Adressen und Kontakt

Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Leipzig

Ansprechpartner: Prof. Dr. med. Hermann Wrigge

Ihre Nachricht wurde erfolgreich übermittelt!

Etwas ist schief gelaufen. Bitte versuchen Sie es noch einmal.

Häufig gestellte Fragen

Zum Behandlungskonzept bei Patienten mit Acute Respiratory Distress Syndrome (ARDS) gehört die maschinelle Beatmung. Zusätzlich kommt häufig die komplette Bauchlagerung zum Einsatz. Das bedeutet, der Patient wird für 8-12 Stunden um 180 Grad in seiner Längsachse auf den Bauch gedreht. In Studien hat sich gezeigt, dass dadurch insbesondere bei Patienten mit einem schweren ARDS (PaO2/FiO2-Quotient <100) die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich steigt. Im Rahmen dieser Therapiemaßnahme werden an unserer Klinik verschiedene Daten zur Beurteilung der Lungenbelüftung erhoben und beurteilt, ob sich der Gesamtzustand des Patienten durch das Lagerungsmanöver verbessert. Unter anderem kommt dafür die Elektroimpedanztomographie (EIT), mit der sich die Belüftung der Lunge untersuchen lässt, zum Einsatz. Bis heute konnte nicht eindeutig herausgefunden werden, worauf genau die positiven Veränderungen des Gasaustausches zurück zu führen sind und warum bei einigen Patienten keine Verbesserung des Gasaustausches durch die Bauchlagerung eintritt. Daher sollen in dieser Studie die auf der Intensivstation der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie am Universitätsklinikum Leipzig im klinische Alltag erhobenen Daten pseudonymisiert ausgewertet werden, um die Wirkungsweise der Bauchlagerung besser zu verstehen und diese in Zukunft gezielter einsetzen zu können. Das bedeutet, dass keine zusätzlichen Belastungen oder Unannehmlichkeiten auf die Patienten zukommen, sondern die erhobenen Daten (EIT-Messung, klinische Parameter wie Blutdruck, Beatmungseinstellungen, Sauerstoffkonzentration, Laborwerte, vorhandene radiologische Bildgebung) nochmals genauer im Rahmen dieser Studie analysiert werden. Diese Auswertung und eine Publikation der Ergebnisse findet pseudonymisiert statt, das heißt, dass keine Rückschlüsse auf den Namen bzw. die Identität des Patienten möglich sind. Das primäre Ziel dieser Studie ist der Nachweis einer Umverteilung der Belüftung zu Gunsten dorsal gelegener Lungenregionen durch die Bauchlagerung.

Klinische Studien werden durchgeführt, um die Sicherheit und Wirksamkeit von Medikamenten, medizinischen Geräten oder Verfahren nachzuweisen. Sie untersuchen, welche Behandlungsmethode sich am besten zur Therapie einer bestimmten Erkrankung oder Gruppe von Betroffenen eignet. Vor der Marktzulassung müssen alle neuen Behandlungsmethoden einer Reihe von klinischen Prüfungen unterzogen werden.

Klinische Studien bilden die Voraussetzungen für neue Behandlungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse klinischer Studien treiben den medizinischen Fortschritt. Sie geben Ärzten das Wissen darüber wie Behandlungen eingesetzt werden und für wen sie sich am besten eignen. Nur durch den Einsatz der freiwilligen Teilnehmer können Studien erfolgreich abgeschlossen werden. Die teilnehmenden Patienten bekommen auch die Möglichkeit sehr früh von einer neuen Behandlung zu profitieren. Es dauert nämlich durchschnittlich 12 Jahre bis eine neue Behandlung öffentlich verfügbar wird. Alle Behandlungen und Medikamente, die Patienten derzeit nutzen, wurden im Rahmen klinischer Studien erprobt, um sicherzugehen, dass diese sicher sind und wirken.

Damit sichergestellt wird, dass nur diejenigen Betroffenen an der Studie teilnehmen, die am wahrscheinlichsten davon profitieren, werden Sie von dem Studienarzt umfassend untersucht. Dieser Vorgang wird als Screening bezeichnet und findet, vor einer möglichen Studienteilnahme, in dem jeweiligen Studienzentrum statt. Dazu gehört auch ein Gespräch mit dem Studienarzt, welches Sie umfassend über die Studie aufklärt und Ihnen die Möglichkeit gibt, Fragen zu stellen. Je nach Studie sind zusätzliche Untersuchungen (z.B. Labor oder Ultraschall) notwendig, um zu bestimmen, ob Sie an der Studie teilnehmen können.

Es gibt verschiedene Gründe, an klinischen Studien teilzunehmen. Durch Ihre Teilnahme leisten Sie einen wertvollen Beitrag zur medizinischen Forschung. Sie erhalten Zugang zu neuartigen Behandlungsmethoden, die sich möglicherweise besser für Ihre Erkrankung eignen, als bisherige Ansätze. Darüber hinaus könnten Sie von der intensiven und individuellen medizinischen Betreuung in den Studienzentren profitieren. Die Teilnahme an einer klinischen Studie eröffnet vielen Betroffenen eine neue Perspektive, ihre gesundheitliche Situation verbessern zu können.

Klinische Studien werden durchgeführt, weil noch nicht alle Einzelheiten über ein Medikament, medizinisches Gerät oder Verfahren bekannt sind. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie nicht von der Studienteilnahme profitieren. Alle potenziellen Risiken werden vor Studienbeginn mit Ihnen ausführlich im Studienzentrum besprochen. So können Sie für sich den möglichen Nutzen sorgfältig gegen eventuelle Risiken abwägen. Sie können bei den Gesprächen so viele Fragen stellen, bis Sie sich sicher für oder gegen eine Teilnahme entscheiden können.

Sie können Ihre Teilnahme an einer klinischen Studie jederzeit und ohne Angabe von Gründen beenden.

Die bei der Studie gesammelten Informationen dürfen nur zu Forschungszwecken verwendet werden. Ihre Informationen werden in einer verschlüsselten Form gespeichert, die zu keiner Zeit einen Rückschluss auf Ihre Person erlaubt. Lediglich Ihr Studienarzt hat die Möglichkeit, die Informationen zu entschlüsseln. Falls die Studienergebnisse im Rahmen von Präsentationen oder Veröffentlichungen verwendet werden, werden Sie niemals namentlich erwähnt. Auch wird niemandem ohne Ihr schriftliches Einverständnis mitgeteilt, dass Sie an der Studie teilnehmen bzw. teilgenommen haben.

Quelle: Deutsches Register Klinischer Studien